Brei­te Soli­da­ri­tät mit den Hall­städ­ter Miche­lin-Mit­ar­bei­tern

Land­rat Johann Kalb ver­si­chert den Füh­rungs­kräf­ten die Unter­stüt­zung der öffent­li­chen Hand

Nach der Ankün­di­gung von Miche­lin, die Pro­duk­ti­on in Hall­stadt Anfang 2021 ein­zu­stel­len, hat Land­rat Johann Kalb am Don­ners­tag­vor­mit­tag den rund drei Dut­zend Füh­rungs­kräf­ten des Wer­kes auf Ein­la­dung der Werk­lei­tung sei­ne unein­ge­schränk­te Unter­stüt­zung zuge­sagt. „Wir wol­len, dass jede Mit­ar­bei­te­rin, jeder Mit­ar­bei­ter, jeder Aus­zu­bil­den­de auch in Zukunft hier in der Regi­on Beschäf­ti­gung fin­det.“ Dabei stimm­te es ihn sehr zuver­sicht­lich, dass sein Wer­ben um Unter­stüt­zung am Mitt­woch auf brei­ter Basis auf offe­ne Ohren stieß. „Ich spü­re bei der Staats­re­gie­rung, bei unse­ren Abge­ord­ne­ten, bei der Agen­tur für Arbeit und bei den Men­schen im gesam­ten Kreis eine sehr gro­ße Soli­da­ri­tät mit den Miche­lin-Beschäf­tig­ten und ihren Fami­li­en. Und ich spü­re die Bereit­schaft, zu hel­fen.“

Der Land­kreis­chef schil­der­te sei­ne Initia­ti­ve, eine Task For­ce ein­zu­set­zen. Dann wer­den Betriebs­rat, Unter­neh­men, Agen­tur für Arbeit, Ver­tre­ter der Wirt­schaft der Regi­on und Poli­tik im Land­rats­amt am Tisch sit­zen. „Höch­ste Prio­ri­tät hat dabei Beschäf­ti­gung für jeden ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter“, so Kalb. Dabei spie­le natür­lich auch eine Rol­le, wel­ches Kon­zept für das Are­al in Hall­stadt ent­wickelt wer­de. „Auch hier wird sich die Poli­tik ein­brin­gen“.

Cyril­le Beau, Chef Admi­ni­stra­ti­on Offi­cer für Euro­pa Nord von Miche­lin, dank­te dem Land­rat für die Initia­ti­ve, die exter­ne Unter­stüt­zung für die Miche­lin Beschäf­tig­ten zu koor­di­nie­ren. „Wir sind sehr dank­bar dafür, dass wir in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on auf ihre Hil­fe bau­en dür­fen.“

Für die Stadt Hall­stadt sicher­te Bür­ger­mei­ster Tho­mas Söder zu, dass die Poli­tik alles tun wer­de, um Arbeits­plät­ze vor Ort zu erhal­ten. Dies ver­lan­ge einen Schul­ter­schluss aller.

„Wir sind geschockt.“ – Auf die­sen kur­zen Nen­ner brach­te Betriebs­rats­vor­sit­zen­der Josef Mor­gen­roth die Stim­mung in der Beleg­schaft. Man müs­se sich zunächst sam­meln, bevor man sich posi­tio­nie­ren wer­de.