Sonntagsgedanken: Gedanken zum Ökumenischen Bibelsonntag

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Bei vielen steht sie im Regal, aber wer liest sie? Muss man das alles „glauben“, was da drin steht? Die Bibel ist und bleibt die gemeinsame Grundlage aller christlichen Konfessionen. Sie erzählt uns in anschaulichen, erschütternden, trostreichen Geschichten den Weg Gottes mit den Menschen, erzählt, was Gott mit uns vorhat, wo das Ganze noch hinaus soll. Als Christ vertraue ich auf das Evangelium und eben das meint das abgegriffene, oft negativ gebrauchte Wort „glauben“: Gott ist der Herr, begegnet uns in Jesus Christus, der unsere Schuld gesühnt, unser Schicksal geteilt, durch seine Auferstehung unseren Tod überwunden hat, der wiederkehren wird, um alle zum ewigen Heil zu führen,die auf ihn vertrauten. Darauf dürfen wir unser Leben jeden Tag neu bauen, und diese Botschaft will uns schon heute froh machen. Stören wir uns nicht an Kleinigkeiten, die uns seltsam vorkommen. Die Verfasser der Bibel lebten vor zweitausend Jahren und mehr. Es wäre unfair, sie nach unserem Wissensstand, nach unseren Moralvorstellungen abzukanzeln. Wir Lutheraner legen nicht jedes Bibelwort auf die Goldwaage. In unserer Kirche wird heftig diskutiert und die gewählten Gremien formulieren ausgewogene Orientierungshilfen zum christlichen Glauben, zum christlichen Leben im Alltag.

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Pfarrer Dr. Christian Fuchs, www.neustadt-aisch-evangelisch.de

Infos zu Christian Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/Aisch
  • Studium der evang. Theologie 1985 – 1990 in Neuendettelsau
  • Vikariat in Schornweissach-Vestenbergsgreuth 1993 – 1996
  • Promotion zum Dr. theol. 1995
  • Ordination zum ev. Pfarrer 1996
  • Dienst in Nürnberg/St. Johannis 1996 – 1999
  • seither in Neustadt/Aisch
  • blind