Abschied von Prälat Herbert Hauf

Erzbischof Ludwig Schick bei Requiem im Dom: „Bescheidenheit und Stille zeichneten ihn aus“

Requiem im Bamberger Dom. Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Dominik Schreiner

Requiem im Bamberger Dom. Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Dominik Schreiner

Mit einem Requiem im voll besetzten Dom hat das Erzbistum Bamberg am Montag Abschied genommen vom früheren Domdekan und langjährigen Finanzdirektor Prälat Herbert Hauf. Erzbischof Ludwig Schick würdigte in seiner Predigt die Verdienste des Verstorbenen, der seine zahlreichen Aufgaben und Ämter immer in aller Bescheidenheit still und unauffällig erfüllt habe. Dies sei die Frucht seiner Spiritualität und seines geistigen Mühens gewesen, so der Erzbischof. Prälat Hauf war am 15. Oktober im Alter von 78 Jahren in Bamberg gestorben.

Hauf habe um seine Person nie großes Aufhebens gemacht und sei für seine Ruhe und Wortkargheit bekannt gewesen. Seine Drei-Zeilen-Antworten seien während seiner Dienstzeit im Ordinariat schon sprichwörtlich gewesen. Auch bei seinen Besuchen im Walburgisheim habe Hauf auf die Frage, wie es ihm gehe, immer nur „zufrieden“ geantwortet. Schick erinnerte auch an das Wirken Haufs als Religionslehrer an verschiedenen Schulen Bambergs und seine spätere Tätigkeit als Leiter der Schulabteilung im Ordinariat.

Herbert Hauf wurde am 8. August 1941 in Nürnberg geboren. Am 6. März 1966 wurde er zum Priester geweiht, 1984 ins Domkapitel gewählt. Ab 1996 war Hauf Stellvertreter des Generalvikars und Erzbischöflicher Finanzdirektor. Seit 2005 leitete er die Hauptabteilung Finanzen und Vermögen. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1993 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. 2006 wurde er zum Domdekan gewählt. Im September 2011 trat Prälat Hauf in den Ruhestand.

Nach dem Requiem wurde der Verstorbene auf dem Domherrenfriedhof im Kreuzgarten des Doms beigesetzt.