Trau­er um frü­he­ren Dom­ka­pi­tu­lar und lang­jäh­ri­gen Pfar­rer Hans Wich

Ehe­ma­li­ger Gemein­de­pfar­rer, Diö­ze­san­rich­ter, Ordens­re­fe­rent und Per­so­nal­chef des Ordi­na­ri­ats wur­de 90 Jah­re alt

Prälat Wich von der Feier seines 60. Priesterjubiläums. (Foto: Pressestelle/Bärbel Meister)

Prä­lat Wich von der Fei­er sei­nes 60. Prie­ster­ju­bi­lä­ums. (Foto: Pressestelle/​Bärbel Mei­ster)

Das Erz­bis­tum Bam­berg trau­ert um den frü­he­ren Dom­ka­pi­tu­lar Hans Wich. Er starb am Diens­tag (7. Mai 2019) weni­ge Wochen nach sei­nem 90. Geburts­tag. Der Ver­stor­be­ne wirk­te im Erz­bis­tum als Seel­sor­ger in ver­schie­de­nen Gemein­den sowie unter ande­rem als Diö­ze­san­rich­ter, Ordens­re­fe­rent und Per­so­nal­chef. 36 Jah­re lang, von 1972 bis 2008, war er geist­li­cher Bei­rat des katho­li­schen DJK-Sport­ver­bands, wes­halb er oft als „Sport­prä­lat“ bezeich­net wur­de. Erz­bi­schof Lud­wig Schick wür­dig­te Wich für sein lang­jäh­ri­ges Wir­ken als volks­na­her Seel­sor­ger in Kir­che und Gesell­schaft. Ihm sei es zudem immer gelun­gen, Kir­che, Glau­ben und Sport mit­ein­an­der zu ver­bin­den.

Wich war sowohl geist­li­cher Bei­rat der Bam­ber­ger Krip­pen­freun­de als auch über zwei Jahr­zehn­te lang geist­li­cher Bei­rat der Mes­ner­ver­ei­ni­gung der Erz­diö­ze­se Bam­berg. Über vie­le Jah­re war ihm auch die Män­ner­seel­sor­ger im Erz­bis­tum anver­traut. Sei­ner Stu­den­ten­ver­bin­dung der Unitas Hen­ri­cia Bam­berg und den Bun­des­brü­dern war er treu ver­bun­den. Die Lei­den­schaft für den Sport hat er bis ins hohe Alter behal­ten. Wich wur­de viel­fach aus­ge­zeich­net, unter ande­rem mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz.

Hans Wich besuch­te zunächst die Volks­schu­le in Bug und dann das Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um in Bam­berg. Nach dem Stu­di­um emp­fing er 1954 die Prie­ster­wei­he. Nach sei­nen Kaplans­jah­ren in Bur­ge­brach war Wich Pfar­rer in Gei­sel­wind und spä­ter in Kulm­bach, wo er auch Dekan wur­de. 1982 wur­de er vom dama­li­gen Erz­bi­schof Elmar Maria Kredel zum Dom­ka­pi­tu­lar ernannt. Er über­nahm die Auf­ga­ben des Ordens­re­fe­ren­ten und des Diö­ze­san­rich­ters am Erz­bi­schöf­li­chen Offi­zi­a­lat. 1983 wur­de er Ordi­na­ri­ats­kanz­ler und Lei­ter der Abtei­lung Welt­li­ches Per­so­nal. 1987 ernann­te Johan­nes Paul II. ihn zum Päpst­li­chen Ehren­prä­la­ten. Auch nach sei­nem Ein­tritt in den Ruhe­stand 1999 war er wei­ter in der Seel­sor­ge aktiv. In vie­len Pfar­rei­en kam er zur Aus­hil­fe und fei­er­te mit den Gläu­bi­gen Got­tes­dienst.

Prä­lat Wich leb­te zuletzt im Cari­tas-Senio­ren­zen­trum St. Josef in Bam­berg-Gaustadt, wo er am Diens­tag ver­stor­ben ist.

Das Requi­em wird am Mitt­woch, 15. Mai 2019, um 14.30 Uhr im Bam­ber­ger Dom gefei­ert, anschlie­ßend ist die Bei­set­zung auf dem Kapi­tels­fried­hof im Kreuz­gar­ten des Doms. Ab 12 Uhr ist der geschlos­se­ne Sarg im Dom zur per­sön­li­chen Ver­ab­schie­dung auf­ge­bahrt. Am Mon­tag, 13. Mai 2019, fin­det um 19 Uhr ein Toten­ge­bet im Dom statt.