Unser Dorf hat Zukunft – Bam­ber­ger Krei­s­sie­ger im Wett­be­werb ste­hen fest

Das Leben hat vie­le Facet­ten, auch und gera­de in den länd­li­chen Regio­nen Ober­fran­kens! Wie lebens­wert und viel­sei­tig Bür­ger im Land­kreis Bam­berg ihr direk­tes Wohn- und Arbeits­um­feld gestal­ten, zei­gen die Sie­ger­or­te Tra­bels­dorf, Gemein­de Lis­berg, und Unter­haid, Gemein­de Ober­haid, im 27. Wett­be­werb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Der Wett­be­werb, der schon Anfang der 60er Jah­re unter dem Titel „Unser Dorf soll schö­ner wer­den“ star­te­te, hat nichts an Aktua­li­tät ver­lo­ren: In fünf Bewer­tungs­be­rei­chen stell­ten die Bewer­ber die Stär­ken ihrer Dorf­ge­mein­schaft vor. Die Kreis-Jury, besetzt mit Fach­leu­ten aus Behör­den und Ver­bän­den, zeig­te sich durch­weg beein­druckt von den Initia­ti­ven, die Bür­ger­schaft und Gemein­de­ver­wal­tun­gen mit Weit­blick und viel ehren­amt­li­chem Ein­satz vor Ort auf die Bei­ne stel­len.

Tra­bels­dorf macht das Beste aus sei­ner Lage im idyl­li­schen Aurach­grund. Vom Erhalt sel­te­ner Obst­sor­ten auf aus­ge­dehn­ten Streu­obst­wie­sen ein­schließ­lich Betrieb einer Kel­te­rei durch den ört­li­chen Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein bis zur Bewirt­schaf­tung der Wei­h­er­ket­te im Ver­trags­na­tur­schutz­pro­gramm zei­gen sowohl die ehren­amt­lich getra­ge­nen wie auch die unter­neh­me­ri­schen Pro­jek­te, dass Wirt­schaft­lich­keit und Umwelt­schutz Hand in Hand gehen kön­nen. Der Erhalt der Kul­tur­land­schaft bie­tet noch dazu einen tou­ri­sti­schen Mehr­wert, den die Gemein­de mit der Anla­ge und Pfle­ge eines Natur-Lehr­pfa­des, einer Vogel­be­ob­ach­tungs-Platt­form und eines Bade­sees nutzt. Für die Zukunft ist die Erwei­te­rung und Wie­der­be­le­bung des Schloss­parks geplant, der bereits durch die Ergän­zung eines lie­be­voll gepfleg­ten Kräu­ter­gar­tens auf­ge­wer­tet wur­de. Auch ihrer histo­ri­schen Ver­ant­wor­tung wer­den die Tra­bels­dor­fer gerecht: Mit viel Enga­ge­ment wird die jüdi­sche Ver­gan­gen­heit des Ortes auf­ge­ar­bei­tet, ver­bun­den mit per­sön­li­chen Kon­tak­ten zu Zeit­zeu­gen. Ein wich­ti­ger Fak­tor im Orts­ge­sche­hen sind die zahl­rei­chen akti­ven Ver­ei­ne, denen eine zen­tra­le Rol­le im sozia­len Mit­ein­an­der zukommt.

Auch in Unter­haid ist eine gut ver­netz­te und ehren­amt­lich enga­gier­te Dorf­ge­mein­schaft der Kitt, der das Leben am Ort in bei­spiel­haf­ter Wei­se berei­chert. Nach­bar­schafts­hil­fe wird hier groß geschrie­ben, ob es um Fahr­dienst und Mit­tags­tisch für Senio­ren geht, um kirch­li­che oder ver­eins­ge­bun­de­ne Jugend­ar­beit oder um das kul­tu­rel­le Leben mit Dorf­fest und „Thea­ter am Ort“. Gute Orga­ni­sa­ti­on ist alles, und so haben sich die zahl­rei­chen Ver­ei­ne in einem eige­nen Orts­kul­tur­ring zusam­men­ge­schlos­sen. Die Zukunfts­per­spek­ti­ve des 450-Ein­woh­ner-Ortes sieht gut aus, was eine eige­ne Unter­hai­der Kin­der­gar­ten­grup­pe beweist. Der Lage zwi­schen zwei domi­nan­ten Ver­kehr­stra­ssen, der Auto­bahn und der Bahn­li­nie, hat man in Unter­haid das Beste abge­won­nen und eine Bür­ger-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge nahe der Bahn­tras­se auf­ge­baut. Bezirks­über­grei­fend den­ken die Unter­hai­der schon lan­ge und bau­en mit Blick auf ihre eige­ne Wein­bau­tra­di­ti­on ihre Bezie­hun­gen zum benach­bar­ten Unter­fran­ken ste­tig aus. Neben dem Wein spielt auch das Bier eine Haupt­rol­le in Unter­haid. Die auf­wän­dig sanier­te histo­ri­sche Kel­ler­gas­se ist ein ein­zig­ar­ti­ges Kul­tur­gut, das im Land­kreis und dar­über hin­aus sei­nes­glei­chen sucht.

Im Jahr 2020 wer­den die bei­den Ort­schaf­ten den Land­kreis Bam­berg im Wett­be­werbs­ent­scheid auf Bezirks­ebe­ne ver­tre­ten. Bis dahin ist sowohl in Tra­bels­dorf als auch in Unter­haid mit Sicher­heit ein wei­te­rer Schritt in Rich­tung nach­hal­ti­ger Zukunfts­ent­wick­lung getan, so dass alle Bür­ger mit Über­zeu­gung von ihrem Wohn­ort sagen kön­nen „Unser Dorf hat Zukunft!“