Serie von Schmie­re­rei­en in Hirschaid, But­ten­heim und Alten­dorf geklärt

Gemein­sa­me Pres­ser­klä­rung der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Land und der Staats­an­walt­schaft Bam­berg

HIRSCHAID, BUT­TEN­HEIM, ALTEN­DORF, LKR. BAM­BERG. Nach­dem in der Nacht von Sams­tag auf Sonn­tag in den Orts­be­rei­chen Hirschaid und Alten­dorf gan­ze Stra­ßen­zü­ge durch Farb­schmie­re­rei­en ver­wü­stet wor­den waren, erziel­ten die Ermitt­lungs­be­am­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Land einen schnel­len Fahn­dungs­er­folg.

In enger Zusam­men­ar­beit mit der Staats­an­walt­schaft Bam­berg konn­ten zwei drin­gend Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt wer­den.

Nach­dem am Sonn­tag­mor­gen die ersten betrof­fe­nen Bür­ger Anzei­ge erstat­tet hat­ten, begann sofort die akri­bi­sche Tat­ortauf­nah­me der Sach­be­ar­bei­ter. Ins­ge­samt muss­ten 22 Tat­or­te in Hirschaid und sie­ben in Alten­dorf auf­ge­nom­men wer­den. Zen­trum der Sach­be­schä­di­gun­gen waren die Luit­pold­stra­ße in Hirschaid und der Bereich Sport­platz in Alten­dorf. In der Luit­pold­stra­ße wur­de außer­dem ver­sucht, Zei­tun­gen in einem Brief­ka­sten­schlitz anzu­zün­den. Wei­te­re Zün­de­lei­en stell­ten die Ermitt­ler auf dem Gelän­de der Grund- und Mit­tel­schu­le Hirschaid fest. Dort setz­ten die Täter Tei­le eines Bas­ket­ball­korbes und gel­be Abfall­säcke in Brand.

Die zunächst noch unbe­kann­ten Täter besprüh­ten unter ande­rem Haus­fas­sa­den, Schau­fen­ster und Pkw. Auch das Rat­haus und das Jugend­zen­trum in Hirschaid wur­den in Mit­lei­den­schaft gezo­gen.

Auch in But­ten­heim gab es Sach­be­schä­di­gun­gen durch die Täter. Hier wur­den im Bereich der Schil­ler­stra­ße zwei Pkw und ein Ver­tei­ler­ka­sten beschmiert.

Der Gesamtsach­scha­den wird auf bis zu 100.000 Euro geschätzt.

Noch am Sonn­tag­vor­mit­tag nah­men drei Ermitt­ler der PI Bam­berg-Land die Suche nach den Unbe­kann­ten auf und befrag­ten eine Viel­zahl von Geschä­dig­ten und Nach­barn. Die dabei zusam­men­ge­tra­ge­nen Infor­ma­tio­nen erga­ben einen kon­kre­ten Tat­ver­dacht gegen einen 18-Jäh­ri­gen aus dem Land­kreis. Nach Abstim­mung mit der Staats­an­walt­schaft Bam­berg brach­te eine vom Ermitt­lungs­rich­ter des Amts­ge­richts Bam­berg ange­ord­ne­te Woh­nungs­durch­su­chung beim Tat­ver­däch­ti­gen umfang­rei­ches Beweis­ma­te­ri­al zu Tage. In sei­ner Ver­neh­mung benann­te der jun­ge Mann noch einen 19-jäh­ri­gen Mit­tä­ter. Auch bei der zwei­ten Woh­nungs­durch­su­chung wur­den die Ermitt­ler fün­dig. Tat­mit­tel und son­sti­ge für den Tat­nach­weis rele­van­ten Gegen­stän­de stell­ten die Poli­zei­be­am­ten sicher.

Bei­de jun­gen Män­ner räum­ten die Taten in ihren Ver­neh­mun­gen ein. Auf sie kommt jetzt eine Straf­an­zei­ge u.a. wegen gemein­schäd­li­cher Sach­be­schä­di­gung zu.