Dunk­le Jah­res­zeit birgt Gefah­ren im Stra­ßen­ver­kehr

OBER­FRAN­KEN. Die jetzt begin­nen­de, dunk­le Jah­res­zeit birgt erhöh­te Gefah­ren im Stra­ßen­ver­kehr. Ins­be­son­de­re zum Schutz von Fuß­gän­gern und Zwei­rad­fah­rern ist ab sofort erhöh­te Auf­merk­sam­keit gefragt. Ver­min­der­te Erkenn­bar­keit die­ser Ver­kehrs­teil­neh­mer, aber auch eine ver­än­der­te Fahr­bahn­be­schaf­fen­heit durch Laub, Regen, Reif­glät­te oder Schnee stel­len ernst­zu­neh­men­de Unfall­ri­si­ken dar.

Immer wie­der kommt es zu gefähr­li­chen Ver­kehrs­si­tua­tio­nen und Unfäl­len auf­grund der schlech­ten Erkenn­bar­keit von Fuß­gän­gern oder Fahr­rad­fah­rern, ins­be­son­de­re bei ein­set­zen­der Däm­me­rung, schlech­ter Sicht durch Nebel und Regen oder in der Dun­kel­heit.

Im den Mona­ten Okto­ber und Novem­ber 2018 ereig­ne­ten sich ober­fran­ken­weit bei Däm­me­rung und Dun­kel­heit ins­ge­samt 19 Ver­kehrs­un­fäl­le mit Fuß­gän­gern, sechs Men­schen wur­den dabei schwer ver­letzt. Eine Per­son erlitt dabei töd­li­che Ver­let­zun­gen. Im glei­chem Zeit­raum kam es in der Däm­me­rung und bei Dun­kel­heit zu 27 Ver­kehrs­un­fäl­len mit Fahr­rad­fah­rern. Dabei wur­den 23 Per­so­nen ver­letzt, vier von ihnen schwer.

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei appel­liert an alle Ver­kehrs­teil­neh­mer: Befas­sen Sie sich mit den Aus­wir­kun­gen der ein­ge­schränk­ten Licht‑, Wetter‑, und Stra­ßen­ver­hält­nis­se.

Pas­sen Sie Ihr Ver­hal­ten an und sei­nen Sie auf­merk­sam!

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei gibt dazu fol­gen­den Ver­hal­tens­tipps:

Opti­sche Auf­fäl­lig­keit für bes­se­re Erkenn­bar­keit

Schlech­te Erkenn­bar­keit von Fuß­gän­gern und Fahr­rad­fah­ren führt immer wie­der zu gefähr­li­chen Ver­kehrs­si­tua­tio­nen, ins­be­son­de­re bei Dun­kel­heit oder ver­min­der­ter Sicht auf­grund Nebels oder Regen. So sind Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer bei Däm­me­rung nur noch schlecht zu erken­nen. Bei Dun­kel­heit sind sie ab einer Ent­fer­nung von etwa 25 Metern kaum noch wahr­zu­neh­men.

Durch hel­le und farb­lich auf­fäl­li­ge Klei­dung kön­nen Sie selbst einen Bei­trag zu Ihrer Sicher­heit lei­sten. Reflek­tie­ren­de Mate­ria­li­en oder Acces­soires, bei­spiels­wei­se an Jacken oder Taschen, erhö­hen die Sicht­bar­keit auch schon aus grö­ße­rer Ent­fer­nung deut­lich.

Gegen schlech­te Sicht­ver­hält­nis­se – Abblend­licht anschal­ten und Schei­ben frei­ma­chen

Auto­fah­rer soll­ten in der jetzt dunk­len Jah­res­zeit früh­zei­tig das Abblend­licht ein­schal­ten. Das Tag­fahr­licht reicht oft­mals nicht mehr aus, zudem ist bei die­ser Licht­ein­stel­lung das Fahr­zeug hin­ten unbe­leuch­tet. Bei Sicht­wei­ten unter 50 Metern soll­ten Sie die Nebel­schluss­leuch­te in Betrieb neh­men. Ver­ges­sen Sie aber das Aus­schal­ten bei Sicht­wei­ten dar­über nicht, um nie­man­den durch die star­ke Blend­wir­kung die­ser Leuch­ten zu gefähr­den. Über­prü­fen Sie gene­rell gera­de jetzt alle Beleuch­tungs­ein­rich­tun­gen an Ihrem Fahr­zeug und nut­zen Sie die zahl­rei­chen Ange­bo­te der Werk­stät­ten im Rah­men der Beleuch­tungs­wo­chen. Sau­be­re und eis­freie Schei­ben sor­gen für einen kla­ren Durch­blick. Küm­mern Sie sich recht­zei­tig um das Auf­fül­len der Schei­ben­wasch­an­la­ge mit dem nöti­gen Frost­schutz. Ent­fer­nen Sie vor dem Los­fah­ren gege­be­nen­falls Eis, Reif oder feuch­tes Laub von allen Schei­ben und geben Sie sich auf kei­nen Fall nur mit klei­nen „Guck­lö­chern“ zufrie­den. Die somit erheb­lich ein­ge­schränk­te Sicht kann fata­le Unfall­fol­gen nach sich zie­hen. Eis­krat­zer und ein Hand­be­sen soll­ten jeder­zeit griff­be­reit im Fahr­zeug sein. Bei beschla­ge­nen Schei­ben kann eine gut funk­tio­nie­ren­de Kli­ma­an­la­ge, die der Innen­luft die Feuch­tig­keit ent­zieht, schnell Abhil­fe schaf­fen.

Stra­ßen­ver­hält­nis­se kön­nen sich rasch ändern

Den­ken Sie gera­de in der Über­gangs­pha­se dar­an, dass sich die Fahr­bahn­ver­hält­nis­se rasch ändern kön­nen. Auf mit Laub bedeck­ten Fahr­bah­nen, bei Näs­se, Frost und Schnee steigt der Brems­weg teil­wei­se erheb­lich und die Boden­haf­tung in Bereich von Kur­ven nimmt deut­lich ab. Um hier gefähr­li­che Situa­tio­nen zu ver­mei­den, soll­ten Sie Ihre Geschwin­dig­keit bei schlech­ten Stra­ßen­ver­hält­nis­sen unbe­dingt anpas­sen. Auch der Sicher­heits­ab­stand zum vor­aus­fah­ren­den Fahr­zeug soll­te ent­spre­chend ange­passt wer­den. Pla­nen Sie für Ihre Fahr­ten grund­sätz­lich etwas mehr Zeit ein, so dass Sie gar nicht erst in Zeit­druck gera­ten.

Rei­fen­pro­fil­tie­fe reicht nicht immer aus

Über­prü­fen Sie regel­mä­ßig die Rei­fen Ihres Fahr­zeugs und ach­ten Sie dabei auf aus­rei­chen­de Rei­fen­pro­fil­tie­fe. Die vom Gesetz­ge­ber vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­pro­fil­tie­fe von 1,6 Mil­li­me­tern soll­ten Sie hier aber nicht aus­rei­zen. Bereits ab einer Pro­fil­tie­fe von weni­ger als 4 Mil­li­me­tern beginnt die Haf­tung des Mate­ri­als auf nas­ser Fahr­bahn deut­lich abzu­neh­men. Wer kei­nen Pro­fil­tie­fen­mes­ser zur Hand hat, kann mit dem Sil­ber­rand einer Zwei-Euro-Mün­ze (ent­spricht drei Mil­li­me­tern) Klar­heit über die Pro­fil­tie­fe bekom­men. Pla­nen Sie zudem recht­zei­tig den Wech­sel auf Ihre Win­ter­rei­fen, war­ten Sie nicht bis zum ersten Schnee­fall oder Glatt­eis. So ver­mei­den Sie auch län­ge­re War­te­zei­ten bei den Werk­stät­ten und Rei­fen­händ­lern.

Jeder ein­zel­ne Ver­kehrs­teil­neh­mer kann mit bedach­tem Ver­hal­ten, einer umsich­ti­gen Fahr­wei­se sowie einem gut aus­ge­rü­ste­ten Fahr­zeug einen wich­ti­gen Bei­trag zur Ver­mei­dung von Ver­kehrs­un­fäl­len lei­sten und damit wesent­lich zur Ver­kehrs­si­cher­heit bei­tra­gen.

Ihre Ober­frän­ki­sche Poli­zei wünscht Ihnen stets eine gute und siche­re Fahrt!