Kul­tur im Kli­ni­kum Bay­reuth: Ver­nis­sa­ge und Aus­stel­lung Doris Bocka – “Inne­wer­den”, Pig­men­te und Hai­ku

Doris Bocka, "Versunkene Zeit"

Doris Bocka, “Ver­sun­ke­ne Zeit”

Unter dem Titel „Inne­wer­den“ prä­sen­tiert die Künst­le­rin in der Rei­he ‚Kul­tur im Kli­ni­kum‘ eine Aus­wahl ihrer abstrak­ten Arbei­ten aus den letz­ten Jah­ren. Die­se kom­bi­niert sie ger­ne mit Hai­ku – einer tra­di­tio­nel­len japa­ni­schen Gedicht­form, die heu­te welt­weit ver­brei­tet ist. Japa­ni­sche Hai­ku bestehen mei­stens aus drei Wort­grup­pen von fünf – sie­ben – fünf Laut­ein­hei­ten. Hai­ku gel­ten als kür­ze­ste Gedicht­form der Welt. Ver­nis­sa­ge am Sonn­tag, 20. Okto­ber, um 11 Uhr. Die Aus­stel­lung wird bis Mit­te Janu­ar im Kli­ni­kum Bay­reuth, Preu­schwit­zer Stra­ße 101, auf Ebe­ne 0 zu sehen sein.

Die Bil­der von Doris Bocka zeich­nen sich durch eine zurück­hal­ten­de Far­big­keit und kon­zen­trie­ren­de Umset­zung aus. Beim Ent­ste­hungs­pro­zess vom Motiv über das The­ma zum Bild hält die Male­rin immer wie­der inne, spürt Stim­mun­gen nach und akzen­tu­iert Details. Die Kom­po­si­ti­on ent­steht dabei nicht zufäl­lig. Die far­bi­gen Flä­chen wer­den in ein­zel­nen Schich­ten immer wie­der abge­tra­gen, weg­ge­wischt, neu ange­legt, so dass mehr als eine Bild­ebe­ne ent­ste­hen kann. Zeich­ne­ri­sche Ele­men­te geben dem Gan­zen eine dis­kre­te Struk­tur.

Am Ende des bild­ne­ri­schen Schaf­fens­pro­zes­ses ver­knüpft Doris Bocka ihre Wer­ke mit Hai­ku. Dabei kon­zen­triert sie sich eben­so wie beim Malen auf das Wesent­li­che, bedient sich einer redu­zier­ten Spra­che mit neu­en Wort­schöp­fun­gen. So möch­te sie Sehn­süch­ten nach­spü­ren und das Unver­kenn­ba­re dar­in fin­den – für den Betrach­ter besteht trotz­dem die Mög­lich­keit eines per­sön­li­chen Zugangs und einer indi­vi­du­el­len Inter­pre­ta­ti­on.

Vita:

Doris Bocka malt, schreibt, tanzt und lacht in Bind­lach. Dabei hört sie bevor­zugt argen­ti­ni­sche Tan­go­mu­sik, zu der sie auch lei­den­schaft­lich ger­ne tanzt. Im Rah­men ihres Lehr­amts­stu­di­ums beleg­te sie Kunst­se­mi­na­re an den Uni­ver­si­tä­ten Bam­berg und Bay­reuth. Es folg­ten Jah­re im Schul­dienst und an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth als aka­de­mi­sche Rätin. Sie fand 2008 wie­der inten­si­ven Zugang zur Kunst, da sie in Pro­jek­ten arbei­te­te, deren Ziel es war, Mathe­ma­tik und Kunst zu ver­bin­den – unter ande­rem das Pro­jekt „Alles ist Zahl!“ an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth und die „Kon­kre­te Kunst Kiste“ im Kunst­mu­se­um Bay­reuth.

Seit 2015 kon­zen­triert sich Doris Bocka auf ihr eige­nes Schaf­fen und bil­det sich vor allem male­risch kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Sie nimmt an Aka­de­mie­se­mi­na­ren und Künst­ler­sym­po­si­en und Deutsch­land und Öster­reich teil. Sie ist Mit­glied im Bund Frän­ki­scher Künst­ler, sowie in den Kunst­ver­ei­nen Bay­reuth und Kulm­bach. Ihre Wer­ke waren bis­her in Ein­zel­aus­stel­lun­gen in Bay­reuth und Kulm­bach zu sehen, sowie bei Aus­stel­lungs­be­tei­li­gun­gen beim Bund Frän­ki­scher Künst­ler, bei den Kunst­ver­ei­nen Bay­reuth und Kulm­bach, sowie im Archi­tek­tur­haus Kärnten/​Österreich.