Pol­ni­sche Ener­gie­agen­tur zu Gast in Eber­mann­stadt

Die polnische Delegation vor der E-Ladesäule

Die pol­ni­sche Dele­ga­ti­on vor der E‑Ladesäule

Ener­gie­aus­tausch zwi­schen Land­kreis Forch­heim und den Land­krei­sen Bia­ly­stok und Hajnów­ka gestärkt. Eine Dele­ga­ti­on aus Ost­po­len infor­mier­te sich in Eber­mann­stadt über die Ent­wick­lung erneu­er­ba­rer Ener­gien. Im Rah­men einer Stu­di­en­rei­se, die durch das Bun­des­um­welt­mi­ni­ste­ri­um und das Pro­gramm „Euro­päi­sche Kli­ma­schutz­in­itia­ti­ve“ (EUKI) geför­dert wird, waren Sie zu Gast beim Kli­ma­schutz­ma­nage­ment des Land­krei­ses und bei den Stadt­wer­ken Eber­mann­stadt.

Ziel des Pro­jek­tes ist es, mit den pol­ni­schen Part­nern in den zwei Land­krei­sen Bia­ly­stok und Hajnów­ka eine Ener­gie­be­ra­tungs­ein­rich­tung für Kom­mu­nen und Pri­vat­per­so­nen auf­zu­bau­en. Die Ener­gie­vi­si­on Fran­ken­wald orga­ni­siert im Rah­men des Pro­jek­tes Semi­na­re für die pol­ni­schen Pro­jekt­mit­ar­bei­ter in Deutsch­land.

In der Frän­ki­schen Schweiz infor­mier­ten Sie sich über die Kli­ma­schutz-Pro­jek­te der Stadt­wer­ke Eber­mann­stadt und wie die­se umge­setzt wer­den. Ste­fan Sablof­ski (Lei­ter Ener­gie­dienst­lei­stun­gen und Ver­trieb) gab einen inter­es­san­ten Ein­blick in die Struk­tu­ren und Her­aus­for­de­run­gen einer regio­na­len Ener­gie­ver­sor­gung, die neben der Erzeu­gung und dem Ener­gie­ver­trieb auch sehr vie­le wei­te­re Dienst­lei­stun­gen, wie Ener­gie­be­ra­tung, E‑Mobilität, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on und Trink­was­ser­ver­sor­gung umfasst. Kon­rad Dre­sel (Lei­ter Strom­ver­sor­gung) und Jörg Prell (Stell­ver­tre­ten­der Lei­ter Strom­ver­sor­gung) prä­sen­tier­ten dann kon­kre­te Pro­jek­te der Stadt­wer­ke, so auch die öffent­li­chen Lade­säu­len am Markt­platz und am Land­rats­amt.

Ins­be­son­de­re die 1,3 MW gro­ße Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge in Eschlipp inter­es­sier­te die pol­ni­schen Ener­gie­ex­per­ten. Ger­ne möch­te man in den bei­den Land­krei­sen sol­che Anla­gen errich­ten und von den Erfah­run­gen der Kol­le­gen aus Eber­mann­stadt ler­nen. Ähn­lich wie in Deutsch­land, ist auch in Polen die Eigen­strom­nut­zung eine wich­ti­ge Trieb­fe­der, denn der eige­ne PV-Strom ist auch dort gün­sti­ger als Koh­le­strom. Bilan­zi­ell deckt die Anla­ge in Eschlipp den Jah­res­strom­ver­brauch von gut 450 Haus­hal­ten.

Kli­ma­schutz­ma­na­ger Domi­nik Big­ge berich­te­te von zahl­rei­chen Bera­tungs- und Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten für Bür­ger, wie der Ener­gie- und För­der­mit­tel­be­ra­tung, der Ener­gie- und Immo­bi­li­en­mes­se sowie von Pro­jek­ten in den Land­kreis­kom­mu­nen oder den Sanie­rungs­vor­ha­ben des Land­krei­ses. Die pol­ni­schen Ener­gie­tech­ni­ker möch­ten in ihren Hei­mat­land­krei­sen mehr regio­na­le Wald­hack­schnit­zel ver­wen­den und die Abkehr von der Koh­le ein­lei­ten.