Herbst­kon­zert der FGV-Musik­schu­le in Spei­chers­dorf

In der gan­zen Band­brei­te ihres künst­le­ri­schen Niveaus und ihrer Instru­men­ten­pa­let­te prä­sen­tier­te sich am Sams­tag­abend die FGV-Musik­schu­le. Es soll­te eines der besten Kon­zer­te der letz­ten Jah­re wer­den, wie Musik­schul­lei­ter Micha­el Pöllath am Ende zufrie­den Resü­mee zog.

Schon lan­ge nicht mehr waren so vie­le Gäste der Ein­la­dung gefolgt. Die 300 Gäste fas­sen­de Fest­hal­le war bis auf den letz­ten Platz gefüllt. Sie soll­ten ihr Kom­men nicht bereu­en. Denn in 24 Ein­zel­auf­trit­ten prä­sen­tier­ten sich ein­mal mehr Soli­sten und Ensem­bles, Leh­rer und Schü­ler der Musik­schu­le sowie die Spei­chers­dor­fer Musi­kan­ten von ihrer besten Sei­te. Mit einem beein­drucken­den und abwechs­lungs­rei­chen drei­stün­di­gen Pro­gramm läu­te­te sie mit ihrem Herbst­kon­zert musi­ka­lisch die far­ben­präch­ti­ge Zeit des Jah­res ein.

35 Akteu­re von 140 Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Musik­schu­le spiel­ten auf den ver­schie­den­sten Blas‑, Streich‑, Tasten- und Schlag­in­stru­men­ten anspruchs­vol­le Wer­ke aller Epo­chen und Stil­rich­tun­gen. Mit Rebek­ka Fürst, Hart­mut Gebe­lein, Georg Gebert, Seba­sti­an Koch, Miros­lav Lis­ka, Nor­bert Lodes, Donald MacK­ay, Ulri­ke Rei­chel-Gre­ber und Lucia Stel­zer ver­fügt die Musik­schu­le über neun staat­lich geprüf­te Musik­päd­ago­gen. Das Niveau habe sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stän­dig ver­bes­sert, so Orga­ni­sa­ti­ons­lei­ter Micha­el Pöllath, der durch das Pro­gramm führ­ten.

Künst­le­risch war es vor allem der Abend der Soli­sten, dar­un­ter so man­che Pre­miè­re und so man­ches Debüt. Man­che Schü­ler ler­nen sogar zwei Instru­men­te. So der zehn­jäh­ri­ge Felix Pickert Block­flö­te bei Rebec­ca Fürst und Akkor­de­on bei Georg Gebert. Nach dem Key­board als Erst­in­stru­ment wid­met sich der 18-jäh­ri­ge Jens Küff­ner zwi­schen­zeit­lich auch dem Akkor­de­on. Zudem hat sich eine Inve­sti­ti­on der Musik­schu­le im Janu­ar 2019 schon jetzt voll aus­be­zahlt, wie an die­sem Abend mehr als deut­lich wur­de. Denn die neu ange­schaff­te Tuba erlernt Con­stan­tin Hei­mann bei Nor­bert Lodes. Und das nicht nur zur Freu­de sei­nes Lehr­mei­sters, der mit dem der Zehn­jäh­ri­gen das Tra­di­tio­nal „ALOU­ET­TE” ein­stu­diert hat­te. Auch hat die FGV-Musik­schu­le eine Rei­he von Trä­gern der Lei­stungs­ab­zei­chen des Nord­baye­ri­schen Musik­bun­des in ihren Rei­hen. Auf der Trom­pe­te hat­te Julia Hei­mann 2018 nach vier Jah­ren flei­ßi­gen Übens und Ler­nens das Bron­ze­ne Abzei­chen abge­legt. In ihrem fünf­ten Jahr zeig­te sie beim „Diver­ti­men­to, 1. Satz „Lar­go“ von J. Fia­la, wel­che gro­ße Fort­schrit­te die Zwölf­jäh­ri­ge macht.

Aber auch sonst war vom Kla­ri­net­ten-Solo und das Schlag­zeug-Duo über ein Akkor­de­on-Trio bis zum neun­köp­fi­gen Vio­li­nen Ensem­ble alles dabei. Aus­hän­ge­schild und Zug­pferd aber sind und blei­ben die Spei­chers­dor­fer Musi­kan­ten unter Lei­tung von Nor­bert Lodes. Mit dem beschwing­ten „Mars der MEDI­CI” von J. Wichers eröff­ne­ten sie den musi­ka­li­schen Rei­gen des Abends. Als die orche­stra­len Mei­len­stei­ne des Pro­gramms lie­ßen sie das von Kurt Gäb­le mit viel melo­di­schen Varia­tio­nen ver­zier­te „Rosa­mun­de”, „The sound of silence” von J. L. Hos­ay erklin­gen. Den Titel­me­lo­dien des James Bond 2011 „SKY­FALL” von J. Bocook, des Dschun­gel­buchs und “The bare neses­si­ties” von Paul Mur­tha gaben die Soli der Nach­wuchs­künst­ler an der Tuba (Con­stan­tin Hei­mann), Trom­pe­te (Julia Hei­mann), Schlag­zeug (Sven Küff­ner), Key­board (Jens Küff­ner), Flö­te (Vik­to­ria Krä­mer) und Eupho­ni­um (Seba­sti­an Kopp) eine beson­de­re klang­li­che Wür­ze. Das I‑Tüpfelchen des Abends war schließ­lich zum krö­nen­den Abschluss das Med­ly „Frank Sina­tra Clas­sics”, arran­giert von S. Schwalg.

Den musi­ka­li­schen Rei­gen eröff­ne­te an der Trom­pe­te Joscha Mül­ler mit dem Tra­di­tio­nal „Clown Tanz“. Block­flö­te ler­nen Mare­sa Jehring von Miros­lav Lis­ka und Felix Pickert bei Rebec­ca Fürst. Dass die Sie­ben­jäh­ri­ge nach zwölf Mona­ten schon die “Gavot­te“ von G. Mar­ti­ni und der der Zehn­jäh­ri­ge im zwei­ten Jahr schon „After­glow“ und „Rush­hour aus US mini pic­tures“ von D. Hell­mann beherrsch­ten, brach­te bei­den viel Applaus ein. Am Wald­horn prä­sen­tier­te sich Sophia Reichl mit dem Tra­di­tio­nal „Der trau­ri­ge Clown“. An der Gitar­re inter­pre­tier­te Lau­rin Schmidt „Pira­tes of the Car­ri­bie­an“ von H. Zim­mer. Der Kla­ri­net­te wid­met sich seit zwei Jah­ren Emma Brehm. Die Neun­jäh­ri­ge aus Wei­den­berg hat­te den Klas­si­ker „Tiri­tom­ba” mit­ger­acht. Zu den Natur­ta­len­ten gehört Vik­to­ria Krä­mer. Seit ihrem vier­ten Lebens­jahr lernt sie in der Musik­schu­le. Mit der Quer­flö­te ist sie zwi­schen­zeit­lich Teil des Orche­sters. Am Abend war sie am Kla­vier mit „Star­light” von D. Hell­mann zu hören. Aber auch Corin­na Sche­rer, die von Hart­mut Gebe­lein am Kla­vier unter­rich­tet wird und mit „King of the road” von R. Mil­ler dabei war. Nach dem Solo­auf­tritt an der Vio­li­ne von Dani­el Fries („Hun­ga­ri­an Stamp”) und Sophia Marie Lehn­beu­ter („Sum­mer Bree­ze“ von K. & H. Col­ledge) krön­ten das neun­köp­fi­ge Strei­cher-Ensem­ble den Strei­cher­auf­tritt mit „Nan­cy Mul­ligan“ von E. Sheeran und „Rosie Bheag Roi­se Moiré´s“ von F. Mooney. Die Akkor­de­on­schu­le wird geführt von Georg Gebert. Im Trio mit Lucia Dörig und Eli­as Brehm wur­de das Tra­di­tio­nal „Schwä­bi­scher Länd­ler” vor­ge­tra­gen. Im Duo mit Jens Küff­ner das „RUE LA ROSE“ von O. Eckel­mann. Das acht­köp­fi­ge Akkor­de­on-Ensem­ble run­de­te mit dem klang­li­chen Ohren­schmaus „Roman­ze “ G. Svi­ri­dov und „Rock around the clock“ von J. Dra­e­ger einen viel beklatsch­ten Abend ab.