Schleu­ser mit Fami­lie im Auto bei Plech gestoppt

A9 / PLECH, LKR. BAY­REUTH. Einen Schleu­ser mit einer tsche­tsche­ni­schen Fami­lie im Auto stopp­ten Fahn­der der Ver­kehrs­po­li­zei Bay­reuth am Mitt­woch­mor­gen auf der A9 bei Plech. Der Mann hat­te das Ehe­paar und sei­ne zwei Kin­der über Polen nach Deutsch­land gebracht. Straf­recht­li­che Ermitt­lun­gen gegen die betei­lig­ten Per­so­nen sind nun die Fol­ge.

Der sil­ber­ne BMW mit pol­ni­scher Zulas­sung geriet, gegen 9 Uhr, auf der Auto­bahn A9 Rich­tung Süden ins Visier der Beam­ten. An der Anschluss­stel­le Plech kon­trol­lier­ten die Poli­zi­sten die Insas­sen und den Wagen. Fah­rer war ein 18 Jah­re alter rus­si­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger mit Wohn­sitz in Bran­den­burg. Im Auto befand sich ein tsche­tsche­ni­sches Ehe­paar im Alter von 24 und 27 Jah­ren mit ihren ein und drei Jah­re alten Kin­dern. Im Lau­fe der Über­prü­fun­gen erhär­te­te sich der Ver­dacht, dass der jun­ge Mann die Fami­lie über Polen ins Bun­des­ge­biet ein­ge­schleust hat­te. Der Tat­ver­däch­ti­ge zeig­te eine Dul­dung vor, die auf den Auf­ent­halt in Ber­lin und Bran­den­burg beschränkt ist. Wei­ter­hin brach­ten die Fahn­der in Erfah­rung, dass der 18-Jäh­ri­ge nicht im Besitz einer Fahr­erlaub­nis ist. Die Beam­ten unter­sag­ten die Wei­ter­fahrt und stell­ten den Auto­schlüs­sel sicher.

Das Ehe­paar konn­te sich nur mit rus­si­schen Inlands­päs­sen aus­wei­sen, die nicht zum Grenz­über­tritt berech­ti­gen. Beam­te der Ope­ra­ti­ven Ergän­zungs­dien­ste Bay­reuth brach­te die ille­gal in Deutsch­land auf­häl­ti­ge Fami­lie nach Rück­spra­che mit der Aus­län­der­be­hör­de in das Anker­zen­trum nach Bam­berg. Ver­kehrs­po­li­zei und Kri­mi­nal­po­li­zei Bay­reuth ermit­teln nun gegen das Ehe­paar sowie den Schleu­ser wegen ver­schie­de­ner Ver­stö­ße gegen das Auf­ent­halts­ge­setz.