„Gru­ne­wald im Ori­ent“ – musi­ka­li­sche Lesung deutsch-jüdi­scher Geschichte(n) in Bam­berg

Thomas Sparr © privat

Tho­mas Sparr © pri­vat

Tho­mas Sparr, Autor und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler, war in den acht­zi­ger Jah­ren selbst in Jeru­sa­lem zu Hau­se und arbei­te­te am Leo Baeck Insti­tut und der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät. 1990 über­nahm er die Lei­tung des Jüdi­schen Ver­lags und wur­de spä­ter einer der Geschäfts­füh­rer des Suhr­kamp Ver­la­ges, für den er heu­te als Edi­tor-at-Lar­ge tätig ist.

Tho­mas Sparr zeich­net in der musi­ka­li­schen Lesung „Gru­ne­wald im Ori­ent“ ein fas­zi­nie­ren­des Bild des idyl­lisch gele­ge­nen Jeru­sa­le­mer Vier­tels Recha­via, das ab 1933 zum Zen­trum der deut­schen Juden avan­cier­te. Durch das Auf­ein­an­der­tref­fen von Gers­hom Scholem, Else Las­ker-Schü­ler, Paul Celan und Han­nah Arendt ent­steht ein bewe­gen­des Bild des Stadt­teils und der Men­schen, die hier einen leb­haf­ten deutsch-jüdi­schen Mikro­kos­mos bil­den.

Zusam­men mit den Soli­sten Jule Bau­er und David Mayo­ral bil­den die Musi­ker der Capel­la Anti­qua auf mehr als 30 histo­ri­schen Instru­men­ten eine musi­ka­li­sche Brücke, die durch 800 Jah­re Musik­ge­schich­te Jeru­sa­lem und Euro­pa vir­tu­os ver­bin­det. Von den ein­fühl­sa­men Kom­po­si­tio­nen der sephar­di­schen Juden bis zu fast ver­ges­se­nen Melo­dien aus dem mit­tel­al­ter­li­chen Jeru­sa­lem spannt sich der rote Faden der Musi­ker, die zusam­men mit Tho­mas Sparr die Zuhö­rer auf eine ganz beson­de­re Rei­se in den „Gru­ne­wald des Ori­ents“ ein­la­den.

Die­se musi­ka­li­sche Lesung fin­det unter der Schirm­herr­schaft des Beauf­trag­ten der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und gegen Anti­se­mi­tis­mus, für Erin­ne­rungs­ar­beit und geschicht­li­ches Erbe, Dr. Lud­wig Spa­en­le, statt.

„Gru­ne­wald im Ori­ent”

Geschichte(n) erzählt von Tho­mas Sparr

sowie am 02.03.2020 in der Neu­bau­kir­che Würz­burg – 19,30 Uhr
im Rah­men des Main­frän­ki­schen Lite­ra­tur­fe­sti­vals
www​.main​-lit​.de