IG BAU ruft Beschäf­tig­te im Kreis Forch­heim zur „Job-Kli­ma-Pau­se“ auf

Am 20. Sep­tem­ber im Betrieb Zei­chen für Kli­ma­schutz set­zen

Zeit fürs Kli­ma am Arbeits­platz: In den rund 2.900 Betrie­ben im Land­kreis Forch­heim sol­len Beschäf­tig­te am 20. Sep­tem­ber ein Zei­chen für mehr Kli­ma­schutz set­zen. Dazu ruft die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf. „Am inter­na­tio­na­len Pro­test­tag kön­nen auch Arbeit­neh­mer vor Ort mit­ma­chen – und zum Bei­spiel eine län­ge­re Mit­tags­pau­se ein­le­gen.

Eine Job-Kli­ma-Pau­se wäre ein wich­ti­ges Signal. Denn das The­ma geht jeden etwas an“, sagt der Bezirks­vor­sit­zen­de der Umwelt­ge­werk­schaft, Gerald Nick­las. Es sei „höch­ste Zeit“, sich auch im Beruf über The­men wie Erd­er­wär­mung und CO2-Bilanz aus­zu­tau­schen.

Wel­che Fol­gen der Kli­ma­wan­del bereits jetzt habe, zei­ge sich an der Forst­wirt­schaft und den ver­hee­ren­den Schä­den in den hei­mi­schen Wäl­dern. Dür­re, Unwet­ter und Schäd­lin­ge setz­ten den Bäu­men in bis­her unbe­kann­tem Aus­maß zu. „Von der Fahr­ge­mein­schaft zur Bau­stel­le bis hin zur Sanie­rung undich­ter Büro­fen­ster gibt es eine Men­ge, was man in Sachen Kli­ma­schutz tun kann“, so Nick­las.

Die IG BAU Ober­fran­ken appel­liert zugleich an die Arbeit­ge­ber in der Regi­on, ihren Beschäf­tig­ten die Teil­nah­me an Kli­ma-Demon­stra­tio­nen zu ermög­li­chen – gera­de am 20. Sep­tem­ber, dem zen­tra­len Kli­ma-Pro­test-Tag. Die Gewerk­schaft setzt sich bereits seit Jah­ren für mehr Kli­ma- und Natur­schutz ein – unter ande­rem in der Kli­ma-Alli­anz.

„Ent­schei­dend ist es, Umwelt und Arbeit zusam­men zu den­ken. Denn weder Natur noch Jobs dür­fen unter die Räder kom­men“, betont Nick­las.

Nach Anga­ben des Umwelt­bun­des­amts lag der CO2-Aus­stoß in Deutsch­land im ver­gan­ge­nen Jahr bei 866 Mil­lio­nen Ton­nen. Der größ­te Anteil ent­fiel mit 311 Mil­lio­nen Ton­nen auf den Ener­gie­sek­tor, gefolgt von der Indu­strie mit 196 und dem Ver­kehr mit 162 Mil­lio­nen Ton­nen. Gebäu­de tru­gen 117 Mil­lio­nen Ton­nen CO2 zur Bilanz bei. Wie groß der eige­ne „CO2-Fuß­ab­druck“ ist und wo das größ­te Ein­spar­po­ten­ti­al liegt, das lässt sich beim Umwelt­bun­des­amt online ermit­teln unter: www​.co2​-rech​ner​.de.