„Kir­che bringt unse­rem Leben gei­sti­ge Ori­en­tie­rung“

Erz­bi­schof Schick fei­ert 50. Jubi­lä­um der Pfarr­kir­che Sie­ben Schmer­zen Mari­ens in Gun­dels­heim und erin­nert an die sinn­stif­ten­de Wir­kung der Kir­chen und der Got­tes­dien­ste

Gun­dels­heim. Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat in sei­ner Pre­digt anläss­lich des 50. Jubi­lä­ums der Pfarr­kir­che Sie­ben Schmer­zen Mari­ens in Gun­dels­heim dar­an erin­nert, dass die Mit­fei­er des Got­tes­dien­stes unse­rem Leben gei­sti­ge Ori­en­tie­rung gibt und den Gemein­schafts­sinn för­dert. „In der Kir­che wer­den wir zu hoff­nungs­vol­len, zukunfts­ori­en­tier­ten und enga­gier­ten Men­schen“, sag­te Schick. Die Jubi­lä­ums­fei­er in Gun­dels­heim sei in die­sem Sin­ne sowohl als Dank für das Gelei­ste­te und als Erin­ne­rung an das Ver­gan­ge­ne zu ver­ste­hen als auch vor allem als „Auf­bruch in die gute Zukunft“.

Mit Hin­blick auf die abneh­men­de Zahl der Kirch­gän­ger stell­te Schick fest, dass es lei­der immer mehr Men­schen gebe, die den­ken, „die Kir­che bringt mir nichts“. Das sei sehr zu bedau­ern, „sowohl für den ein­zel­nen Men­schen selbst als auch für unse­re Gesell­schaft“, so Schick. Denn in der Begeg­nung mit Gott in der Kir­che, beim Hören und Schwei­gen, im Sin­gen und Beten bekommt unser Leben einen tie­fe­ren Sinn: „Wenn wir uns mit Gott ver­bun­den wis­sen wird deut­lich, dass unser Leben einen Auf­trag und auch ein Ziel hat: den Auf­trag, das Gute zu tun und das Böse zu las­sen und das Ziel, zum Him­mel­reich zu gelan­gen.“

Wer sein Leben nach Jesus Chri­stus aus­rich­tet, so der Erz­bi­schof, der ent­wickelt Respekt, Acht­sam­keit und Gemein­schafts­sinn: „Wir ler­nen bei Jesus, dass nicht der Ego­is­mus und die Hab­gier, die ego­isti­sche Selbst­ver­wirk­li­chung und Selb­st­op­ti­mie­rung das Leben glück­lich macht, son­dern die Näch­sten­lie­be und der Ein­satz für das Gemein­wohl.“ So mache die Kir­che und die Mit­fei­er der Got­tes­dien­ste aus uns „Men­schen des Ver­trau­ens und der Hoff­nung, der Soli­da­ri­tät und Barm­her­zig­keit.“