Vor­trag “Organ­spen­de –Wider­spruchs­lö­sung pro und con­tra” in Forch­heim

Der­zeit wird über eine Ände­rung der gesetz­li­chen Rege­lung zur Organ- und Gewe­be­spen­de dis­ku­tiert. Zwei Gesetz­ent­wür­fe wur­den vor­ge­legt. Der erste Ent­wurf umfasst die Ein­füh­rung der soge­nann­ten dop­pel­ten Wider­spruchs­lö­sung, der zwei­te Ent­wurf die Stär­kung der Ent­schei­dungs­be­reit­schaft bei der Organ­spen­de. Bis­lang wird die Organ- und Gewe­be­spen­de in Deutsch­land über die Ent­schei­dungs­lö­sung gere­gelt.

Durch eine Geset­zes­än­de­rung soll die Zahl der Organ­spen­den erhöht und so mehr Men­schen­le­ben geret­tet wer­den. Der Trans­plan­ta­ti­ons­be­auf­trag­ter am Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz, Chef­arzt Prof. Dr. Jür­gen Gschoss­mann, begrüßt die Initia­ti­ve zur dop­pel­ten Wider­spruchs­lö­sung: „Es gibt einen so gro­ßen Man­gel an Spen­der­or­ga­nen, die wir auf die­se Wei­se Pati­en­ten zufüh­ren könn­ten, die ohne eine recht­zei­ti­ge Organ­spen­de ster­ben. Es ist trau­ri­ge Rea­li­tät, dass jedes Jahr in Deutsch­land Tau­sen­de von Pati­en­ten wegen Organ­man­gel ster­ben.“ Eine dop­pel­te Wider­spruchs­lö­sung for­de­re jeden auf, sich – unab­hän­gig von der letzt­end­li­chen per­sön­li­chen Ent­schei­dung – Gedan­ken zu die­sem wich­ti­gen The­ma machen und sich auch zu fra­gen, ob man nicht sel­ber eine Organ­spen­de in Anspruch neh­men wol­le, wenn das eige­ne Leben davon abhän­ge, so der Ärzt­li­che Direk­tor des Kli­ni­kums Gschoss­mann.

Im Rah­men der Vor­trags­rei­he der Freun­de und För­de­rer des Kli­ni­kum Forch­heim e.V. spricht Prof. Dr. Jür­gen Gschoss­mann über die Organ­spen­de und die Aus­wir­kun­gen von mög­li­chen Geset­zes­än­de­run­gen.

  • am Mon­tag, den 25. Novem­ber, um 19 Uhr
  • im Kon­fe­renz­saal des Kli­ni­kums (U 101), Kran­ken­haus­str. 10 in Forch­heim
  • Der Ein­tritt ist frei

Jeder Inter­es­sier­te ist herz­lich ein­ge­la­den.