Stei­ger­wald: Geschütz­ter, aber noch nicht geschützt genug

MdL Sowa geht davon aus, dass Buchen­wald vom neu­en Arten­schutz­ge­setz pro­fi­tiert, auch wenn er noch nicht expli­zit zum Schutz­ge­biet erklärt wur­de

Als „Etap­pen­ziel für den Stei­ger­wald“ bezeich­net die ober­frän­ki­sche Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ursu­la Sowa (Bam­berg) das in der ver­gan­ge­nen Woche beschlos­se­ne Arten­schutz­ge­setz. Auch wenn der Hohe Buche­ne Wald im Nor­den noch nicht als Schutz­ge­biet aus­ge­wie­sen wird, sieht Sowa das Are­al durch das neue Gesetz „wesent­lich bes­ser geschützt als vor­her“.

„Jeden­falls dann“, so Sowa, „wenn die Regie­rung künf­tig im Sin­ne des Geset­zes han­delt.“ Und hier will sie Mini­ster­prä­si­dent Söder beim Wort neh­men. Die­ser hat­te ange­kün­digt, dass die Baye­ri­schen Staats­for­sten ihre Wäl­der künf­tig als Kli­ma­wäl­der ver­ste­hen, ihr ober­stes Ziel also Kli­ma­schutz und nicht Pro­fit sei. Auf 30 Mil­lio­nen Euro Über­schuss, die bis­her jähr­lich an den Staats­haus­halt abge­führt wer­den, will Söder ver­zich­ten.

„Das ist ein Wort“, sagt Sowa, „und dar­auf kön­nen und müs­sen wir die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung fest­na­geln – auch und gera­de im Stei­ger­wald. Wenn Söder die Wald­wen­de ernst­haft betreibt, dann muss der nörd­li­che Stei­ger­wald mit sei­nen für den Kli­ma­schutz wert­vol­len alten Buchen­be­stän­den das erste Wald­stück sein, das davon pro­fi­tiert – das ist eine ganz ein­fa­che Logik.“

Gleich­wohl hal­ten Sowa und ihre grü­nen Fraktionskolleg*innen im Baye­ri­schen Land­tag am Ziel fest, den nörd­li­chen Stei­ger­wald als nut­zungs­frei­es Schutz­ge­biet aus­zu­wei­sen. „Wir sind dem näher gekom­men, aber noch nicht am Ziel“, lau­tet das Resü­mee der Grü­nen, womit sie auf einen offe­nen Brief des Ver­eins Natio­nal­park Stei­ger­wald ant­wor­te­ten.