Chor und Orche­ster der Uni­ver­si­tät füh­ren erst­mals in Bam­berg Robert Schu­manns „Faust-Sze­nen“ auf

Mit Robert Schumanns Faust-Szenen präsentieren die Ensembles der Universität dem Bamberger Publikum eine aufsehenerregende Erstaufführung. Foto: Rudolf Hein/Universität Bamberg
Mit Robert Schumanns Faust-Szenen präsentieren die Ensembles der Universität dem Bamberger Publikum eine aufsehenerregende Erstaufführung. Foto: Rudolf Hein/Universität Bamberg

Seme­ster­schluss­kon­zert wird „ein musi­ka­li­sches Groß­ereig­nis“

Kein Werk beschäf­tig­te den Kom­po­ni­sten Robert Schu­mann so lan­ge wie sei­ne „Faust-Sze­nen“, die heu­te als viel­be­wun­der­tes chor­sin­fo­ni­sches Haupt­werk der Roman­tik gel­ten. Das Opus, das for­mal weder als Oper, noch als Ora­to­ri­um, Kan­ta­te oder Chor­sin­fo­nie zu fas­sen ist, mar­kiert einen Mei­len­stein in Schu­manns Schaf­fen und ist mit sei­ner Beset­zung von acht Solo­stim­men, gro­ßem Chor und Orche­ster eine sei­ner umfang­reich­sten Par­ti­tu­ren. „Die Faust-Sze­nen gehö­ren zum Schön­sten, was die musi­ka­li­sche Roman­tik im 19. Jahr­hun­dert her­vor­ge­bracht hat“, schwärmt Diri­gent Wil­helm Schmidts. Dem Bam­ber­ger Publi­kum war es bis­her jedoch nicht ver­gönnt, eine Auf­füh­rung des Werks zu erle­ben. Das ändert sich am Sonn­tag, 9. Febru­ar 2020: Um 17 Uhr laden Chor und Orche­ster der Uni­ver­si­tät Bam­berg anläss­lich des Seme­ster­schluss­kon­zerts zur Bam­ber­ger Erst­auf­füh­rung der „Sze­nen aus Goe­thes Faust“ ein.

Schu­manns pro­fun­de Kennt­nis des Faust-Stof­fes schlägt sich in einer Aus­wahl von teils dra­ma­ti­schen, teils lyri­schen Sze­nen nie­der, in denen die Prot­ago­ni­sten Faust und Gret­chen als schei­tern­de und erlö­sungs­be­dürf­ti­ge Gestal­ten beleuch­tet wer­den. Die umfang­rei­chen Solo­par­tien gestal­ten bei der Bam­ber­ger Pre­miè­re renom­mier­te Soli­sten. Zusam­men mit dem Bam­ber­ger Uni­ver­si­tätschor und Uni­ver­si­täts­or­che­ster tre­ten Albrecht Pöhl (Bari­ton), Mirel­la Hagen und Sil­ke Evers (Sopran), Katha­ri­na Flierl (Mez­zo­so­pran), Chri­sti­ne Mit­ter­mair (Alt), Mar­tin Platz (Tenor) und Alban Len­zen (Bass) auf. „Das Kon­zert wird ein musi­ka­li­sches Groß­ereig­nis“, freut sich Schmidts. Gleich­zei­tig mar­kiert es den Auf­takt der dies­jäh­ri­gen Jubi­lä­ums­kon­zer­te zum 40-jäh­ri­gen Bestehen des Lehr­stuhls für Musik­päd­ago­gik und Musik­di­dak­tik der Uni­ver­si­tät Bam­berg.

Das Seme­ster­schluss­kon­zert fin­det im Joseph-Keil­berth-Saal der Bam­ber­ger Kon­zert­hal­le statt. Kar­ten sind je nach Kate­go­rie zu 22, 17 oder 12 Euro im Vor­ver­kauf beim bvd-Ticket­ser­vice, Lan­ge Stra­ße 39/41, und am Lehr­stuhl für Musik­päd­ago­gik und Musik­di­dak­tik, An der Webe­rei 5, erhält­lich. An der Abend­kas­se belau­fen sich die Ticket­prei­se auf 25, 20 oder 15 Euro. Ermä­ßig­te Kar­ten kosten jeweils 5 Euro weni­ger.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: www​.uni​-bam​berg​.de/​k​o​n​z​e​rte