Öko­lo­gi­sche Vor­rang­flä­chen: Frei­ga­be zur Fut­ter­nut­zung

Wegen der nach wie vor anhal­ten­den Trocken­heit in vie­len Regio­nen Bay­erns kann in beson­ders betrof­fe­nen Gebie­ten jetzt der Auf­wuchs auf Öko­lo­gi­schen Vor­rang­flä­chen (ÖVF) mit Zwi­schen­früch­ten und Unter­saa­ten für Fut­ter­zwecke in der Tier­hal­tung genutzt wer­den. Damit soll die aktu­el­le Fut­ter­not in vie­len Betrie­ben gelin­dert wer­den. Wie das Land­wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um in Mün­chen mit­teil­te, tritt die Rege­lung zum mor­gi­gen Sams­tag, 28. Sep­tem­ber, in Kraft. Sie gilt in den Regie­rungs­be­zir­ken Ober‑, Unter‑, Mit­tel­fran­ken und der Ober­pfalz sowie in den Land­krei­sen und Städ­ten Regen, Frey­ung-Gra­fen­au, Eich­stätt, Donau-Ries, Ingol­stadt, Kel­heim, Deg­gen­dorf, Din­gol­fing-Land­au, Strau­bing, Strau­bing-Bogen, Rot­tal-Inn, Pas­sau, Neu­burg-Schro­ben­hau­sen und Mühl­dorf.

Die Land­wir­te in die­sen Gebie­ten benö­ti­gen zur Fut­ter­nut­zung der ÖVF-Zwi­schen­früch­te und ‑Unter­saa­ten weder eine Geneh­mi­gung noch eine Anzei­ge. Zuläs­sig ist auch die Fut­ter­nut­zung im Rah­men der Nach­bar­schafts­hil­fe, bei­spiels­wei­se zwi­schen Acker­bau- und Fut­ter­bau­be­trie­ben. Alle wei­te­ren Auf­la­gen – etwa dass bei der ÖVF-Zwi­schen­frucht eine Saat­gut­mi­schung aus min­de­stens zwei zuge­las­se­nen Arten ver­wen­det wird oder die ver­blei­ben­den Stop­pel bis 15. Janu­ar des Fol­ge­jah­res auf der Flä­che blei­ben müs­sen – blei­ben unver­än­dert bestehen.