Bet­zen­stei­ner “Fuß­thea­ter” im BR Fern­se­hen (u.a.)

BR Fern­se­hen: Fran­ken­schau, Sonn­tag, 29. Dezem­ber 2019, 17.45 Uhr

Die The­men der Sen­dung:

Von Pfef­fern bis Neu­jahrs­sin­gen: Sil­ve­ster­bräu­che anno dazu­mal (Mit­tel­fran­ken, Ober­fran­ken, Unter­fran­ken)

Rund um Neu­jahr gibt es in Fran­ken zahl­rei­che Bräu­che. Aller­dings sind vie­le von ihnen ein wenig in Ver­ges­sen­heit gera­ten. 1970 wur­den zum Bei­spiel im mit­tel­frän­ki­schen Cadolz­burg in der Sil­ve­ster­nacht noch Besen ver­brannt – getreu dem Mot­to “Neue Besen keh­ren gut, doch die alten sol­len bren­nen”. Im Fran­ken­wald in Ober­fran­ken wur­de vor 50 Jah­ren noch der Pfef­fer­tag began­gen. An die­sem schlu­gen Bur­schen tra­di­tio­nell jun­ge Frau­en mit einem Zweig.

Geleb­tes Brauch­tum: Neu­jahrs­bre­zen aus Ober­al­tert­heim (Unter­fran­ken)

Alle Jah­re wie­der ste­hen Sil­via Roba­nus-Eller und ihre Toch­ter Rebec­ca am Sil­ve­ster­mor­gen in ihrer Küche und las­sen die Tra­di­ti­on der Neu­jahrs­bre­ze auf­le­ben. Ein Brauch aus dem unter­frän­ki­schen Ober­al­tert­heim, der nicht in Ver­ges­sen­heit gera­ten soll und den Paten­kin­dern am Neu­jahrs­mor­gen eine gro­ße Freu­de berei­tet.

Musi­ka­li­scher Geheim­tipp aus Wei­ßen­burg: die Frau­en­band Sweet Stuff (Mit­tel­fran­ken)

Sweet Stuff aus Wei­ßen­burg – das sind eine Bau­in­ge­nieu­rin, eine Semi­nar­lei­te­rin, eine Kran­ken­schwe­ster und eine Haus­frau. Und sie tei­len eine Lei­den­schaft: das gemein­sa­me Sin­gen. Unter ihrem Band­na­men Sweet Stuff haben sie sich im Seen­land einen Namen gemacht. Ihre sel­te­nen Auf­trit­te sind Kult. Denn, obwohl sie nur Ama­teu­re sind, spie­len und sin­gen sie auf hohem Niveau.

Aben­teu­er Paris: Krea­ti­ve der “Lebens­hil­fe” erobern Kunst­mes­se (Nürnberg/​Mittelfranken)

15 Nürn­ber­ger Künst­le­rin­nen und Künst­ler mit Han­di­cap berei­ten sich auf ein gro­ßes Aben­teu­er vor. Mit Begleit­per­so­nen fah­ren sie zur “Out­si­der Art Fair” nach Paris – Euro­pas größ­ter und bedeu­tend­ster Mes­se für Kunst von Men­schen mit psy­chi­schen oder men­ta­len Behin­de­run­gen. Die Wer­ke wer­den dort zu ähn­li­chen Kon­di­tio­nen gehan­delt wie die Wer­ke eta­blier­ter Künst­ler auf den gro­ßen Kunst­mes­sen die­ser Welt. Drei Tage ver­bringt die frän­ki­sche Grup­pe in Paris.

Thea­ter mit Hand und Fuß: Anne Klin­ge aus Bet­zen­stein (Ober­fran­ken)

Anne Klin­ge ist eine ganz beson­de­re Künst­le­rin: Sie macht Fuß­thea­ter – streift ihren Füßen Perücken, Kostü­me und Schmuck über und ver­wan­delt sie in eigen­stän­di­ge Per­sön­lich­kei­ten. Die 47-jäh­ri­ge Künst­le­rin ist in Bet­zen­stein in der Frän­ki­schen Schweiz zu Hau­se. Von da aus ist sie welt­weit unter­wegs – von Peru bis ins Opern­haus nach Syd­ney, wo sie vor 3.000 Zuschau­ern spiel­te. Mit Füßen und Hän­den erzählt sie Geschich­ten, Opern und Kin­der­stücke vol­ler Poe­sie und Witz, die inter­na­tio­nal ver­stan­den wer­den – und ohne viel Spra­che aus­kom­men.

Pro­sit Neu­jahr: Sekt aus Fran­ken (Würz­burg, Volkach/​Unterfranken)

Nir­gend­wo ist Sekt belieb­ter: Die Deut­schen kon­su­mie­ren 16 Pro­zent der Welt­pro­duk­ti­on. Das ent­spricht etwa vier Fla­schen pro Kopf und Jahr. Ein loh­nen­des Geschäft auch für frän­ki­sche Win­zer. Bei der Pro­duk­ti­on gibt es vie­les zu beach­ten. So wer­den die Trau­ben vor der eigent­li­chen Haupt­le­se geern­tet, denn der Sekt­grund­wein darf nicht zu viel Alko­hol ent­hal­ten, weil im wei­te­ren Gär­pro­zes­sen eben­falls Alko­hol pro­du­ziert wird. Und die Säu­re soll­te noch hoch sein, damit der Sekt halt­bar und sprit­zig bleibt. Von der Lese bis zur Fla­schen­gä­rung – ein Bei­trag in der “Fran­ken­schau”.

BR Fern­se­hen
Sonn­tag, 29. Dezem­ber 2019, 17.45 Uhr
Deut­sche Erst­aus­strah­lung
Fran­ken­schau
Mode­ra­ti­on: Rüdi­ger Bau­mann
Redak­ti­on: Tho­mas Rex

BR Media­thek: nach Sen­dung 12 Mona­te ver­füg­bar