Groß­fahn­dung nach mut­maß­li­chem Auto­dieb erfolg­reich

A9 / HUM­MEL­TAL, LKR. BAY­REUTH. Zahl­rei­che Poli­zi­sten fahn­de­ten am Diens­tag­mor­gen nach einem Mann, der zuvor auf der Auto­bahn A9 bei Hum­mel­tal einen Ver­kehrs­un­fall mit einem gestoh­le­nen Kasten­wa­gen ver­ur­sacht hat­te und anschlie­ßend geflüch­tet war. Ein­satz­kräf­te konn­ten den pol­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen wenig spä­ter fest­neh­men. Die Kri­mi­nal­po­li­zei Bay­reuth über­nahm die wei­te­ren Ermitt­lun­gen.

Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen war der Unbe­kann­te, kurz nach 7.45 Uhr, mit dem Mer­ce­des Sprin­ter mit pol­ni­schen Kenn­zei­chen auf der A9 in Rich­tung Nor­den im Bau­stel­len­be­reich unter­wegs. Dort beschä­dig­te er bei einem allein­be­tei­lig­ten Ver­kehrs­un­fall meh­re­re Bau­stel­len­ein­rich­tun­gen im Wert von rund 1.000 Euro. Danach ver­ließ der Fah­rer den Trans­por­ter und flüch­te­te zu Fuß in öst­li­cher Rich­tung. Eine Auto­fah­re­rin konn­te wich­ti­ge Hin­wei­se zum Aus­se­hen des Man­nes geben.

Poli­zei­be­am­te stell­ten kurz dar­auf fest, dass der Mer­ce­des weni­ge Stun­den zuvor in der Nähe von Stutt­gart gestoh­len wor­den war.

Tat­ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men

Ein Groß­auf­ge­bot ober­frän­ki­scher Ein­satz­kräf­ten, mit Unter­stüt­zung eines Poli­zei­hub­schrau­bers, fahn­de­te in der Fol­ge­zeit ins­be­son­de­re im Bereich Creu­ßen nach dem Mann. Gegen 9.30 Uhr konn­ten die Beam­ten den Tat­ver­däch­ti­gen in der Nähe des Gesee­ser Orts­teils Spänfleck auf­spü­ren und vor­läu­fig fest­neh­men. Per­so­nen­such­hun­de vor Ort kamen nicht mehr zum Ein­satz. Bei dem Mann han­delt es sich um einen 24 Jah­re alten pol­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen.

Meh­re­re Ver­kehrs­ver­stö­ße – Ermitt­lun­gen dau­ern an

Schnell hat­ten die Poli­zi­sten den Ver­dacht, dass der Mann unter Dro­gen­ein­fluss stand und lei­te­ten ent­spre­chen­de Maß­nah­men ein. Der Tat­ver­däch­ti­ge räum­te außer­dem ein, am Steu­er ein­ge­schla­fen zu sein. Wei­te­re Recher­chen brach­ten ans Licht, dass er nicht im Besitz einer Fahr­erlaub­nis ist. Eine Auto­fah­re­rin, die zum Unfall­zeit­punkt auf der A9 hin­ter dem Sprin­ter fuhr, muss­te auf­grund des schleu­dern­den Fahr­zeu­ges stark abbrem­sen, wodurch ihr Klein­kind im Kin­der­sitz leicht ver­letzt wur­de.

Nach den ersten Maß­nah­men über­ga­ben die Ver­kehrs­po­li­zi­sten den 24-Jäh­ri­gen an die Beam­ten des Fach­kom­mis­sa­ri­ats der Kri­po Bay­reuth, die die Ermitt­lun­gen in Zusam­men­ar­beit mit der Kri­mi­nal­po­li­zei Lud­wigs­burg fort­füh­ren.