Hohe Betei­li­gung an 2. Bam­ber­ger Bür­ger­be­fra­gung

„Umfra­ge lie­fert Daten­schatz“ – was Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger über Stadt und Uni­ver­si­tät den­ken.

Universitätspräsident Godehard Ruppert und Oberbürgermeister Andreas Starke freuen sich, dass so viele Bambergerinnen und Bamberger bei der Bürgerumfrage 2019 teilgenommen haben. Quelle: Matthias Hoch

Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Gode­hard Rup­pert und Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke freu­en sich, dass so vie­le Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger bei der Bür­gerum­fra­ge 2019 teil­ge­nom­men haben. Quel­le: Mat­thi­as Hoch

Was Bam­ber­ger Bür­ge­rin­nen und Bür­ger über die Ver­kehrs­si­tua­ti­on, die wirt­schaft­li­che Lage oder auch die Bedeu­tung der Uni­ver­si­tät in der Stadt den­ken, zeigt eine neue Bür­ger­be­fra­gung. Die Stadt Bam­berg hat sie in Zusam­men­ar­beit mit der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät zum zwei­ten Mal durch­ge­führt. Wesent­li­che Ergeb­nis­se gaben die zustän­di­gen Wis­sen­schaft­ler, Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke und Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Dr. habil. Gode­hard Rup­pert am 10. Dezem­ber 2019 bekannt.

Im April und Mai 2019 hat­ten 5000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, online oder per Post an der reprä­sen­ta­ti­ven Bür­ger­be­fra­gung teil­zu­neh­men. Sie wur­den durch eine Zufalls­stich­pro­be des Ein­woh­ner­mel­de­am­tes aus­ge­wählt. Von der Uni­ver­si­tät Bam­berg waren Dr. Mar­tin Mes­sing­schla­ger, wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Lehr­stuhl für Sta­ti­stik und Öko­no­me­trie, und Dr. Chri­stoph Spör­lein, Mit­ar­bei­ter am Bam­ber­ger Lehr­stuhl für Sozio­lo­gie, ins­be­son­de­re Sozi­al­struk­tur­ana­ly­se, für die Stu­die ver­ant­wort­lich. Gemein­sam mit dem Bam­ber­ger Cen­trum für Empi­ri­sche Stu­di­en (BACES) ent­wickel­ten sie die Befra­gung und führ­ten sie durch. Wie schon in der Umfra­ge 2017 war die Rück­lauf­quo­te sehr hoch, dies­mal lag sie bei 31 Pro­zent. Die For­scher konn­ten 1557 Online- und Papier­fra­ge­bö­gen aus­wer­ten. „Das ist eine außer­ge­wöhn­lich hohe Quo­te“, so Mes­sing­schla­ger. „Im Durch­schnitt errei­chen Bevöl­ke­rungs­be­fra­gun­gen auf kom­mu­na­ler Ebe­ne zwi­schen 10 und 15 Pro­zent Betei­li­gung.“ Stadt und Uni­ver­si­tät lob­ten das gro­ße Enga­ge­ment der Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger.

Hohe Lebens­qua­li­tät in Bam­berg

Auch 2019 sind die Zustim­mungs­wer­te der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für Bam­berg hoch. Rund 86 Pro­zent der Befrag­ten bewer­ten die Lebens­qua­li­tät in Bam­berg mit sehr gut oder eher gut. Mit jeweils rund 80 Pro­zent bewer­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Umfra­ge Bam­berg mit den Eigen­schaf­ten „Inter­es­sant, attrak­tiv, tra­di­ti­ons­be­wusst und leben­dig“. Die wich­tig­sten Pro­blem­fel­der sehen die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bei den The­men Woh­nen (22 Pro­zent), Ver­kehr (13 Pro­zent) und Anker­zen­trum (7 Pro­zent). Posi­tiv zu bewer­ten ist, dass der Wert beim Anker­zen­trum um sie­ben Pro­zent­punk­te gesun­ken ist. Auch das Sicher­heits­ge­fühl der Bam­ber­ger ist wie­der ange­stie­gen und kommt als The­ma über­haupt nicht mehr vor. Rund 36 Pro­zent schät­zen Kri­mi­na­li­tät nicht als pro­ble­ma­tisch ein. Das ist ein Anstieg um 9 Pro­zent. Die Zukunfts­aus­sich­ten bewer­ten 64 Pro­zent mit gut und sehr gut, die wirt­schaft­li­che Lage mit 63 Pro­zent eben­so. „Die Umfra­ge lie­fert einen wah­ren Daten­schatz“, so Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke. „Sowohl für die Stadt­ent­wick­lung, den Ver­kehr, den Sozi­al­be­reich und unse­re stadt­räum­li­chen Pla­nun­gen sind die viel­fäl­ti­gen Ergeb­nis­se hoch­span­nend und wer­den uns wie­der vie­le Mona­te beschäf­ti­gen“, so Star­ke: „Pro­ble­me wol­len wir ange­hen und lösen, posi­ti­ve Wer­tun­gen noch ver­stär­ken.“

Stu­die­ren­de als Berei­che­rung für die Stadt

Die befrag­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bewer­ten Bedeu­tung und Wir­kung der Uni­ver­si­tät Bam­berg erneut sehr posi­tiv. 82 Pro­zent stim­men etwa der Aus­sa­ge zu, Stu­die­ren­de wür­den das Stadt­le­ben bele­ben (2017: 83 Pro­zent). „Die Mehr­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Bam­berg nimmt Stu­die­ren­de als Berei­che­rung für die Stadt wahr“, mein­te Gode­hard Rup­pert. „Das ist umso erfreu­li­cher, weil wir wei­ter­hin hohe Stu­die­ren­den­zah­len erwar­ten.“ Auch die Wir­kung der Uni­ver­si­tät auf das Image der Stadt erhält hohe Zustim­mungs­wer­te, erneut 88 Pro­zent. Eine wei­te­re gute Nach­richt: 78 Pro­zent beschei­ni­gen der Uni­ver­si­tät eine posi­ti­ve Wir­kung auf das kul­tu­rel­le Leben in Bam­berg, etwas mehr als 2017 (77 Pro­zent). Erst­mals wur­den gezielt uni­ver­si­tä­re Ver­an­stal­tungs­for­ma­te erfragt: 37 Pro­zent der Befrag­ten haben min­de­stens ein­mal eine uni­ver­si­tä­re Musik­ver­an­stal­tung besucht, zum Bei­spiel das Seme­ster­eröff­nungs­kon­zert oder den Jazz­abend. Mes­sing­schla­ger erläu­tert: „Zah­len aus ver­gleich­ba­ren Stu­di­en legen nahe, dass sol­che Nut­zungs­zah­len nor­ma­ler­wei­se nur Bam­bergs öffent­li­che, auf Kul­tur spe­zia­li­sier­te Insti­tu­tio­nen auf­wei­sen kön­nen.“

Einen aus­führ­li­chen Arti­kel und detail­lier­te Ergeb­nis­se zum Down­load fin­den Sie unter: www​.uni​-bam​berg​.de/​u​n​i​v​e​r​s​i​t​a​e​t​/​p​r​o​f​i​l​/​i​m​p​a​c​t​/​b​u​e​r​g​e​r​b​e​f​r​a​g​u​n​g​-​2​019