Universität Bamberg fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs

Erfolgreich eingeworben: zehn zusätzliche Professuren

Ein Auswahlgremium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 12. September 2019 alle zehn Tenure-Track-Professuren bewilligt, die die Universität Bamberg beantragt hatte. Mit dem Tenure-Track-Programm fördern Bund und Länder gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs. In Bamberg werden die zusätzlichen Professuren zwischen 2020 und 2022 eingerichtet. „Zehn Bewilligungen für unsere Universität sind beachtlich, denn das bedeutet, dass unser Antrag nicht gekürzt wurde und wir damit im vollen Umfang unsere Planungen umsetzen können“, erläutert Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert. „Durch attraktive, international anerkannte Karrierewege wie das Tenure-Track-Programm können wir hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler langfristig an Bamberg binden.“

Dank ihres BETTER-Konzepts konnte sich die Universität Bamberg um die Förderung bewerben. BETTER steht für: Bamberger Personalentwicklungs- und Tenure Track Exzellenzrichtlinie. Das Konzept ermöglicht dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine stärker planbare Karriere. Denn bisher waren Juniorprofessuren befristet, häufig ohne Aussicht auf eine Professur auf Lebenszeit. Dagegen sind die zehn neu eingerichteten Tenure-Track-Professuren nur vorläufig befristet, Lebenszeitprofessuren sind von Anfang eingeplant – sofern sich die Kandidatinnen und Kandidaten in einer Evaluation bewähren. In allen vier Fakultäten der Universität Bamberg entstehen solche Stellen, vor allem in den Forschungsschwerpunkten: „Digitale Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften“, „Empirische Sozialforschung mit den Schwerpunkten Bildung und Arbeit“, „Erschließung und Erhalt von Kulturgut“ sowie „Kultur und Gesellschaft im Mittelalter“. Unabhängig von der aktuellen Bewilligung plant die Universitätsleitung, langfristig bis zu 20 Prozent aller Professuren mit Tenure-Option zu besetzen.

Deutschlandweit werden insgesamt 1.000 Tenure-Track-Professuren gefördert: In der ersten Bewilligungsrunde 2017 wurden 468 Professuren vergeben. In der jetzigen zweiten Bewilligungsrunde 532. „Ein Sechstel aller eingerichteten Professuren in Deutschland geht nach Bayern – das ist mehr als das uns zustehende Kontingent!“, sagt der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler erfreut. Das Programm läuft von 2017 bis 2032. Der Bund stellt hierfür bis zu eine Milliarde Euro bereit. Ziel ist es, die Tenure-Track-Professur als eigenständigen Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur an deutschen Universitäten stärker zu verankern und dauerhaft in Deutschland zu etablieren.

Weitere Informationen zu BETTER: www.uni-bamberg.de/trac/trimberg-research-academy-trac-bis-61218/wissenschaftliche-karrierewege/better