Bay­reu­ther Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe zum Tod der Wag­ner-Enke­lin Vere­na Laf­fer­entz-Wag­ner

“Bay­reuth stets die Treue gehal­ten”

Mit Vere­na Laf­fer­entz-Wag­ner ist am ver­gan­ge­nen Frei­tag die letz­te Enke­lin von Richard Wag­ner im Alter von 98 Jah­ren gestor­ben. Bay­reuths Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe bekun­det den Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen ihr Bei­leid und ihre Anteil­nah­me.

Vere­na Laf­fer­entz-Wag­ner war das vier­te und jüng­ste Kind aus der Ehe von Sieg­fried und Wini­f­red Wag­ner. Sie wuchs mit ihren Geschwi­stern in Wahn­fried, dem Wohn­haus Richard Wag­ners, auf. „Offe­ne oder ver­steck­te Dif­fe­ren­zen inner­halb der Fami­li­en Wag­ner haben sie nie ver­an­lasst, ihre Loya­li­tät gegen­über den Mit­glie­dern der Fami­lie ein­zu­stel­len“, so Merk-Erbe. In der Richard-Wag­ner-Stif­tung habe sie von Beginn an lan­ge Jah­re enga­giert mit­ge­ar­bei­tet und ins­be­son­de­re bei der Neu­ge­stal­tung des Richard-Wag­ner-Muse­ums Anstö­ße gege­ben. Dort, wo sie nicht zufrie­den war, habe sie dies auch kund­ge­tan. “Die Richard-Wag­ner-Ver­bän­de haben in ihr eine zuver­läs­si­ge und kom­pe­ten­te Gesprächs­part­ne­rin gehabt“, so Merk-Erbe. Vere­na Laf­fer­entz-Wag­ner habe Bay­reuth stets die Treue gehal­ten und ihre Hei­mat­stadt regel­mä­ßig besucht. „Erst als dies aus gesund­heit­li­chen Grün­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht mehr mög­lich war, war not­ge­drun­gen das Tele­fon ihre Ver­bin­dung zu Bay­reuth. Das Werk ihres Groß­va­ters und die Fami­lie waren für sie immer das Zen­trum.“ Sie selbst, so Merk-Erbe wei­ter, habe Laf­fer­entz-Wag­ner in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bei ver­schie­de­nen Begeg­nun­gen ken­nen­ge­lernt. „Hier zeig­te sie Klar­heit, Ernst­haf­tig­keit und Wil­lens­stär­ke.“