Nico­las Gört­ler tritt kür­zer und ver­lässt den FCE Bam­berg

„Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl“

Nicolas Görtler

Nico­las Gört­ler

Der 29-jäh­ri­ge Ex-Pro­fi will sich auf sei­ne Fami­lie kon­zen­trie­ren und sagt dem Lei­stungs­sport Adieu. Nach der Win­ter­pau­se wech­selt er in die Kreis­li­ga zu sei­nem Hei­mat­ver­ein SC Kem­mern.

Der Fokus liegt bei FCE-Stür­mer Nico­las Gört­ler ab sofort auf Fami­lie und beruf­li­cher Ent­wick­lung statt auf Fuß­ball: Die­se Bot­schaft über­mit­tel­te der 29-Jäh­ri­ge den Ver­ant­wort­li­chen des FC Ein­tracht Bam­berg unmit­tel­bar nach dem letz­ten Spiel des Kalen­der­jah­res bei der DJK Vil­z­ing. Nach Been­di­gung sei­ner Pro­fi­kar­rie­re in Schwein­furt war der gebür­ti­ge Kem­mer­ner vor die­ser Sai­son als Co-Trai­ner zum Bay­ern­li­ga­auf­stei­ger FCE gewech­selt – und kehr­te damit zu dem Ver­ein zurück, bei dem er einst den Sprung in den Lei­stungs­sport geschafft hat­te. Dort ste­hen für den Offen­siv­spie­ler 17 Ein­sät­ze und 4 Tref­fer in der Sta­ti­stik. Jetzt heißt das Mot­to für „Nic“: Ganz zurück zu den Wur­zeln, näm­lich zum SC Kem­mern, wo er das Fuß­ball­spie­len von Kin­des­bei­nen auf gelernt hat. Nach der Win­ter­pau­se wird Gört­ler für den Kreis­li­gi­sten auf­lau­fen, um dort künf­tig mit sei­nem älte­ren Bru­der David – der es in die­ser Spiel­zeit bereits auf 15 Tor­er­fol­ge bringt – zusam­men­zu­spie­len.

“Für unse­re Young­sters ist nun mehr Spiel­zeit ver­füg­bar”

„Nico­las kam mit dem Wunsch zu uns, sport­lich kür­zer tre­ten zu wol­len“, resü­miert FCE-Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß die Gesprä­che der ver­gan­ge­nen Tage mit Gört­ler. „Wir haben dafür Ver­ständ­nis, zumal Nic ja auch vor kur­zem Vater gewor­den ist und sich die Prio­ri­tä­ten bei ihm ver­scho­ben haben.“ Sport­lich ist dies nach den Wor­ten von Schmal­fuß „natür­lich ein Ver­lust“ für den FC Ein­tracht. „Klar, hät­ten wir Nic sehr ger­ne wei­ter bei uns im Fuchs-Park-Sta­di­on gese­hen. Er ist auf­grund sei­ner spie­le­ri­schen Klas­se und sei­ner Per­sön­lich­keit ein Gewinn für jede Mann­schaft in der Liga. Inso­fern gilt Nic unser Dank für die lei­der sehr weni­gen, aber tol­len Mona­te in die­sem Jahr.“ Auf­grund der aktu­ell guten Tabel­len­si­tua­ti­on und der Viel­zahl jun­ger Nach­wuchs­ta­len­te ist man an der Armee­stra­ße aller­dings zuver­sicht­lich, mit die­ser Per­so­na­lie leben zu kön­nen. „Das heißt für unse­re Young­sters, dass nun mehr Spiel­zeit für sie ver­füg­bar ist – jetzt müs­sen sie bewei­sen, dass sie in der Liga spie­len kön­nen“, gewinnt Schmal­fuß dem über­ra­schen­den Wech­sel auch einen posi­ti­ven Aspekt ab.

Dank vom SC Kem­mern für unpro­ble­ma­ti­schen und unbü­ro­kra­ti­schen Wech­sel

Nico­las Gört­ler ver­lässt den FC Ein­tracht Bam­berg somit zu drit­ten Mal. „Die­ses Mal gehe ich aber mit einem sehr guten Gefühl. Für mich schließt sich ein Kreis. Der FC Ein­tracht war nach dem SC Kem­mern mein Sprung­brett in den Pro­fi­fuß­ball, nun ist es mein Abschied vom höher­klas­si­gen Sport. Ich hat­te hier zusam­men mit Micha­el Hutz­ler und den Jungs eine sehr gute Zeit und gehe nun mit einem wei­nen­den und einem lachen­den Auge. Ger­ne hät­te ich an die­sem span­nen­den Pro­jekt wei­ter mit­ge­wirkt, aber mei­ne Lebens­si­tua­ti­on hat sich gewan­delt. Und ganz ehr­lich: Ich freue mich jetzt auch dar­auf, in Kem­mern zusam­men mit mei­nem Bru­der und mei­nen Kum­pels noch eini­ge erfolg­rei­che Jah­re in mei­ner Hei­mat zu haben“, kom­men­tiert Nico­las Gört­ler sei­nen Ent­schluss. Der Trai­ner des SC Kem­mern, Alex­an­der Stretz, ist dem FCE sehr dank­bar, dass der Bay­ern­li­gist den Wech­sel unpro­ble­ma­tisch und unbü­ro­kra­tisch über die Büh­ne gehen lässt. „Mein Dank gilt vor allem dem FC Ein­tracht Bam­berg, dass die Ver­ant­wort­li­chen die­sen Trans­fer schon jetzt im Win­ter ermög­li­chen.“