Fal­sche Gewinn­ver­spre­chen – Trick­be­trü­ger erfolg­reich

OBER­FRAN­KEN. Weil ihnen am Tele­fon ein gro­ßer Gewinn ver­spro­chen wur­de, lie­ßen sich in den ver­gan­ge­nen Tagen ein 65-Jäh­ri­ger sowie eine 37-jäh­ri­ge Frau dazu über­re­den, hier­für Trans­port­ge­büh­ren im Vor­aus zu bezah­len. Die bei­den begli­chen die Gebüh­ren mit­tels Wert­kar­ten, den erwar­te­ten Gewinn erhiel­ten sie jedoch nicht. Die Kri­mi­nal­po­li­zei­en Bay­reuth und Bam­berg ermit­teln.

Am Mitt­woch­nach­mit­tag, gegen 16 Uhr, erhielt ein 65-jäh­ri­ger Mann aus Plan­ken­fels, Land­kreis Bay­reuth, einen Anruf von einem bis­lang Unbe­kann­ten, der sich als Mit­ar­bei­ter einer Gewinn­zen­tra­le aus­gab. Hier­bei teil­te er dem Rent­ner mit, dass er bei einem Gewinn­spiel 38.500 Euro gewon­nen habe. Um die Veri­fi­zie­rung abzu­schlie­ßen, soll­te der Mann die Akti­vie­rungs­codes zwei­er zuvor gekauf­ter Gut­ha­ben­kar­ten, im Wert von jeweils 500 Euro, über­mit­teln. Im Anschluss wür­den zwei Mit­ar­bei­ter der Gewinn­zen­tra­le sowie ein Notar zur Über­ga­be des Gewinns vor­bei­kom­men. Trotz anfäng­li­cher Beden­ken über­mit­tel­te der 65-Jäh­ri­ge die Akti­vie­rungs­codes an den Anru­fer.

Ein ähn­li­cher Fall ereig­ne­te sich im Zeit­raum von Frei­tag, 24. Janu­ar 2020 bis Mitt­woch, 29. Janu­ar 2020. Hier bekam eine 37-Jäh­ri­ge aus Mem­mels­dorf, Land­kreis Bam­berg, meh­re­re Anru­fe von einem Unbe­kann­ten, der ihr zunächst eine Gewinn­sum­me in Höhe von 180.000 Euro, spä­ter sogar von 280.000 Euro, ver­sprach. Die Frau nann­te dem Betrü­ger letzt­end­lich die Codes meh­re­rer Gut­ha­ben­kar­ten und ver­lor dadurch eini­ge tau­send Euro. Als der erhoff­te Geld­se­gen aus­blieb, wand­te sie sich an die Poli­zei.

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt vor der­ar­ti­gen Gewinn­ver­spre­chen:

  • Wenn Ihnen am Tele­fon ein Gewinn ver­spro­chen wird: Erkun­di­gen Sie sich nach dem Namen des Anru­fers, sei­ner Adres­se und Rück­ruf­num­mer. Fra­gen Sie nach, um wel­ches Gewinn­spiel es sich han­delt und notie­ren Sie sich alle Anga­ben.
  • Geben Sie kei­ne per­sön­li­chen Daten preis, z. B. Kon­to­in­for­ma­tio­nen, Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se, Kre­dit­kar­ten­num­mern.
  • Lei­sten Sie nie­mals Vor­aus­zah­lun­gen, um angeb­li­che Gebüh­ren, Steu­ern oder Notar­ko­sten zu beglei­chen.
  • Las­sen Sie sich zeit­lich und emo­tio­nal nicht unter Druck set­zen.
  • Wenn Sie Zwei­fel haben, infor­mie­ren Sie die Poli­zei.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Tipps erhal­ten Sie bei Ihrer ört­li­chen Poli­zei­dienst­stel­le oder unter www​.poli​zei​-bera​tung​.de