FCE Bam­berg: Trai­ner Micha­el Hutz­ler blickt auf das Jahr zurück

„Was wir ange­fasst haben, wur­de zu Gold“

Die Fuß­bal­ler des Bay­ern­li­gi­sten FC Ein­tracht Bam­berg hat­ten am ver­gan­ge­nen Sams­tag (16. Novem­ber) ihr letz­tes Heim­spiel des Jah­res. Vor gut 400 Zuschau­ern hieß es gegen den SC Elters­dorf nach einem 0:4 Rück­stand zur Pau­se am Schluss 1:5. Das letz­te Heim­spiel vor der Win­ter­pau­se – der rich­ti­ge Zeit­punkt für einen Jah­res­rück­blick von Trai­ner Micha­el Hutz­ler.

Micha­el, ein lan­ges Fuß­ball­jahr 2019 geht zu Ende. Über­blick­ar­tig zusam­men­ge­fasst. Wie hast du es erlebt?

Micha­el Hutz­ler: „Mit einem Satz umschrie­ben: es war mega! Im End­spurt in einem extrem span­nen­den Fina­le den nie geplan­ten und erwar­te­ten Auf­stieg in die Bay­ern­li­ga erreicht, Inte­gra­ti­on vie­ler Jugend­spie­ler in den Kader, tol­le Rol­le in der aktu­el­len Sai­son und neben­bei noch vie­le wei­te­re Titel wie die Stadt­mei­ster­schaft oder Aus­zeich­nung zur „Mann­schaft des Jah­res“ durch die Medi­en­grup­pe Ober­fran­ken – was wir in 2019 ange­fasst haben, wur­de zu Gold.“

Die­ser Erfolg lässt aber auch eine hohe Erwar­tungs­hal­tung ent­ste­hen, oder?

Micha­el Hutz­ler: „Ja. Das ist auf der einen Sei­te schön, weil es zeigt, dass die Leu­te uns noch mehr zutrau­en. Auf der ande­ren Sei­te kann die Stim­mung dann aber auch sehr schnell umschla­gen, wenn du mal drei oder vier Spie­le in Serie ver­lierst. Ich den­ke, wir müs­sen immer noch sehen, wo wir her­kom­men und wir tun gut dar­an – bei allen Erfol­gen, die wir auch zurecht gefei­ert haben – die Demut nicht ganz zu ver­lie­ren, die wir im „Bezirks­li­ga­jahr“ an den Tag gelegt und seit­dem auch gelebt haben. Wir haben eine gute Mann­schaft, ja, momen­tan läuft es auch gut, ja… aber dafür müs­sen wir alle im Ver­ein, von den Spie­lern und Trai­nern der 1. Mann­schaft über die Funk­tio­nä­re bis hin zu den Jugend­trai­nern alle jeden Tag wei­ter arbei­ten.“

Wie sieht dei­ne sport­li­che Bilanz aus, die über die Über­schrift oben hin­aus­geht?

Micha­el Hutz­ler: „Uns war nach dem Auf­stieg in die Bay­ern­li­ga klar, dass das nicht ein­fach wird. Umso mehr freue ich mich, dass hier alle Spie­ler mit­ge­zo­gen haben und viel Auf­wand betrie­ben haben, um in der Klas­se anzu­kom­men. Anfangs haben wir ver­sucht, unse­ren „Hur­ra-Fuß­ball“ der bei­den ver­gan­ge­nen Spiel­zei­ten wei­ter zu spie­len. Ein Blick auf die Ergeb­nis­se zeigt, dass uns das gut gelun­gen ist. Den­noch waren wir alle unzu­frie­den, dass wir neben den vor­ne erziel­ten sechs Toren hin­ten auch fünf kas­siert haben. Hier haben wir ange­setzt und die Defen­si­ve durch tak­ti­sche Umstel­lun­gen erfolg­reich sta­bi­li­siert. Gleich­zei­tig mer­ke ich auch, dass wir dadurch aber unser Ver­trau­en in der Offen­si­ve etwas ver­lo­ren haben. Das wird eine Auf­ga­be für die Rück­run­de sein: die Balan­ce zwi­schen Defen­si­ve und Offen­si­ve wei­ter aus­zu­ta­rie­ren. Gefal­len hat mir, dass wir es geschafft haben, rela­tiv vie­len Spie­lern Spiel­zeit zu geben. Dies kön­nen wir, da wir nicht den unbe­ding­ten Erfolg suchen, son­dern auch die Spie­ler ent­wickeln wol­len. Klar, der ein oder ande­re ist den­noch unzu­frie­den mit sei­nen Ein­satz­zei­ten, das ist ab einer gewis­sen Spiel­klas­se auch nor­mal. Hier hof­fe ich ein­fach, dass alle „bei der Stan­ge blei­ben“ und die­se Sai­son wei­ter so erfolg­reich durch­zie­hen.“

Wor­auf freust du dich in der Rück­run­de?

Micha­el Hutz­ler: „Ganz ehr­lich? Zuerst ein­mal freue ich mich auf eine lan­ge Win­ter­pau­se. Das war für uns alle ein extrem kräf­te­zeh­ren­des Jahr. Von der Bezirks­li­ga bis zur Bay­ern­li­ga stei­gen die Ansprü­che extrem. Wir muss­ten zwei Jah­re hin­ter­ein­an­der ein näch­stes Level errei­chen, spie­le­risch, läu­fe­risch und auch men­tal. Momen­tan ist der Akku leer, ich mer­ke, dass die Jungs jetzt noch ein­mal die letz­ten Kräf­te mobi­li­sie­ren, aber dann ist auch irgend­wann gut. Nach einer lan­gen Win­ter­pau­se freue ich mich ein­fach dar­auf, unse­ren Weg wei­ter zu gehen. Ich freue mich dar­auf, dass ein Felix Popp dann zurück­kommt. Ich freue mich auf neue Talen­te aus dem Jugend­be­reich und ich freue mich auf die tol­le Kulis­se im Fuchs­park-Sta­di­on mit unse­ren über­ra­gen­den Fans.“

Auch wenn sich Micha­el Hutz­ler auf die Win­ter­pau­se freut: Ein Spiel steht noch zur Aus­tra­gung an. Am kom­men­den Sams­tag, 23. Novem­ber, ist der FC Ein­tracht Bam­berg bei der DJK Vil­z­ing zu Gast. Spiel­be­ginn ist um 14:00 Uhr.