HEI­TEC VOL­LEYS: Alle Bun­des­li­ga-Spie­le in Bam­berg

Erstes Heim­spiel am 16. Okto­ber in der Bro­se Are­na

HEITEC VOLLEYS Pressekonferenz in der Brose Arena

HEI­TEC VOL­LEYS Pres­se­kon­fe­renz in der Bro­se Are­na

Bam­berg kann auch erst­klas­si­gen Vol­ley­ball. Die­ses küh­ne State­ment möch­ten die HEI­TEC VOL­LEYS ab Okto­ber die­ses Jah­res in der ersten Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga mit Leben erfül­len. Denn nach reif­li­cher Abwä­gung und zahl­rei­chen Gesprä­chen fiel jetzt die Ent­schei­dung. Der Auf­stei­ger wird in der bevor­ste­hen­den Erst­li­ga-Sai­son alle elf Heim­spie­le in der Bam­ber­ger BRO­SE-Are­na aus­tra­gen. Das gaben die HEI­TEC VOL­LEYS bei einer Pres­se­kon­fe­renz in der Bro­se Are­na bekannt. Bei die­ser Gele­gen­heit hieß Dr. Chri­sti­an Lan­ge, der zwei­te Bür­ger­mei­ster der Stadt Bam­berg, das Manage­ment der Erst­li­ga-Auf­stei­gers herz­lich will­kom­men und unter­strich: „Das ist für die Sport­stadt Bam­berg eine beson­de­re Ehre und Berei­che­rung. Wir wer­den die HEI­TEC VOL­LEYS in jeg­li­cher Bezie­hung nach Kräf­ten unter­stüt­zen und wün­schen viel Erfolg.“

Los geht’s am Mitt­woch, 16. Okto­ber gegen das Top­team der United Vol­leys Frank­furt. Dann gastie­ren am Sonn­tag, 27. Okto­ber die Heli­os Grizz­lys Gie­sen in der Dom­stadt. Am Sonn­tag, 24. Novem­ber folgt der Kra­cher gegen den amtie­ren­den Deut­schen Mei­ster Ber­lin Recy­cling Vol­leys.

Aus­schlag­ge­bend für den Umzug nach Bam­berg sind nach HEI­TEC VOL­LEYS Mana­ger Rolf Wer­ner meh­re­re Kri­te­ri­en: „Es tut mir leid, wenn ich das in aller Deut­lich­keit sagen muss. Aber die Stadt Elt­mann hat offen­sicht­lich kein Inter­es­se an Vol­ley­ball auf höch­stem deut­schem Niveau. Wir infor­mier­ten Bür­ger­mei­ster Micha­el Zieg­ler früh­zei­tig, dass unser bis­he­ri­ger Spiel­ort, die Georg-Schä­fer-Hal­le, nicht mehr den Anfor­de­run­gen der Vol­ley­ball Bun­des­li­ga ent­spricht. Es feh­len unter ande­rem mobi­le Tri­bü­nen für etwa 600 Zuschau­er und ein zeit­ge­mä­ßer VIP-Raum. Doch es pas­sier­te nichts. Zwei Anträ­ge auf Unter­stüt­zung wur­den abge­wie­sen. Dar­über sind wir ziem­lich ent­täuscht.“

Ursprüng­lich woll­te der Erst­li­ga-Auf­stei­ger nicht alle Wur­zeln zu sei­ner Hei­mat Elt­mann kap­pen. Als Ange­bot an die Regi­on wur­den im vor­läu­fi­gen Spiel­plan vor­sorg­lich vier Heim­par­tien gegen Gie­sen, Bühl, Herr­sching und Königs Wuster­hau­sen in die Georg-Schä­fer-Hal­le ver­legt. Mana­ger Rolf Wer­ner appel­lier­te an die Stadt: „Wir brau­chen ganz drin­gend eure Hil­fe, wenn wir wei­ter­hin in Elt­mann spie­len sol­len. Die HEI­TEC VOL­LEYS Elt­mann sind in ganz Deutsch­land der beste Bot­schaf­ter der klei­nen Stadt und kön­nen sowohl für Elt­mann als auch für den Natur­park Stei­ger­wald die öffent­li­che Wahr­neh­mung und das Image mas­siv ver­bes­sern. Wir boten den Ver­ant­wort­li­chen unter ande­rem LED-Ban­den­vi­de­os und Tri­kot­wer­bung mit dem Slo­gan „Elt­mann – Hier beginnt der Süden“ sowie Ein­be­zie­hung in effi­zi­en­te Mar­ke­ting­maß­nah­men an.“ Doch der Vor­schlag stieß auf Null Reso­nanz im Elt­man­ner Rat­haus. Die Stadt­füh­rung unter­brei­te­te nicht ein­mal ein Gesprächs­an­ge­bot.

Zudem wur­den im aktu­el­len Spiel­plan der Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga fünf Heim­spie­le an einem Mitt­woch ter­mi­niert. Das Pro­blem: Die bis­he­ri­ge Spiel­stät­te ist unter der Woche kaum nutz­bar, weil die Schu­len die­se drin­gend für den Sport­un­ter­richt benö­ti­gen. Die Hal­le stün­de den Schu­len etwa zwei Tage nicht zur Ver­fü­gung, weil jeweils ein extra Ger­flor-Sport­bo­den aus­ge­legt wer­den muss, der in der ersten Liga zwin­gend vor­ge­schrie­ben ist und auch den Gäste­teams Gele­gen­heit zum Trai­ning gege­ben wer­den muss. Auch in die­ser Hin­sicht bot die Stadt Elt­mann kei­ne Hil­fe an.

Rolf Wer­ner ver­weist auf eine ähn­li­che Situa­ti­on in Nürn­berg mit den Bas­ket­bal­lern der Fal­cons, die sport­lich den Auf­stieg in die erste Bun­des­li­ga schaff­ten, aber wegen der nicht vor­han­de­nen vor­ge­schrie­be­nen 3000-Zuschau­er-Hal­le kei­ne Lizenz erhiel­ten. In die­sem Zusam­men­hang beschloss der Stadt­rat den sofor­ti­gen Bau einer neu­en Mul­ti­funk­ti­ons­hal­le für etwa 4000 Zuschau­er und sicher­te finan­zi­el­le Unter­stüt­zung zu, wenn die Nürn­ber­ger Korb­jä­ger ihre Heim­spie­le in Bam­berg oder Regens­burg aus­tra­gen müs­sen, weil kei­ne geeig­ne­te Spiel­stät­te zur Ver­fü­gung steht.

Zu tiefst bedau­er­lich fin­det auch HEI­TEC VOL­LEYS Chef­trai­ner Mar­co Donat die unschö­ne Ent­wIck­lung: „Es ist sehr scha­de. Wir haben uns in Elt­mann wohl­ge­fühlt und immer wie­der ver­sucht, der Stadt auch wegen unse­rer treu­en Fans Brücken zu bau­en. Doch die Ver­ant­wort­li­chen lie­ßen uns im Regen ste­hen. Gleich­wohl sind wir dank­bar, dass wir in der Georg-Schä­fer-Hal­le gute Trai­nings­mög­lich­kei­ten haben.“

Ein schwa­cher Trost ist die­sem Zusam­men­hang, dass die HEI­TEC VOL­LEYS in der Bam­ber­ger BRO­SE Are­na wesent­lich mehr Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten haben, sich zu einem frän­ki­schen Vol­ley­ball-Leucht­turm-Pro­jekt zu ent­wickeln. Das sieht auch der 28jährige Neu­gang Fabi­an Sag­stet­ter, zwei­fa­cher World Games-Gewin­ner sowie zwei­fa­cher Welt- und Euro­pa­mei­ster, drei­ma­li­ger U‑21 Euro­pa­mei­ster sowie U‑18 Welt- und Euro­pa-Cham­pion im Faust­ball so. Der gebür­ti­ge Unter­fran­ke, der außer­dem zwei Mal mit dem Sil­ber­nen Lor­beer­blatt geehrt wur­de, der höch­sten Aus­zeich­nung für deut­sche Sport­ler, und bis­her für den TV Schwein­furt-Obern­dorf und den VC Elt­mann spiel­te, ist mit den regio­na­len Gege­ben­hei­ten eng ver­traut und betont: „Mit der BRO­SE Are­na haben wir nach der Ber­li­ner Max-Schme­ling-Hal­le die zweit­größ­te Are­na in der ersten Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga. Außer­dem ver­fügt Bam­berg über ein wesent­lich grö­ße­res Ein­zugs­ge­biet mit zahl­rei­chen Vol­ley­ball-Ver­ei­nen in der Umge­bung. Das sind natür­lich fast opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen, um eine erfolg­rei­che Zukunft für den Vol­ley­ball zu rea­li­sie­ren.“

Um den Titel­ham­ster Fabi­an Sag­stet­ter (Libe­ro) sowie den bra­si­lia­nisch-fran­zö­si­schen Top-Star „Kadu“ Car­los Ant­o­ny (Außen­an­grei­fer), den Super-Scorer Irfan Ham­za­gic (Dia­go­nal­an­grei­fer) und den slo­wa­ki­sche Ex-Natio­nal­spie­ler Tomas Halan­da (Außen­an­grei­fer) will Coach Mar­co Donat ein sport­lich wett­be­werbs­fä­hi­ges Team auf­bau­en. Er ist über­zeugt: „Im Rah­men unse­rer Mög­lich­kei­ten als Neu­ling haben wir einen star­ken Kader aus erfah­re­nen Hau­de­gen und jun­gen Wil­den zusam­men­ge­stellt. Ich hof­fe, dass wir mit die­ser Mischung die eine oder ande­re Über­ra­schung schaf­fen kön­nen und uns der Klas­sen­er­halt gelingt.“

Hol­län­di­scher Natio­nal­spie­ler Luuc Van der Ent neu­er Mit­tel­blocker

Luuk Van der Ent (Foto: Niederländischer Volleyballverband)

Luuk Van der Ent (Foto: Nie­der­län­di­scher Vol­ley­ball­ver­band)

Sehen las­sen kann sich auch das Trio der ver­pflich­ten Mit­tel­blocker mit dem Bra­si­lia­ner Roo­se­welt Fil­ho (34 Jah­re, 2,07 Meter groß), dem öster­rei­chi­schen Natio­nal­spie­ler Mat­hä­us Jur­ko­vics (21 Jah­re jung, 2,11 Meter groß) und ganz aktu­ell dem hol­län­di­schen Natio­nal­spie­ler Luuc Van der Ent (21 Jah­re, 2,08 Meter groß). Der unge­mein talen­tier­te Rie­se kommt vom euro­päi­schen Top­klub Leo Shoes Mode­na, der in der ver­gan­ge­nen Sai­son noch in der Cham­pions League spiel­te. Da die Ita­lie­ner mit den Super-Stars Ivan Zayts­ev, Matt Ander­son, Max­well Holt und Micah Chri­sten­son über vier über­ra­gen­de Vol­ley­bal­ler ver­fü­gen, wur­de Luuc Van der Ent an die HEI­TEC VOL­LEYS aus­ge­lie­hen. Er soll Spiel­pra­xis beim Auf­stei­ger sam­meln, kommt aber erst im Sep­tem­ber nach Fran­ken, weil er bei der Euro­pa­mei­ster­schaft noch für Hol­land am Netz steht. Damit haben die HEI­TEC VOL­LEYS ihre Kader­pla­nun­gen für die Sai­son in der ersten Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga weit­ge­hend abge­schlos­sen. Nur ein Außen­an­grei­fer soll noch geholt wer­den.

Wolf­gang Heyder unter­stützt Ver­mark­tung

Qua­si zu den Neu­ver­pflich­tun­gen gehört auch Wolf­gang Heyder. Der ehe­ma­li­ge Archi­tekt des Bam­ber­ger Bas­ket­ball­wun­ders unter­stützt zusam­men mit Jörg Schmal­fuß die HEI­TEC VOL­LEYS bei der Ver­mark­tung und betont: „Das ist für mich eine neue Her­aus­for­de­rung. Ich sehe in dem Pro­jekt gro­ße Per­spek­ti­ven und glau­be, dass wir mit­tel­fri­stig eini­ges errei­chen kön­nen. Mit mei­ner umfang­rei­chen Erfah­rung will ich einen wesent­li­chen Bei­trag zur pro­fes­sio­nel­len und erfolg­rei­chen Ent­wick­lung der HEI­TEC VOL­LEYS zu einem frän­ki­schen Hot­spot lei­sten.“

Zu den neu­en Gesich­tern bei den HEI­TEC VOL­LEYS zählt auch Jens Ell­mrich, der seit Anfang Juli die Auf­ga­ben eines Geschäfts­stel­len­lei­ters über­nahm. Als ehe­ma­li­ger Geschäfts­stel­len­lei­ter des Damen-Erst­li­gi­sten VfB Suhl ver­fügt er eben­falls über reich­lich Erfah­rung. Sein Ziel: Er möch­te sta­bi­le und belast­ba­re Struk­tu­ren in der Ver­wal­tung und Orga­ni­sa­ti­on schaf­fen.

Die Vor­be­rei­tung der HEI­TEC VOL­LEYS auf die bevor­ste­hen­de Erst­li­ga-Sai­son beginnt am Mon­tag, 5. August in der Georg-Schä­fer Hal­le Elt­mann. Anfang Sep­tem­ber ist ein ein­wö­chi­ges Trai­nings­la­ger geplant. Chef-Trai­ner Mar­co Donat will dabei aus sei­nem Team ein kampf­star­kes Kol­lek­tiv for­men, das sich blind ver­steht.

Chef­trai­ner: Mar­co Donat (38)

Co-Trai­ner und Scout: Chri­stan Knos­pe (29)

Aktu­el­ler Kader der HEI­TEC VOL­LEYS:

  • „Kadu“ Car­los Ant­o­ny (31 Jah­re, 1,92 Meter, Außen­an­grei­fer),
  • Luuc Van der Ent (21 Jah­re, 2,08 Meter, Mit­tel­blocker)
  • Roo­se­welt Fil­ho (34 Jah­re, 2,07 Meter, Mit­tel­blocker) und
  • Tomas Halan­da (27 Jah­re, 1,95 Meter, Außen­an­grei­fer),
  • Irfan Ham­za­gic (27 Jah­re, 2,01 Meter, Dia­go­nal­spie­ler)
  • Mat­hä­us Jur­ko­vics (21 Jah­re, 2,11 Meter, Mit­tel­blocker),
  • Mer­ten Krü­ger (28 Jah­re, 1,95 Meter, Zuspie­ler)
  • Richard Pee­mül­ler (21 Jah­re, 1,99 Meter, Dia­go­nal­an­grei­fer)
  • Rafal Pro­kop­c­zuk (20 Jah­re, 1,87 Meter, Zuspie­ler),
  • Fabi­an Sag­stet­ter (28 Jah­re, 1,78 Meter, Libe­ro)
  • Jonas Sag­stet­ter (20 Jah­re, 1,90 Meter, Außen­an­grei­fer),
  • Tobi­as Wer­ner (22 Jah­re, 1,90 Meter, Libe­ro)