Pres­se­mit­tei­lung der Kreis­grup­pe Forch­heim des BN zur Annah­me des Volks­be­geh­rens zum Arten­schutz durch den Land­tag

BUND Natur­schutz sieht im Arten­schutz­pa­ket Auf­bruch für die Ret­tung der Arten­viel­falt in Bay­ern

BN for­dert Umset­zung ein und wird dies vor Ort beglei­ten

„Wir begrü­ßen es sehr, dass die Mehr­heit des Baye­ri­schen Land­tags den Wil­len der Bevöl­ke­rung für mehr Arten­schutz ver­stan­den hat und dies sogar mit einem wei­te­ren Gesetz ergänzt hat“, freut sich Richard Merg­ner, Lan­des­vor­sit­zen­der des BUND Natur­schutz in Bay­ern e.V. (BN).

Das erfolg­reich­ste Volks­be­geh­ren in Bay­ern, die weit­ge­hend kon­struk­ti­ven Dis­kus­sio­nen in den Fach­ar­beits­grup­pen und am Run­den Tisch sowie die vie­len vor Ort ent­stan­de­nen Initia­ti­ven, sind ein star­kes Hoff­nungs­zei­chen und ein gemein­sa­mer Auf­bruch für die Ret­tung der bedroh­ten Arten­viel­falt in Bay­ern, dem noch vie­le wei­te­re Schrit­te fol­gen müs­sen.

„Dass im Land­kreis Forch­heim 18,9 % der Bevöl­ke­rung für das Volks­be­geh­ren gestimmt haben, ist ein kla­rer Auf­trag an die Poli­tik und die Gemein­den, die gesetz­li­chen Ver­bes­se­run­gen nun auf allen Ebe­nen mit Leben zu erfül­len,“ sagt Dr. Ulrich Buch­holz, 1. Vor­sit­zen­der der Kreis­grup­pe Forch­heim. „Für eine ech­te Trend­wen­de im Natur­schutz benö­ti­gen wir mehr Flä­chen­schutz und Schutz der Natur vor Zer­stö­rung, das heißt den Ver­zicht auf die Orts­um­fah­rung Dormitz und die Ost­tan­gen­te der B 470.”

Der BN wird mit sei­nen mehr als 600 Orts­grup­pen die Umset­zung des Arten­schutz­pa­ke­tes kon­kret vor Ort beglei­ten und die nöti­gen Maß­nah­men ein­for­dern.

Unab­hän­gig von den Geset­zen, die im Land­tag beschlos­sen wer­den, sind für den BN auch grund­le­gen­de Ände­run­gen der Rah­men­be­din­gun­gen wich­tig: „Vie­le Land­wir­te sind bereit für mehr Natur­schutz, aber sie brau­chen die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen“, so Merg­ner. „Wir erwar­ten daher von der Staats­re­gie­rung nun auch, dass sie aktiv an einer Öko­lo­gi­sie­rung der EU-Agrar­po­li­tik arbei­tet.“ Auch die Kom­mu­nen spie­len eine zen­tra­le Rol­le bei der Umset­zung: „Hier brau­chen wir als wich­ti­gen Rah­men eine gesetz­li­che Begren­zung des Flä­chen­ver­brauchs auf 5 ha/​Tag.“

In den aktu­el­len Haus­halts­ver­hand­lun­gen müs­sen nach Ansicht des BN die nöti­gen Mit­tel für mehr Per­so­nal ein­ge­stellt wer­den. „Die Umset­zung der Geset­ze vor Ort erfor­dert viel Bera­tung, Auf­klä­rung, fach­li­che Beglei­tung und auch Kon­trol­le, dafür braucht die Ver­wal­tung an den Unte­ren und Höhe­ren Natur­schutz­be­hör­den wesent­lich mehr Per­so­nal als bis­her“, so Dr. Buch­holz.

Ein bit­te­rer Wer­muts­trop­fen ist der Beschluss von CSU und FW zur Bio­top­kar­tie­rung: die­ser Zusatz­be­schluss erschwert künf­tig die Bio­top­kar­tie­rung, die eine zen­tra­le Fach-Grund­la­ge des Natur­schut­zes ist.