Haus­halt des Bezirks Ober­fran­ken 2020 – auch Pro­jek­te im Land­kreis Forch­heim wer­den geför­dert

Haus­halt des Bezirks Ober­fran­ken 2020

Der Bezirk Ober­fran­ken hat sei­nen Haus­halt für das Jahr 2020 auf­ge­stellt. Die Bezirks­rä­te Ulrich Schürr und Man­fred Hüm­mer zie­hen ein posi­ti­ves Fazit zum Haus­halts­werk des Bezirks. Der Gesamt­haus­halt wur­de im Bezirks­tag ein­stim­mig ver­ab­schie­det und umfasst ein Volu­men 442 Mil­lio­nen Euro.

„Es ist ein Haus­halt vor allem für die­je­ni­gen in der Gesell­schaft, die unse­re Hil­fe und Unter­stüt­zung am drin­gend­sten benö­ti­gen“, freut sich der Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­te Ulrich Schürr. 94 % des Haus­halts flie­ßen in die sozia­le Siche­rung und Teil­ha­be: für Kin­der und Jugend­li­che mit Ein­schrän­kun­gen, pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen, die Gesund­heits­ver­sor­gung und Men­schen mit Behin­de­rung. „Wir sind für die­se Men­schen ein ver­läss­li­cher Part­ner und wer­den unse­rer sozia­len Ver­ant­wor­tung gerecht“, betont Bezirks­rat. Man­fred Hüm­mer, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Frei­en Wäh­ler im ober­frän­ki­schen Bezirks­tag, zieht eben­falls eine posi­ti­ve Bilanz. Dies nicht zuletzt auch des­halb, weil die Bezirks­um­la­ge bei dem gleich blei­ben­den Hebe­satz von 17,5 Pro­zent­punk­ten belas­sen wer­den konn­te. Sie ist damit wei­ter­hin die nied­rig­ste aller sie­ben baye­ri­schen Bezir­ke. „Es ist uns ein Haus­halt gelun­gen, der die anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen mei­stert und gleich­zei­tig die Umla­ge­zah­ler nicht über Gebühr bela­stet“, so Hüm­mer. „Es ist ein kom­mu­nal­freund­li­cher Haus­halt, der glei­cher­ma­ßen aus­ge­wo­gen und fair die Inter­es­sen der Land­krei­se und damit mit­tel­bar auch der Gemein­den berück­sich­tigt.“

Sowohl Hüm­mer als auch Schürr stel­len dabei das frak­ti­ons­über­grei­fen­de und sach­ori­en­tier­te Mit­ein­an­der über die Frak­ti­ons­ebe­nen hin­weg her­aus.

Frei­wil­li­ge Lei­stun­gen und För­de­run­gen für Pro­jek­te vor Ort

Erfreu­lich ist wei­ter­hin auch die Ent­wick­lung im Bereich der frei­wil­li­gen Lei­stun­gen. Die­se umfas­sen ein Volu­men von rund 4,7 Mil­lio­nen. Zahl­rei­che regio­na­le Pro­jek­te vor Ort wer­den damit unter­stützt. Schürr und Hüm­mer hat­ten sich dafür stark gemacht, die­sen Bereich einer grund­le­gen­den Über­prü­fung zu unter­zie­hen und struk­tu­rell neu auf­zu­stel­len. Anstel­le der Kon­zen­tra­ti­on auf eine För­de­rung von über­re­gio­na­len Schwer­punkt­pro­jek­ten, gaben die Forch­hei­mer Bezirks­rä­te eine klein­tei­li­ge­re För­de­rung von ört­li­chen Ein­zel­pro­jek­ten als Ziel aus. Die­se For­de­rung der bei­den Forch­hei­mer Bezirks­rä­te wur­de auf­ge­grif­fen und wird nun im neu­en Haus­halts­jahr umge­setzt. „Auf die­se Wei­se kön­nen wir errei­chen, dass auch im Land­kreis Forch­heim künf­tig noch mehr Pro­jek­te als bis­her gesche­hen geför­dert wer­den“, so Schürr. Im Zusam­men­spiel mit der Ober­fran­ken­stif­tung konn­ten im ver­gan­ge­nen Jahr wie­der etli­che Pro­jek­te im Land­kreis unter­stützt wer­den, so etwa die Bal­tha­sar Neu­mann Musik­ta­ge in Göß­wein­stein, das Wan­der­leit­sy­stem Frän­ki­sche Schweiz, das Medi­cal Val­ley in Forch­heim oder die Anschaf­fung einer mobi­len Obst­pres­se. Auch an der Unter­stüt­zung des Chor­zen­trums Wei­ßeno­he hält der Bezirk fest.

Lang­fri­sti­ges Inve­sti­ti­ons­pro­gramm für die Bezirks­kli­ni­ken und Stär­kung der Pfle­ge

Eine Mam­mut­auf­ga­be der kom­men­den Jah­re wird die Sanie­rung der Bezirks­kli­ni­ken wer­den. Die Kli­ni­ken des Bezirks Ober­fran­ken sind in der GeBO, den Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken, zusam­men­ge­fasst. Die Gebäu­de sind über­wie­gend histo­risch und genü­gen den heu­ti­gen Anfor­de­run­gen an eine zeit­ge­mä­ße Gesund­heits­ver­sor­gung nicht mehr. Der Bezirks­tag hat nun ein Inve­sti­ti­ons­pro­gramm von rund einer hal­ben Mil­li­ar­de Euro bis zum Jahr 2032 für die Kli­nik­stand­or­te Kut­zen­berg, Bay­reuth, Rehau und Hoch­stadt ver­ab­schie­det. „Damit ist eine zukunfts­wei­sen­de Ent­schei­dung und ein Mei­len­stein im Hin­blick auf eine moder­ne und zeit­ge­mä­ße gesund­heit­li­che Ver­sor­gung in Ober­fran­ken getrof­fen wor­den“, so Schürr, der selbst auch Mit­glied des Auf­sichts­rats der Bezirks­kli­ni­ken ist. Erste Maß­nah­men des Inve­sti­ti­ons­pro­gramms für die Kli­ni­ken des Bezirks Ober­fran­ken wer­den nun am Stand­ort Kut­zen­berg begin­nen.

„Par­al­lel dazu konn­ten wir rück­wir­kend zum 01.01.2019 sämt­li­che Mit­ar­bei­ter der Bezirks­kli­ni­ken auf eine Bezah­lung nach dem öffent­li­chen Tarif umstel­len“, freut sich Schürr. Durch die Auf­ga­ben­meh­rung bei der Umset­zung des Bun­des­teil­ha­be­ge­set­zes und der neu­en Zustän­dig­keit im Bereich der ambu­lan­ten Hil­fe zur Pfle­ge sind im Haus­halt 2020 zusätz­lich Mit­tel im Per­so­nal­be­reich der Sozi­al­ver­wal­tung sowie wei­te­re Aus­bil­dungs­plät­ze vor­ge­se­hen.

För­der­an­trag gestellt für Wild­park Hund­s­haup­ten

Eine gro­ße Auf­ga­be im Land­kreis steht im Bereich der Umset­zung des Zukunfts­kon­zepts Wild­park Hund­s­haup­ten an. Der Kreis­tag des Land­krei­ses hat das Kon­zept die­ses Jahr ver­ab­schie­det und auf den Weg gebracht. Es sieht eine umfas­sen­de Moder­ni­sie­rung und Sanie­rung des gesam­ten Gehe­ge-Bestands unter Berück­sich­ti­gung einer wei­ter­ge­hen­den tou­ri­sti­schen Erschlie­ßung an. „Für die­ses Pro­jekt haben wir uns gemein­sam als Forch­hei­mer Bezirks­rä­te beim Bezir­ke stark gemacht und einen ent­spre­chen­den För­der­an­trag ein­ge­reicht“, so Hüm­mer. „Das Pro­jekt liegt uns für die wei­te­re Ent­wick­lung des Land­krei­ses sehr am Her­zen.“ Schürr und Hüm­mer hof­fen, auf die­sem Weg einen Bei­trag für die Zukunft des Wild­parks Hund­s­haup­ten lei­sten zu kön­nen. Erste Gesprä­che haben bereits statt­ge­fun­den.

Sei­te an Sei­te

Wei­te­re Haus­halts­mit­tel sind vor­ge­se­hen für die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten in Bay­reuth und die Lehr­an­stalt für Fische­rei in Auf­seß sowie die Inter­na­tio­na­le Musik­be­geg­nungs­stät­te Haus Mar­teau in Lich­ten­berg, bei der der­zeit ein neu­er Kon­zert­saal ent­steht. Bei­de Bezirks­rä­te zie­hen ins­ge­samt ein posi­ti­ves Res­u­mée. Wir tau­schen uns regel­mä­ßig aus und stim­men uns ab. „Unser gemein­sa­mes Ziel ist es, den Bezirk und unse­ren Land­kreis Forch­heim wei­ter­hin stark auf­zu­stel­len“, so Hüm­mer und Schürr.