Ein Vor­ge­schmack auf die 70. Kulm­ba­cher Bierwoche

Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm probt im Beisein der Brauereivorstände Markus Stodden (4. von rechts) und Mathias Keil (1. von links), des Landrats Klaus Peter Söllner (3. von rechts), Michael Schmid (2. von rechts) sowie der Kulmbacher Büttner den Anstich.

Kulm­bachs Ober­bür­ger­mei­ster Hen­ry Schramm probt im Bei­sein der Braue­rei­vor­stän­de Mar­kus Stod­den (4. von rechts) und Mathi­as Keil (1. von links), des Land­rats Klaus Peter Söll­ner (3. von rechts), Micha­el Schmid (2. von rechts) sowie der Kulm­ba­cher Bütt­ner den Anstich.

Im Lau­fe ihrer Geschich­te erfuhr die Kulm­ba­cher Bier­wo­che zahl­rei­che Ver­än­de­run­gen. Dazu zähl­ten unter ande­rem ein tem­po­rä­rer Stand­ort­wech­sel 2017 auf das Gelän­de der Kulm­ba­cher Braue­rei sowie der neue Bier­stadl. Letz­tes Jahr wur­de die­ser auf dem neu­ge­stal­te­ten EKU-Platz ein­ge­weiht und von den Gästen der Bier­wo­che mit Begei­ste­rung ange­nom­men. Eines hat sich in all der Zeit nicht ver­än­dert: Der ursprüng­li­che, authen­ti­sche Bier­fest-Cha­rak­ter, dem die Kulm­ba­cher Bier­wo­che sei­ne unver­gleich­lich uri­ge Atmo­sphä­re ver­dankt. Heu­te wur­den die dies­jäh­ri­gen Fest­bie­re im Krei­se gela­de­ner Gäste und Medi­en­ver­tre­ter verkostet.

„Das Enga­ge­ment und der Team­geist aller Betei­lig­ten sind der Schlüs­sel für den Erfolg der Bier­wo­che. Auf die­se Wei­se konn­ten wir die Her­aus­for­de­run­gen der letz­ten Jah­re sehr gut mei­stern und freu­en uns ganz beson­ders in die­sem Jahr den 70. Geburts­tag der Kulm­ba­cher Bier­wo­che zu fei­ern“, erklär­te Mar­kus Stod­den, Vor­stands­spre­cher der Kulm­ba­cher Braue­rei, im Rah­men der tra­di­tio­nel­len Fest­bier­ver­ko­stung und des Pro­be­an­stichs. Auch Ober­bür­ger­mei­ster Hen­ry Schramm und Land­rat Klaus Peter Söll­ner konn­ten dem nur bei­pflich­ten. „Man kann sich Kulm­bach ohne die „fünf­te Jah­res­zeit“ über­haupt nicht vor­stel­len. Über 120.000 Besu­cher aus der gan­zen Welt fei­ern neun Tage fried­lich und aus­ge­las­sen im Her­zen unse­rer Stadt. Mit dem beein­drucken­den neu­en Stadl hat unse­re Braue­rei die Bier­wo­che noch ein­mal wei­ter­ent­wickelt. Ich freue mich auf ein tol­les Erleb­nis für Jung und Alt“, erklär­te Ober­bür­ger­mei­ster Hen­ry Schramm und erin­ner­te anschlie­ßend an die Aus­zeich­nung der Kulm­ba­cher Bier­wo­che mit dem Baye­ri­schen Hei­mat­preis, wel­cher für beson­de­re Ver­dien­ste um Kul­tur, Hei­mat und Brauch­tum ver­lie­hen wird. „In der Bevöl­ke­rung spü­ren wir bereits seit Wochen eine gro­ße Vor­freu­de auf die bevor­ste­hen­de Bier­wo­che. Der gan­ze Land­kreis zählt bereits die Tage bis zum Anstich und auch ich freue mich bereits dar­auf alte Freun­de und Bekann­te im Stadl wie­der­zu­se­hen“, füg­te Land­rat Klaus Peter Söll­ner hinzu.

Neu­es zum Programm 

„Wir legen sehr viel Wert auf die Viel­falt und hohe Qua­li­tät in allen Berei­chen – so auch bei der Musik“, führ­te Micha­el Schmid aus. „Schließ­lich muss es im Stadl neben unse­ren guten Fest­bie­ren neun Tage lang, von früh bis spät, beste Stim­mung geben. Ich den­ke, mit den drei neu­en Bands Fet­zen­ta­ler, der Münch­ner Zwie­tracht und dem Aal­bach­tal-Express auf der einen Sei­te, und den alt­be­währ­ten Joe Wil­liams Band, Eslar­ner Show­band, den Wil­de­rern und den Sto­ap­fäl­zer Spitz­buam haben wir ein erst­klas­si­ges Pro­gramm auf die Bei­ne gestellt, das gute Lau­ne garan­tiert“, erläu­ter­te Micha­el Schmid.

Ver­ko­stung der Fest­bie­re der Kulm­ba­cher Bierwoche 

Zum Höhe­punkt des Ter­mins gehör­te die Ver­ko­stung der Fest­bie­re. „Durch Tra­di­ti­on gepräg­tes Brau­hand­werk geht mit hand­werk­li­cher Sorg­falt und beson­de­rer Qua­li­tät ein­her. Das kenn­zeich­net unse­re drei Fest­bie­re von Kulm­ba­cher, Mönchs­hof und EKU, sowie das Kapu­zi­ner Weiß­bier, die wir auch die­ses Jahr mit beson­de­rer Hin­ga­be gebraut haben“, ver­si­cher­te Herr­mann Noth­haft, Lei­ter Tech­nik und Qua­li­täts­si­che­rung der Kulm­ba­cher Braue­rei, der vor rund acht Wochen die Fest­bie­re ein­brau­te. „Was unse­re Fest­bie­re aus­zeich­net, sind sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Roh­stof­fe aus der Regi­on. Die Brau­mal­ze bekom­men wir aus Fran­ken, das wei­che Was­ser kommt aus dem Fich­tel­ge­bir­ge und der fei­ne Aro­mahop­fen aus der Hallertau.“

Und so schmecken die ein­zel­nen Festbiere:

Das Kulm­ba­cher Fest­bier zeigt sich farb­lich in hel­lem Bern­stein mit fein­po­ri­gem Schaum. Die ange­nehm kräf­ti­ge Aro­mahop­fen­no­te und das samt­fei­ne Mal­zaro­ma bil­den ein har­mo­ni­sches Zusam­men­spiel mit leicht trocke­nem Abgang.

Stamm­wür­ze 13,4% – Alko­hol 5,8 % vol.

Etwas hel­ler in der Far­be in einem kräf­ti­gen Gold­gelb tritt das EKU Fest­bier mit voll­mun­di­gem Ger­sten­mal­zaro­ma, kräf­ti­gem Schaum und durch­aus noch spür­ba­rer Hop­fen­no­te in Erscheinung.

Stamm­wür­ze 13,3% – Alko­hol 5,8 % vol.

Das Mönchs­hof Fest­bier ist mit sei­nem leuch­ten­den Son­nen­gelb das hell­ste der drei Bier­wo­chen­fest­bie­re. Durch die Ver­wen­dung mil­der, hel­ler Spe­zi­al­mal­ze und die spä­te Aro­mahop­fen­ga­be über­zeugt es tra­di­tio­nell mit sei­ner fei­nen, wei­chen Voll­mun­dig­keit und der zurück­hal­ten­den, leicht fruch­ti­gen Hopfennote.

Stamm­wür­ze 13,3% – Alko­hol 5,7% vol.

Auch Weiß­bier­freun­de kom­men bei der Kulm­ba­cher Bier­wo­che nicht zu kurz. Das ober­gä­ri­ge Kapu­zi­ner Weiß­bier ist gold­gelb mit fei­ner Hefe­trü­bung, Die Ver­wen­dung von spe­zi­el­len Wei­zen­b­rau­mal­zen ver­lei­hen ihm sei­nen typisch prickelnd fruch­ti­gen, mil­den Weiß­bier­ge­schmack. Somit bie­tet es eine erfri­schen­de Alter­na­ti­ve zu den drei unter­gä­ri­gen Festbieren.

Stamm­wür­ze 12,3% – Alko­hol 5,4% vol.

Die Fest­bie­re wer­den in die­sem Jahr von Mat­thi­as Wuschek vom „Casa­blan­ca“ (Kulm­ba­cher-Ecke), Fest­wirt-Fami­lie Gla­ser vom „See­lö­wen“ (Mönchs­hof-Ecke), Jür­gen Stü­bin­ger von der „Fran­ken­farm“ (EKU-Ecke) und der Fest­wirt-Fami­lie Lim­mer von der „Hag­lei­te“ (Kapu­zi­ner-Ecke) ausgeschenkt.

Pro­be­an­stich durch Ober­bür­ger­mei­ster Schramm

Nach der Ver­ko­stung der Fest­bie­re, stand für Hen­ry Schramm eine wich­ti­ge Auf­ga­be bevor: Der Pro­be­an­stich. „Auch wenn ich es schon oft gemacht habe, der Anstich eines Bier­fas­ses ist eine ver­zwick­te Sache und man kann es nicht oft genug üben. Der Pro­be­an­stich ist da eine schö­ne Tra­di­ti­on im Vor­feld des Festes“, sag­te Schramm lachend und stach das Pro­be-Fass sou­ve­rän mit zwei Schlä­gen an.

„Der Count­down für die 70. Kulm­ba­cher Bier­wo­che ist ein­ge­läu­tet“, schloss Mar­kus Stod­den ab. „Wir freu­en uns auf ein ein­zig­ar­ti­ges Fest und wün­schen uns, dass es eine fröh­li­che und fried­li­che Fest­wo­che wird, die allen Besu­chern noch lan­ge im Gedächt­nis bleibt.“