Hei­mat­ver­ein Forch­heim sieht in den Pla­nun­gen des Land­krei­ses einen mas­si­ven Ver­stoß gegen Gedan­ken des Denk­mal- und Ensem­ble­schut­zes

Mit Sor­ge um ein signi­fi­kan­tes Ele­ment des histo­ri­schen Forch­heims ver­folgt der Hei­mat­ver­ein die Über­le­gun­gen des Land­krei­ses Forch­heim zur Schaf­fung von Park­raum für die Bedien­ste­ten und Beschäf­tig­ten des Land­rats­am­tes am Strecker­platz. U.a. wird in die­sem Zusam­men­hang die Errich­tung eines Park­decks an der Süd­front des Anwe­sens Para­de­platz 10 ins Auge gefasst und damit eine wei­te­re Ver­dich­tung öst­lich des sog. „Alten Land­rats­am­tes“ dis­ku­tiert (Ft vom 23./24.11.19) . Der Vor­sit­zen­de des Hei­mat­ver­eins Die­ter Geor­ge sieht in einer mög­li­chen Rea­li­sie­rung die­ser Pla­nung einen mas­si­ven Ver­stoß gegen den Gedan­ken des Denk­mal- bzw. Ensem­ble­schut­zes.

Das Are­al im Westen der ehe­ma­li­gen Forch­hei­mer Vor­stadt „Alten­bach“ wird wesent­lich bestimmt durch die Rück­fas­sa­den des fürst­bi­schöf­li­chen Amts­hau­ses von 1685 (heu­te „Altes Land­rats­amt“) und der Gere­ons­ka­pel­le von etwa 1520 (heu­te Kul­tur­raum) sowie die sich öst­lich anschlie­ßen­den Reste einer barocken Gar­ten­an­la­ge , die einst bis zur Wie­sent reich­te. Stadt­hei­mat­pfle­ger Franz Schürr bewer­tet die­sen Bereich – trotz sei­ner zeit­ge­nös­si­schen Ver­än­de­rung – als ein „Stück Forch­heim, das noch histo­ri­sche Aura atmet“ und zusam­men mit der alten Kom­man­dan­tur (1743), dem Para­de­platz und dem histo­ri­schen Gast­haus „Schwa­ne“ (frü­hes 18. Jahr­hun­dert) wie kein zwei­tes die barock­zeit­li­che Stadt­ge­schich­te reprä­sen­tiert.

Die­ter Geor­ge, der als Kon­zert­re­fe­rent der Volks­hoch­schu­le vie­le Nach­mit­ta­ge und Aben­de im Kul­tur­raum St. Gere­on beglei­te­te, zeigt sich erstaunt dar­über, dass der Land­kreis eine der­ar­ti­ge Beein­träch­ti­gung die­ser von ihm mit gro­ßem Auf­wand geschaf­fe­nen Ver­an­stal­tungs­stät­te über­haupt in Erwä­gung zieht. „Die Auf­ent­halts­qua­li­tät im Umfeld von Kon­zer­ten, beson­ders im Som­mer , wäre in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft eines Park­decks nicht mehr die­sel­be“. Geor­ge bat den Hei­mat­pfle­ger die Beden­ken des Hei­mat­ver­eins an das Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge wei­ter­zu­ge­ben. „Sicher­lich gibt es noch ande­re Mög­lich­kei­ten, den Mit­ar­bei­tern des Land­krei­ses und Land­rats­am­tes ein Par­ken in zumut­ba­rer Nähe zum Arbeits­platz zu ermög­li­chen.“