Ver­an­stal­tungs­rei­he im Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um

Am Don­ners­tag, 19. Sep­tem­ber 2019 um 19.30 Uhr refe­riert Frau Dr. Bir­git Jau­er­nig vom Bau­ern­mu­se­um Bam­ber­ger Land in Frens­dorf im Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um über das The­ma: “Chi­mä­re Tracht. Fik­ti­on und Wirk­lich­keit am Bei­spiel der Flö­ßer­tracht im Fran­ken­wald.”

Ober­fran­ken kann eine beacht­li­che Viel­falt an Trach­ten vor­wei­sen. Am berühm­te­sten sind in unse­rer Zeit die far­ben­präch­ti­gen Frau­en­trach­ten des Forch­hei­mer Umlan­des. Zuvor waren es die Bau­ern aus dem nahe Bay­reuth gele­ge­nen Hum­mel­gau und auch die Bam­ber­ger Gärt­ner und Häcker, die in ihrer Tracht den dama­li­gen Ober­main­kreis reprä­sen­tier­ten. Aber auch die Tracht der Fran­ken­wald­flö­ßer stand über lan­ge Zeit stell­ver­tre­tend für Ober­fran­ken und war vor allem in den 1930er Jah­ren weit über die Gren­zen Ober­fran­kens in ganz Deutsch­land bekannt.

Der Holz­han­del ent­lang des Mains bis Frank­furt und Mainz präg­te seit dem Mit­tel­al­ter die Bevöl­ke­rung des Fran­ken­wal­des. Bis zur Mit­te des 20. Jahr­hun­derts waren die Flö­ßer aus dem Nor­den Ober­fran­kens nicht nur auf dem Main prä­sent, son­dern tra­ten in ihren Trach­ten auch in den deut­schen Städ­ten auf. Der Vor­trag beschäf­tigt sich mit dem Bild vom Flö­ßer, vor allem aber mit der rät­sel­haf­ten Flö­ßer­tracht als Pro­dukt der baye­ri­schen Trach­ten­po­li­tik und ihrer Rol­le in der NS-Zeit. Es wird in dem Vor­trag und in der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on aber auch dar­um gehen, wie „Tracht“ defi­niert wer­den kann und wie sich regio­na­le Unter­schie­de ent­wickeln konn­ten.

Der Vor­trag fin­det zusam­men mit der VHS – Bam­berg Land statt. Er fin­det im Haus der Katho­li­schen Kir­chen­stif­tung Tüchers­feld neben der Kir­che (unter­halb des Muse­ums in der Dorf­mit­te) statt. Es wird ein Unko­sten­bei­trag in Höhe von 2,50 € pro Per­son erho­ben.

Infor­ma­tio­nen

Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zum Jah­res­pro­gramm gibt es auf www​.fsmt​.de. Ger­ne beant­wor­ten die Mit­ar­bei­ter des Muse­ums auch tele­fo­nisch (unter der Num­mer: 09242/7417090) oder per e‑mail (info@​fsmt.​de) wei­te­re Fra­gen.