„Eicher-Tref­fen“ in Affal­ter­thal

Dieter Porisch, ist der Motor des Festes mit dem Eicher, Typ zwei, der am 1. September in Affalterthal verlost wird. Er verfügt selber über fünf Eichertraktoren die er hegt und pflegt und er verfügt über soviel Fachwissen, dass er den zur Verlosung stehenden Eicher selber repariert und ihn auf Hochglanz bringt.

Die­ter Porisch, ist der Motor des Festes mit dem Eicher, Typ zwei, der am 1. Sep­tem­ber in Affal­ter­thal ver­lost wird. Er ver­fügt sel­ber über fünf Eicher­trak­to­ren die er hegt und pflegt und er ver­fügt über soviel Fach­wis­sen, dass er den zur Ver­lo­sung ste­hen­den Eicher sel­ber repa­riert und ihn auf Hoch­glanz bringt.

So sieht er aus Eicher, Typ Tiger zwei, der schon bald im Mit­tel­punkt des Inter­es­ses ste­hen wird. Am ersten Sonn­tag im Sep­tem­ber gibt es die ach­te Auf­la­ge des mitt­ler­wei­le kul­ti­gen „Eicher-Tref­fens“ in Affal­ter­thal. Ein Höhe­punkt des Festes ist die Ver­lo­sung eines alten Eicher, heu­er eben eines Tigers, der bis vor kur­zem noch in Wann­bach stand und von 1968 bis 1971 gebaut wur­de. Von ihm gibt es nur 900 Stück und „Bob­by“ Porisch, der Haupt­ak­teur des Festes hat den alten Eicher der Ver­lo­sung kommt, kom­plett über­holt und neu lackiert, so dass der neue alte sofort ein­satz­fä­hig ist. Den Erlös der Ver­lo­sung bekommt die Eltern­in­itia­ti­ve krebs­kran­ker Kin­der e.V. in Erlan­gen, die damit Ange­hö­ri­ge wäh­rend der Behand­lung ihrer Kin­der, bei­spiels­wei­se mit einer Woh­nung unter­stützt. Ab sofort ist der Los­kauf mög­lich. Das Los kostet einen Euro und kann bis zum 1. Sep­tem­ber bei der Raiff­ei­sen­bank Egloff­stein und bei der Tank­stel­le Vogel in Egloff­stein und dann natür­lich vor Ort wäh­rend des Festes (31.8.–1.9.) erwor­ben wer­den. Vor zwei Jah­ren, beim sieb­ten Eicher­tref­fen kamen rund 10 000 Euro an Spen­den­gel­dern zusam­men.

Beim Eicher­tref­fen rei­sen mei­stens um die 150 unter­schied­li­che alte Eicher­trak­to­ren – die bis 1992 in For­stern bei Mün­chen gebaut wur­den und seit­her in Indi­en für den dor­ti­gen Markt pro­du­ziert wer­den – mit ihren Fans aus ganz Deutsch­land nach Affal­ter­thal, um Ersatz­tei­le zu kau­fen oder einen Fort­bil­dungs­kurs in Sachen Repa­ra­tur mit­zu­ma­chen, zu fach­simp­len oder um den Eicher in Akti­on zu sehen: bei Geschick­lich­keits­ren­nen, beim Pflü­gen oder beim Zie­hen. Schon am Sams­tag gibt es ab 15 Uhr Feld­vor­füh­run­gen, um 18 Uhr einen Eicher-Got­tes­dienst und ab 20 Uhr spie­len die Leu­ten­ba­cher auf. Am Sonn­tag begin­nen die Feld­vor­füh­run­gen bereits um, 12 Uhr, weil ab 13 Uhr die Trun­stadter Musi­kan­ten auf­spie­len. Ab 15 Uhr ist die gro­ße Eicher­rund­fahrt geplant und um 16.30 Uhr die Ver­lo­sung des Eicher­trak­tors. Das Fest wird, ob des gro­ßen Auf­wan­des, von der Dorf­ge­mein­schaft nur alle zwei Jah­re ver­an­stal­tet. Wei­te­re Infos sie­he www​.eicher​freun​de​-affal​ter​thal​.de

Infos zum “Eicher”

1936 wur­de der erste Eicher-Vier­rad- Schlep­per mit einem 20 PS star­ken Deutz-Die­sel­mo­tor in Dienst gestellt. 1941 grün­de­ten Josef und Albert Eicher eine offe­ne Han­dels­ge­sell­schaft. Fort­an hieß die Fir­ma “Gebr. Eicher Trak­to­ren­bau”. 1942: kriegs­be­ding­te Ein­stel­lung der Schlep­per­pro­duk­ti­on mit Moto­ren für Flüs­sig­kraft­stof­fe. Der 1000. Schlep­per ver­lässt noch das Werk. Erst nach dem Krieg geht die Geschich­te wei­ter. 1947–48 wird der welt­weit erste Schlep­per mit luft­ge­kühl­tem Eicher-Die­sel­mo­tor vor­ge­stellt, der ED 16/I. 1953: Vor­stel­lung des ersten Gerä­te­trä­gers vom Typ “Eicher-Kom­bi”. Josef und Albert Eicher erhal­ten im glei­chen Jahr das Bun­des­ver­dienst­kreuz am Ban­de und der 20 000 Schlep­per läuft vom Band. Mit dem Typ “ED 60” baut Eicher 1957 den ersten “Bull­dog“ mit einem 60 PS star­ken Drei­zy­lin­der-Motor aus eige­ner Fer­ti­gung. Zwi­schen 1958 und 1964 kommt die erste „Raub­tier­se­rie“ auf den Markt: Der „Tiger“ mit 25 PS, der „Pan­ther“ mit 19 PS, der Puma mit 28 PS und der Königsti­ger mit 35 (40) PS. 1970 steigt Mas­say Fer­gu­son bei Eicher ein und zahlt die bei­den Brü­der Josef und Albert Eicher aus. Eicher Indi­en ver­hin­dert 1980 die Auf­lö­sung der Fir­ma mit dem Ankauf von Fir­men­an­tei­len. Alles half nichts: 1992 endet die Fir­men­ge­schich­te trotz­dem mit einem Kon­kurs. Die Ära Eicher ist damit aber noch nicht ganz zu Ende. In Indi­en wer­den wei­ter­hin Ori­gi­nal Eicher Trak­to­ren für den süo­st­asia­ti­schen Markt gefer­tigt.

Rein­hard Löwisch