25 Jah­re Baye­ri­sches Braue­rei­mu­se­um in Kulm­bach

Fest­akt mit Staats­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber und zahl­rei­chen Ehren­gä­sten aus Poli­tik, Wirt­schaft, Hand­werk, Wis­sen­schaft, Leh­re und For­schung, Kir­che, Kul­tur und Tou­ris­mus

Markus Stodden, Sprecher des Vorstands Kulmbacher Brauerei AG und stellvertrd. Vorstand des Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., Stefan Soiné, Vorsitzender des Vorstands des Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., Michaela Kaniber, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Sigrid Daum, ehemalige Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V..

Mar­kus Stod­den, Spre­cher des Vor­stands Kulm­ba­cher Braue­rei AG und stell­ver­trd. Vor­stand des Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof e. V., Ste­fan Soi­né, Vor­sit­zen­der des Vor­stands des Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof e. V., Michae­la Kani­ber, Baye­ri­sche Staats­mi­ni­ste­rin für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten und Sig­rid Daum, ehe­ma­li­ge Geschäfts­füh­re­rin der Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof e. V..

Im Sep­tem­ber 1994 öff­ne­te das Baye­ri­sche Braue­rei­mu­se­um im Kulm­ba­cher Mönchs­hof sei­ne Tore. Heu­te – nach 25 Jah­ren – nahm die Baye­ri­sche Staats­mi­ni­ste­rin für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten Michae­la Kani­ber dies zum Anlass, in ihrer Fest­re­de auf die Bedeu­tung des Muse­ums und sei­ner „Geschwi­ster“ für Ober­fran­ken und Bay­ern ein­zu­ge­hen. Denn neben dem Baye­ri­schen Braue­rei­mu­se­um sind im Kulm­ba­cher Mönchs­hof auch das Baye­ri­sche Bäcke­rei­mu­se­um, das Deut­sche Gewürz­mu­se­um und das MUPÄZ – das Muse­ums­päd­ago­gi­sche Zen­trum behei­ma­tet. Sie gel­ten als das kul­tur­hi­sto­ri­sche Schau­fen­ster der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken.

Ver­eins­vor­sit­zen­der Ste­fan Soi­né begrüß­te zunächst alle Ehren­gä­ste und dank­te für deren zahl­rei­ches Kom­men: „Ohne Sie als För­de­rer, treue Weg­be­glei­ter, Freun­de und Mit­ar­bei­ter stün­den die Muse­en heu­te nicht so da.“ Beson­ders der Kulm­ba­cher Braue­rei – und hier nament­lich dem Spre­cher des Vor­stands Mar­kus Stod­den als Ver­tre­ter – sprach er sei­nen Dank für die jahr­zehn­te­lan­ge, ste­te För­de­rung der Kul­tur­ar­beit im Mönchs­hof aus: „Sie zei­gen auf die­se Wei­se ein­drück­lich, dass Ihnen das Kul­tur­gut Bier und der bewuss­te Umgang damit wirk­lich sehr am Her­zen lie­gen. Dies ist nicht selbst­ver­ständ­lich.“

Mar­kus Stod­den bekräf­tig­te anläss­lich der Jubi­lä­ums­fei­er­lich­kei­ten: „Der Kulm­ba­cher Mönchs­hof gilt als kul­tur­hi­sto­ri­sches Schau­fen­ster des Lebens­mit­tel­stand­or­tes Kulm­bach und der baye­ri­schen Nah­rungs­mit­tel­kul­tur. Hier erle­ben Besu­cher Bier als Kul­tur­gut und Genuss­mit­tel haut­nah. Uns als Tra­di­ti­ons­braue­rei ist es eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, die Tra­di­ti­on des Brau­ens und der Bier­kul­tur zu för­dern. Des­we­gen unter­stüt­zen wir das Baye­ri­sche Braue­rei­mu­se­um auch seit Anfang an.“

Die Staats­mi­ni­ste­rin erklär­te vor den zahl­reich erschie­nen gela­de­nen Gästen: „Sehr ger­ne bin ich heu­te nach Kulm­bach gekom­men, um mit Ihnen die­ses schö­ne Jubi­lä­um zu fei­ern.“ Sie bedank­te sich bei allen am Auf­bau betei­lig­ten Per­so­nen für ihren uner­müd­li­chen Ein­satz, ins­be­son­de­re den „Eltern“ des Muse­ums, Sig­rid Daum und Bern­hard Sauer­mann.

Per­fek­ter Stand­ort im Bier­land Ober­fran­ken

„Kei­ne Regi­on eig­net sich für ein Baye­ri­sches Braue­rei­mu­se­um bes­ser als Ober­fran­ken – nir­gend­wo sonst gibt es eine der­art aus­ge­präg­te Bier­kul­tur“, beton­te Kani­ber. Ober­fran­ken sei nicht nur Hei­mat von 1.000 ver­schie­de­nen Bier­sor­ten, son­dern wei­se mit mehr als 260 Braue­rei­en auch die höch­ste Braue­rei­dich­te der Welt auf.

UNESCO-Aus­zeich­nung „Gutes Pra­xis­bei­spiel“

Dabei pas­se der Genus­sort Kulm­bach mit­ten im Her­zen der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken bestens als Stand­ort für die­ses Muse­um. „Der Kulm­ba­cher Mönchs­hof ist mit sei­nen Muse­en und Ein­rich­tun­gen ein ganz beson­de­res Aus­hän­ge­schild und ein wich­ti­ges Schau­fen­ster baye­ri­scher Ernäh­rungs­kul­tur“, lob­te die Staats­mi­ni­ste­rin in ihrer Fest­re­de. Auch die Aus­zeich­nung der Muse­en durch die Auf­nah­me der UNESCO im Jahr 2015 in das bun­des­wei­te Ver­zeich­nis „Guter Pra­xis­bei­spie­le zum Erhalt des imma­te­ri­el­len Welt­erbes“ „ist ein Beweis für deren Bedeu­tung“, erklär­te Kani­ber.

Das Baye­ri­sche Braue­rei­mu­se­um – ein Besu­cher­ma­gnet

Bezirks­tags­prä­si­dent und Ober­bür­ger­mei­ster der Stadt Kulm­bach, Hen­ry Schramm, gra­tu­lier­te: „Das Baye­ri­sche Braue­rei­mu­se­um ist ein Aus­hän­ge­schild der Bier­stadt Kulm­bach – das kann ich ohne Über­trei­bung sagen!“ Beson­de­res Lob gab es von Hen­ry Schramm für die Akti­vi­tä­ten des Muse­ums, das immer wie­der ein reich­hal­ti­ges Pro­gramm für Besu­cher­grup­pen, Ein­hei­mi­sche und Tou­ri­sten bie­te. „Das Baye­ri­sche Braue­rei­mu­se­um ist eine Erfolgs­ge­schich­te, ein Glanz­stück in der so viel­fäl­ti­gen Muse­ums­land­schaft Ober­fran­kens und ein Besu­cher­ma­gnet in unse­rer Bier- und Genuss­re­gi­on“, schwärm­te Hen­ry Schramm.

Eine Rari­tät: Jubi­lä­ums­bier mit beson­de­rem Jubi­lä­ums­eti­kett

Auch der Kulm­ba­cher Land­rat Klaus Peter Söll­ner über­brach­te sei­ne Glück­wün­sche und bekräf­tig­te sei­ne Unter­stüt­zung im ober­frän­ki­schen Genuss­kul­tur-Netz­werk. Und Bezirks­hei­mat­pfle­ger Prof. Dr. Gün­ter Dip­pold hob schließ­lich in lau­ni­ger Art und Wei­se aus fach­li­cher Sicht die Beson­der­hei­ten des Muse­ums her­vor.

Anschlie­ßend konn­ten sich die Fest­gä­ste bei einem „Ver­su­cher­la“ von der Qua­li­tät des spe­zi­ell für das Jubi­lä­um gebrau­ten Jubi­lä­ums­bie­res über­zeu­gen. Gebraut hat die­ses nach allen Regeln der Brau­hand­werks­kunst der Diplom-Brau­mei­ster der Glä­ser­nen Muse­ums­braue­rei, Seba­sti­an Hacker.

Zudem wur­de im Rah­men eines Gestal­tungs­wett­be­wer­bes mit dem Kunst­ver­ein Kulm­bach e. V. ein Jubi­lä­ums­eti­kett ent­wickelt: „Das von der Jury aus­ge­wähl­te Eti­kett, das unser Jubi­lä­ums­bier ziert, ist frisch und fröh­lich – so, wie es zu einem 25-jäh­ri­gen Geburts­tag und dem sprit­zig-fri­schen Jubi­lä­ums­bier, das unser Dipl.-Braumeister Seba­sti­an Hacker mit viel Herz­blut und tech­ni­scher Kennt­nis gebraut hat, passt”, beton­ten Dr. Hel­ga Met­zel, und Bern­hard Sauer­mann, bei­de Geschäfts­füh­rer der Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof e. V..

Span­nen­des Brau-Expe­ri­ment in der Glä­ser­nen Braue­rei

Das Beson­de­re an dem Jubi­lä­ums­bier, das in der Glä­ser­nen Muse­ums­braue­rei gebraut wur­de, ist die histo­ri­sche Kulm­ba­cher Rezep­tur. Die­se stammt aus den 50er-60er Jah­ren, die dafür ver­wen­de­te, wie­der­be­leb­te Hefe aus den 60er-70er Jah­ren. “Ein span­nen­des Brau-Expe­ri­ment, denn die Wahr­schein­lich­keit, eine Hefe wie­der­be­le­ben zu kön­nen, liegt bei 50 Pro­zent. Doch unter fach­li­chem Bei­stand des Doy­ens der Braue­rei­tech­no­lo­gie Prof. Dr. Lud­wig Nar­ziss, eme­ri­tier­ter Inha­ber des ein­schlä­gi­gen Lehr­stuhls an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen-Wei­hen­ste­phan ist es uns gelun­gen”, erklärt Seba­sti­an Hacker stolz. „Das Maisch-Pro­gramm lief dabei auf nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur, es dau­er­te somit län­ger, als nor­ma­ler­wei­se. Die Stamm­wür­ze liegt bei 12,7 Pro­zent, der Alko­hol­ge­halt bei 5,0 Vol. Pro­zent“, erläu­tert Hacker. „Geschmack­lich trifft es wohl eine gro­ße Band­brei­te an Bier­lieb­ha­bern: Es schmeckt eher zart-mild – den­noch tritt die Hop­fen­bit­te­re nicht in den Hin­ter­grund. Ich bin stolz auf die­ses Bier, das mich von der Rezep­tur bis zur Tech­nik beim Brau‑, Gär- und Lager­vor­gang hin ganz schön gefor­dert hat. Die Mühen um das Wer­den die­ses Bie­res haben sich gelohnt.“

Der Künst­ler und sein Eti­kett

Harun Klop­pe erfuhr als Mit­glied im Kunst­ver­ein Kulm­bach e. v. vom Wett­be­werb, fühl­te sich als Desi­gner und Künst­ler gleich ange­spro­chen und bewarb sich dar­auf­hin mit sei­nem Bier­krug-Eti­ket­ten­ent­wurf.

„Frisch, fröh­lich, hei­ter, vol­ler Lebens­lust soll­te mein Eti­kett sein. Ein Bier­glas in Aqua­rell­tech­nik auf Büt­ten­pa­pier wur­de es dann. Die Jubi­lä­ums­zahl 25 in der übli­chen Strich­zäh­lung eines Bier­deckels dar­zu­stel­len, ist die beson­de­re Idee der Umset­zung. Ich lebe im Wester­wald, war aber bereits zwei­mal bei Kunst­aus­stel­lun­gen im Mönchs­hof betei­ligt – habe also einen direk­ten Bezug dort­hin“, erklär­te Klop­pe zu sei­ner Bewer­bung und dem aus­ge­zeich­ne­ten Eti­kett.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Harun Klop­pe
www​.harun​klop​pe​.wor​d​press​.com/​a​b​out

Erwerbs­mög­lich­keit im Muse­ums­shop

Das 25-Jah­re-Jubi­lä­ums­bier ist ab Frei­tag, 20. Sep­tem­ber 2019, in mit Jubi­lä­ums­eti­ket­ten ver­se­he­nen 1‑Li­ter-Fla­schen im Baye­ri­schen Braue­rei­mu­se­um Muse­ums­shop, Hofer Str. 20 in Kulm­bach zu den Öff­nungs­zei­ten Diens­tag bis Sonn­tag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr erhält­lich.