2000 Stimmen für das Bürgerbegehren „Rettet das Vordere Wiesenttal“

Aktionsbündnis erreicht die erforderliche Anzahl an Unterschriften

Foto: Georg Schütz

Mit dem Slogan „Rettet das Vordere Wiesenttal“ startete das Aktionsbündnis Pro Wiesenttal, ein Bündnis von BIWO, den Grünen in Stadt und Landkreis Forchheim und dem Bund Naturschutz Kreis- und Ortsgruppe Forchheim im August ein Bürgerbegehren gegen die Ansiedelung der BAYWA am Kersbacher Kreisel in unmittelbarer Nachbarschaft von Sigritzau. Neben der Versiegelung von mehreren Hektaren Fläche sieht die Planung den Bau einer Tankstelle und von Vorratssilos vor. Es werden wassergefährdende Stoffe gelagert und gehandelt.

Die Erhaltung des dörflich geprägten Landschaftsbildes mit der Fernwirkung auf das Walberla, die Nähe zur Wasserschutzzone und die drohende Vernichtung von Lebensraum und landwirtschaftlicher Flächen sind Argumente, die vom Aktionsbündnis ins Feld geführt werden. Aus der Politik war zu erfahren, dass die Ansiedelung der BAYWA erst der Anfang der Gewerbeansiedelung am Kersbacher Kreisel sein soll.

War anfangs der Erfolg des Protestes nicht unbedingt vorauszusehen und die Entscheidung für den Standort so gut wie gefallen, so mehrten sich mit dem Verlauf des Bürgerbegehrens die Zeichen, dass der Stadtrat Forchheims einer Alternativfläche den Vorzug geben möchte. Dies ist bereits ein großer Erfolg des Aktionsbündnisses und seiner Mitglieder. Unabhängig davon werden in der kommenden Woche die Unterschriften eingereicht, die ausreichend sind, um eine baldige Entscheidung über den Standort Sigritzau für die BAYWA im Stadtrat herbeizuführen. Entscheidet sich dieser für den Standort und verwirft die Alternativen, so entscheiden die Bürger über diese Frage in Form eines Bürgerentscheids.

Dr. Ulrich Buchholz