Tim Par­gent for­dert Ende der restrik­ti­ven Ein­bür­ge­rungs­pra­xis baye­ri­scher Behör­den

“Ein­bür­ge­run­gen von Koso­va­rin­nen und Koso­va­ren erleich­tern”

Die Grü­nen im Baye­ri­schen Land­tag kri­ti­sie­ren die restrik­ti­ve Ein­bür­ge­rungs­pra­xis baye­ri­scher Behör­den bei Koso­va­rin­nen und Koso­va­ren. Bay­ern ist neben Sach­sen das ein­zi­ge Bun­des­land, das trotz der staat­li­chen Aner­ken­nung Koso­vos durch die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land dar­auf beharrt, dass Koso­va­rIn­nen nicht nur ihre koso­va­ri­sche, son­dern auch die ser­bi­sche Staats­bür­ger­schaft able­gen müs­sen, „selbst wenn sie in Bay­ern gebo­ren sind und kei­ner­lei Bezug zu Ser­bi­en haben“, so Tim Par­gent, grü­ner Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter aus Bay­reuth. „Das ist ein Alb­traum für die inte­gra­ti­ons­wil­li­gen Men­schen aus dem Koso­vo, vor allem, weil durch den Unwil­len Ser­bi­ens unglaub­lich viel Zeit und oft viel Geld dafür auf­ge­wen­det wer­den müs­sen.“

Um aus der ser­bi­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit ent­las­sen zu wer­den, muss ent­we­der eine ver­gleichs­wei­se hohe Gebühr an das ser­bi­sche Kon­su­lat in Mün­chen gezahlt wer­den, ver­bun­den mit einem erheb­li­chen Zeit­auf­wand, um alles „ord­nungs­ge­mäß abzu­wickeln. Oder man bezahlt Mit­tels­män­ner – die­se kri­mi­nell anmu­ten­de Pra­xis kann aber wohl nicht im Sin­ne der Koso­va­rIn­nen sein, geschwei­ge denn im Sin­ne der baye­ri­schen Behör­den“, so der Abge­ord­ne­te.

Die Land­tags-Grü­nen um die Spre­che­rin für Asyl, Inte­gra­ti­on und Flucht, Gül­se­ren Demi­rel, for­dern, die „Ein­bür­ge­rungs­ver­hin­de­rungs­tak­tik zu been­den und die Ein­bür­ge­rung für Koso­va­rin­nen und Koso­va­ren zu ver­ein­fa­chen. In den Fäl­len, in denen die Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber kei­ne ser­bi­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit haben, sol­len auch Bay­erns Behör­den kei­nen Nach­weis über den Ver­zicht auf die­se – ja gar nicht vor­han­de­ne – Staats­an­ge­hö­rig­keit ver­lan­gen“, so Tim Par­gent. „In den Fäl­len, in denen die Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber ver­sucht haben, aus der ser­bi­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit ent­las­sen zu wer­den, aber an den Schi­ka­nen der ser­bi­schen Behör­den schei­tern, soll­ten dies künf­tig auch die baye­ri­schen Behör­den als aus­rei­chend aner­ken­nen.“