Landkreis Bamberg startet Modellprojekt zur Schwimmförderung bei Kindern

„25.000 Bahnen für den guten Zweck.“

Scheckübergabe „Bahnenschwimmen“ (Quelle: Rudolf Mader)

Scheckübergabe „Bahnenschwimmen“ (Quelle: Rudolf Mader)

Immer mehr Kinder verlassen die Grundschule als Nichtschwimmer. Um diesen Trend zu stoppen, hat der Landkreis Bamberg jetzt mit verschiedenen Kooperationspartnern ein umfangreiches Modellprojekt zur Schwimmförderung bei Kindern ins Leben gerufen. „Schwimmen fördert nicht nur die motorischen Fähigkeiten und ist wichtig für unsere Gesundheit. Schwimmen rettet im Zweifel auch Leben. Darum ist es uns eine Herzensangelegenheit, unseren Kindern das Element Wasser näher zu bringen und den Spaß am Schwimmen zu vermitteln“, erklärt Landrat Johann Kalb.

Bahnenschwimmen für den guten Zweck

Das Projekt besteht aus drei wesentlichen Bausteinen. Den Startschuss machte das „Bahnenschwimmen für die gute Sache“ vom 6. bis 10. Mai. Ziel war es, innerhalb von 30 Minuten möglichst viele Bahnen zugunsten eines guten Zwecks zu schwimmen. Dabei suchte jedes teilnehmende Kind im Vorfeld einen „Sponsoren“, der jede geschwommene Bahn mit 10 Cent vergütet. Landrat Johann Kalb: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 880 Dritt- und Viertklässler von 18 Schulen im Landkreis schwammen rund 25.000 Bahnen und haben so sage und schreibe 7.300 € gesammelt.“ Der Erlös kommt zur Hälfte dem Schulbauernhof Heinershof e. V. in Stolzenroth zu Gute, der den Schulen mit pädagogischen Angeboten zur Verfügung steht. Mit der anderen Hälfte wird ein Förderschulsportfest im Rahmen der der Internationalen Woche des Landkreises Bamberg co-finanziert, bei dem auch Jugendliche einer Schule für Hörgeschädigte aus dem polnischen Partnerlandkreis Jelenia Góra teilnehmen werden. Landrat Johann Kalb: „Ich danke allen Schwimmerinnen und Schwimmern für ihren tatkräftigen Einsatz sowie unserem Staatlichen Schulamt Bamberg für Ihre Unterstützung.“

„Nicht verpennen, lieber Schwimmen und Rennen“

Ein weiterer Baustein fand vom 15. bis 18. Juli in Hallstadt statt. Unter dem Motto „Nicht verpennen, lieber Schwimmen und Rennen“ nahmen 200 Schülerinnen und Schüler der 2. bis 4. Klasse der Hans-Schüller Grundschule Hallstadt an der Aktivwoche für aufgeweckte Kinder teil. In Zusammenarbeit mit dem Turnverein Hallstadt, der Stadt Hallstadt, der Wasserwacht – KV Bamberg und der Hans-Schüller Grundschule Hallstadt stellte die Ehrenamtsstelle am Landkreis Bamberg ein spannendes und abwechslungsreiches Programm auf, das die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Spiel, Spaß und vor allem viel Bewegung animierte. Gefördert wurde die Woche von der Adalbert-Raps-Stiftung Kulmbach sowie der Stiftung Helfen tut gut. Sponsor ist auch das „Bundesprogramm Integration durch Sport“.

Schwimmförderung schon im Vorschulalter

Abgerundet wird das Modellprojekt durch den dritten Baustein. Dieser zielt auf die Schwimmförderung bei den ganz Kleinen ab. In Zusammenarbeit mit dem St. Michael Kindergarten in Breitengüßbach und einem Schwimmtrainer des Turnvereins Hallstadt wurden in den vergangenen Wochen Vorschulkindern erste Grundkenntnisse im Schwimmen vermittelt.

Landrat Johann Kalb: „Schwimmen ist nicht allein Aufgabe der Schulen. Vielmehr sind wir alle in die Pflicht genommen – Familie, Eltern, Vereine, Bildungseinrichtungen, Kindertagesstätten –, die Lehrkräfte mit dieser wichtigen Aufgabe nicht alleine lassen.“ Auch dürfe man sich nicht in der trügerischen Sicherheit wägen, dass das ‚Seepferdchen‘ ein Garant für sicheres Schwimmen sei. Vielmehr sei es eine Motivation für die Kinder, weiterhin fleißig zu üben.

Das Projektstart ist wurde im noch laufenden Schuljahr 2018/2019 erfolgreich gestartet und soll auch im kommenden Schuljahr weiter vorangetrieben werden.