Weih­nachts­kon­zert in St. Niko­laus Eber­mann­stadt – Eine jun­ge Flö­ti­stin auf dem Sprung zur Spit­ze

Foto: Michae­la Schwarz­mann / Text: pri­vat

Beliebt und immer sehr gut besucht ist seit vie­len Jah­ren das Weih­nachts­kon­zert des Kul­tur­krei­ses in St. Niko­laus in Eber­mann­stadt. Das Bam­ber­ger Streich­quar­tett war durch Pro­ben im Orche­ster der Sym­pho­ni­ker ver­hin­dert, und so bot es sich an, neben dem Duo Orfeo mit Lau­rence Forst­ner-Beau­fils, Har­fe, und Karl­heinz Busch, Vio­lon­cel­lo, eine jun­ge, hoch­be­gab­te Flö­ti­stin vor­zu­stel­len.

Alex­an­dra Forst­ner, Toch­ter der Har­fe­ni­stin, stu­diert seit Okto­ber in der Klas­se von Prof. Andrea Lie­ber­knecht an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter Mün­chen. Ihr außer­ge­wöhn­li­ches musi­ka­li­sches Talent wur­de mit meh­re­ren ersten Prei­sen des Wett­be­werbs „Jugend musi­ziert“ in den Kate­go­rien Kla­vier und Quer­flö­te gewür­digt. Zudem erhielt sie 2015 sowie 2018 einen Son­der­preis der Stif­tung Musik­le­ben. 2015 gewann sie den 1. Preis des AZU­MI Flu­te Con­test.

Das weih­nacht­li­che Pro­gramm in der aku­stisch aus­ge­zeich­ne­ten Kir­che begann mit „Green­s­lee­ves“ für Flö­te, Har­fe und Vio­lon­cel­lo. Die Sara­ban­de eines Anony­mus aus dem 16. Jahr­hun­dert gefällt durch reiz­vol­le Varia­tio­nen. Aus der Flö­ten­so­na­ta g‑Moll von J.S. Bach waren das Ada­gio und das Alle­gro zu hören. Alex­an­dra Forst­ners run­der und klang­vol­ler Flö­ten­ton begei­ster­te die zahl­rei­chen Zuhö­rer. Im Con­cer­to grosso d‑Moll von A. Vival­di ließ die Flö­ti­stin die gro­ßen melo­di­schen Bögen weit aus­spie­len, um anschlie­ßend in den „Gym­no­pe­dies“ von E. Satie die ursprüng­li­che Kla­vier­mu­sik in aus­drucks­vol­le Flö­ten­tö­ne zu ver­wan­deln.

Cel­list Karl­heinz Busch spiel­te im Kon­zert soli­stisch zwei Hits der klas­si­schen Lite­ra­tur. Mit Busch´ voll­tö­nen­dem Cel­lo-Ton und sei­ner siche­ren Tech­nik wur­den der „Der Schwan“ von C. Saint-Saens und das berühm­te Ave-Maria von Bach/​Gounod zu einem ergrei­fen­den Hör­ge­nuss. Alle Wer­ke wur­den von Lau­rence Forst­ner-Beau­fils an der Har­fe tech­nisch bril­lant gestal­tet und wohl­klin­gend beglei­tet.

Mit einem Pasto­ra­le aus dem Weih­nachts­kon­zert von A. Corel­li, der „Pifa“ aus dem Mes­si­as von G.F. Hän­del und Bachs Cho­ral „Ich steh an dei­ner Krip­pe hier“ aus dem Weih­nachts­ora­to­ri­um klang ein berüh­ren­des und in Erin­ne­rung blei­ben­des Kon­zert­er­leb­nis aus, das mit lang­an­hal­ten­dem Applaus belohnt wur­de.

Eine vir­tuo­se Flö­ten­zu­ga­be von J. Ibert zeig­te noch ein­mal das immense Kön­nen der jun­gen Flö­ti­stin.

Musik auf die­sem hohen Niveau bestä­tigt wie­der ein­mal, dass der Kul­tur­kreis hier einen Kul­tur­bau­stein in Eber­mann­stadt geformt hat, auf den man nicht mehr ver­zich­ten möch­te.