AOK Bam­berg: Arz­nei­mit­tel und Son­ne – nicht immer eine gesun­de Mischung

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Medi­ka­men­te und Son­ne? Das ver­trägt sich nicht immer. Denn man­che Arz­nei­mit­tel stei­gern die Licht­emp­find­lich­keit der Haut: Da reicht dann schon eine gerin­ge ultra­vio­let­te (UV-) Bela­stung, um son­nen­brand­ähn­li­che Haut­re­ak­tio­nen aus­zu­lö­sen. Für die­se Über­emp­find­lich­keits­re­ak­tio­nen ist vor allem die UV-A-Strah­lung ver­ant­wort­lich. „Bei man­chen Medi­ka­men­ten kann es pas­sie­ren, dass die Haut über­emp­find­lich auf Son­nen­licht reagiert. Neben eini­gen Anti­bio­ti­ka gehö­ren dazu eini­ge harn­trei­ben­de und ent­zün­dungs­hem­men­de Arz­nei­mit­tel, man­che Che­mo­the­ra­peu­ti­ka und Blut­druck­sen­ker, aber auch pflanz­li­che Medi­ka­men­te wie Johan­nis­kraut“, sagt Klaus Knorr, Direk­tor von der AOK in Bam­berg. Dabei sind älte­re Men­schen eher betrof­fen, da sie häu­fi­ger Medi­ka­men­te ein­neh­men. „Man soll­te daher immer im Bei­pack­zet­tel nach­le­sen, ob die Arz­nei die Licht­emp­find­lich­keit stei­gert“, so Knorr weiter.

Auf Anzei­chen achten

Die Sym­pto­me die­ser soge­nann­ten Pho­to­sen­si­bi­li­sie­rung ähneln denen eines Son­nen­bran­des: Die Haut rötet sich, brennt und juckt und es kön­nen sich Bla­sen oder Pusteln bil­den. Ist die Haut geschä­digt, hel­fen küh­len­de Lotio­nen. Bei stär­ke­ren Beschwer­den soll­ten Betrof­fe­ne mit ihrem Arzt oder Apo­the­ker spre­chen, wel­che Mit­tel sich eig­nen. Bei aku­ten Reak­tio­nen gilt als erste Regel: Raus aus der Son­ne. Besteht der Ver­dacht auf Pho­to­sen­si­bi­li­sie­rung durch ein Medi­ka­ment, soll­te man dies durch den Arzt oder die Ärz­tin abklä­ren las­sen. Mög­li­cher­wei­se kann man das Medi­ka­ment durch eines erset­zen, das man bes­ser ver­trägt. Geht das nicht, soll­te man Son­nen­bä­der mei­den und sich kon­se­quent vor UV-Strah­lung schützen.

Schutz vor Son­ne suchen

Akti­vi­tä­ten im Frei­en erfol­gen dann bes­ser in den Mor­gen- oder Abend­stun­den, mit­tags lie­ber ganz aus der Son­ne blei­ben. Auf Sola­ri­um­s­be­su­che soll­te ver­zich­tet wer­den. Den besten Son­nen­schutz erreicht man mit Klei­dung – je dich­ter gewebt, desto bes­ser. Es gibt auch spe­zi­el­le UV-Schutz­klei­dung. Dabei soll­te auf den UV-Stan­dard 801 geach­tet wer­den. Sinn­voll ist außer­dem ein Son­nen­schutz­mit­tel mit hohem Licht­schutz­fak­tor (30 und mehr), das auch aus­rei­chen­den Schutz vor UV-A-Strah­lung bie­tet, da vor allem die­se eine pho­to­sen­si­bi­li­sie­ren­de Haut­re­ak­ti­on aus­lö­sen – auch durch ein­fa­ches Fen­ster­glas oder dün­ne Klei­dung hin­durch. Das heißt: Auch bei län­ge­ren Auto­fahr­ten oder im Büro brau­chen Betrof­fe­ne Schutz.

Inter­net-Tipps:

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Bun­des­amt für Strahlenschutz:
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