MdL Ursu­la Sowa: “Mini­ster Aiwan­ger hat der Regi­on beim mas­si­ven Stel­len­ab­bau in der Auto­mo­bil­bran­che wenig zu bie­ten”

Zukunft der Auto­mo­bil­bran­che in der Regi­on Bam­berg: OB und Land­rat wir­beln mit hei­ßer Luft aus Mün­chen

Ursula Sowa

Ursu­la Sowa

Was tut die Poli­tik, wäh­rend die Auto­mo­bil­bran­che eine Stel­len­ab­bau-Maß­nah­me nach der ande­ren ver­kün­det? Das woll­te die Bam­ber­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ursu­la Sowa (Bünd­nis 90/​Die Grü­nen) von der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung genau wis­sen. In einer Anfra­ge zum Ple­num nahm sie Bezug auf ein Schrei­ben von Staats­m­ni­ster Aiwan­ger an den Bam­ber­ger Ober­bür­ger­mei­ster und den Bam­ber­ger Land­rat. Anlass für den Brief­ver­kehr war die zum Janu­ar 2021 bevor­ste­hen­de Schlie­ßung des Miche­lin-Werks in Hall­stadt, zu der sich nun mit dem ange­kün­dig­ten Stel­len­ab­bau bei Bro­se eine neue wenig über­ra­schen­de Hiobs-Bot­schaft hin­zu­ge­sellt.

Von “kon­kre­ten Pro­jekt­ideen” war in Aiwan­gers Schrei­ben die Rede, eben­so von Maß­nah­men aus dem im Juni 2018 unter­zeich­ne­ten “Pakt zur Zukunft der Fahr­zeug­indu­strie in Bay­ern”. Doch Sowa ist von der Ant­wort aus Mün­chen ent­täuscht: “Kei­ne ein­zi­ge kon­kre­te Maß­nah­me, kein ein­zi­ges greif­ba­res Pro­jekt wer­den genannt. Die Staats­re­gie­rung macht es sich auf unver­bind­li­chen All­ge­mein­plät­zen wie Regio­nal­för­de­rung, Stand­ort­stär­kung und Unter­stüt­zung für klei­ne und mitt­le­re Betrie­be bequem.”

Auf die aku­te Kri­se in Bam­berg wer­de nur mit illu­stren Gesprächs­run­den reagiert, die man künf­tig initi­ie­ren will, kri­ti­siert Sowa. “Die­se Run­den tau­gen dann vor allem für öffent­lich­keits­wirk­sa­me Fotos im Wahl­kampf für Ober­bür­ger­mei­ster und Land­rat, aber kon­kre­te Ergeb­nis­se ver­spre­chen sie eher nicht. Bis jetzt bla­sen die Poli­ti­ker in den ver­ant­wort­li­chen Posi­tio­nen vor allem hei­ße Luft in die Kri­sen­at­mo­sphä­re.“ Sowa for­dert, dass nun tat­säch­lich kon­kre­te Vor­schlä­ge auf­ge­zeigt wer­den und IHK sowie HWK mit ein­ge­bun­den wer­den.