Füh­ren­der US-Wis­sen­schaft­ler und Hum­boldt-Preis­trä­ger kommt an die Uni­ver­si­tät Bay­reuth

Kli­ma­wan­del und Arten­viel­falt

Feierliche Verleihung des Humboldt-Forschungspreises in Bamberg: Prof. Dr. James S. Clark, Duke University, und Prof. Dr. Hans-Christian Pape, Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung. Foto: © Humboldt-Stiftung / Barthel Bamberg.

Fei­er­li­che Ver­lei­hung des Hum­boldt-For­schungs­prei­ses in Bam­berg: Prof. Dr. James S. Clark, Duke Uni­ver­si­ty, und Prof. Dr. Hans-Chri­sti­an Pape, Prä­si­dent der Alex­an­der von Hum­boldt-Stif­tung. Foto: © Hum­boldt-Stif­tung / Bart­hel Bam­berg.

Pro­fes­sor James S. Clark, einer der inter­na­tio­nal bedeu­tend­sten For­scher an der Schnitt­stel­le von Öko­lo­gie und Sta­ti­stik, wird in den näch­sten Mona­ten mehr­mals für einen Gast­auf­ent­halt an die Uni­ver­si­tät Bay­reuth kom­men. Vor kur­zem wur­de er in Bam­berg mit dem Hum­boldt-For­schungs­preis der Alex­an­der von Hum­boldt-Stif­tung aus­ge­zeich­net. Prof. Dr. Ste­ven Hig­gins, Inha­ber des Lehr­stuhls für Pflan­zen­öko­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth, hat ihn für die­se Ehrung vor­ge­schla­gen. Clark ist Pro­fes­sor für Bio­lo­gie an der Duke Uni­ver­si­ty in Durham/​USA. Im Mit­tel­punkt sei­ner For­schungs­ar­bei­ten ste­hen die Aus­wir­kun­gen glo­ba­ler Kli­ma­ver­än­de­run­gen auf die Tier- und Pflan­zen­welt und auf Öko­sy­ste­me.

„Mit sei­nen For­schungs­bei­trä­gen, die neue­ste Erkennt­nis­se und Metho­den der Sta­ti­stik auf Fra­gen des Kli­ma­wan­dels und der Bio­di­ver­si­tät anwen­den, hat sich James S. Clark inter­na­tio­nal einen her­aus­ra­gen­den Ruf erwor­ben. Er wird der öko­lo­gi­schen und umwelt­wis­sen­schaft­li­chen For­schung an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth hoch­in­ter­es­san­te Impul­se ver­mit­teln kön­nen. Wir freu­en uns schon sehr auf die Zusam­men­ar­beit mit ihm“, sagt sein künf­ti­ger Bay­reu­ther Gast­ge­ber und Kol­le­ge Ste­ven Hig­gins.

An der Duke Uni­ver­si­ty in North Caro­li­na hat Clark eine Rei­he gro­ßer For­schungs­vor­ha­ben auf den Weg gebracht, die Natur­wis­sen­schaf­ten, Öko­lo­gie und Sta­ti­stik mit­ein­an­der ver­bin­den. Exper­ten aus ver­schie­de­nen Fächern arbei­ten dabei gemein­sam an der Aus­wer­tung kom­ple­xer Daten­sät­ze, um die Ent­wick­lung der Arten­viel­falt auf der Erde nicht nur zu beschrei­ben, son­dern auch im Vor­aus berech­nen zu kön­nen. Die­ses noch jun­ge For­schungs­ge­biet, die Bio­di­ver­si­täts­vor­her­sa­ge (bio­di­ver­si­ty pre­dic­tion), wird Clark wäh­rend sei­ner For­schungs­auf­ent­hal­te an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth wei­ter vor­an­trei­ben. Dabei geht es ins­be­son­de­re um aktu­el­le Daten zur Bio­di­ver­si­tät in Süd­afri­ka, wo der­zeit neue öko­lo­gi­sche Beob­ach­tungs­sy­ste­me eta­bliert wer­den. Auf Daten­strö­me, die mit die­sen Tech­ni­ken gewon­nen wer­den, sol­len die von Clark ent­wickel­ten sta­ti­sti­schen Metho­den ange­wen­det wer­den. „Die fächer­über­grei­fen­de Ver­net­zung im Bay­CE­ER, dem Bay­reu­ther Zen­trum für Öko­lo­gie und Umwelt­for­schung, und die jahr­zehn­te­lan­gen Koope­ra­tio­nen im Bay­reu­ther Afri­ka­schwer­punkt bie­ten für die­sen inno­va­ti­ven For­schungs­an­satz beste Vor­aus­set­zun­gen“, betont Hig­gins.

Zum Hum­boldt-For­schungs­preis der Alex­an­der von Hum­boldt-Stif­tung

„Mit dem Preis wer­den Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler für ihr bis­he­ri­ges Gesamt­schaf­fen aus­ge­zeich­net, deren grund­le­gen­de Ent­deckun­gen, Erkennt­nis­se oder neue Theo­rien das eige­ne Fach­ge­biet nach­hal­tig geprägt haben und von denen auch in der Zukunft wei­te­re Spit­zen­lei­stun­gen erwar­tet wer­den kön­nen“, erklärt die Alex­an­der von Hum­boldt-Stif­tung auf ihrer Home­page (www​.hum​boldt​-foun​da​ti​on​.de). Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert. Die Preis­trä­ger sind ein­ge­la­den, eige­ne For­schungs­vor­ha­ben über einen Zeit­raum von bis zu einem Jahr gemein­sam mit Fach­kol­le­gen in Deutsch­land zu bear­bei­ten. Der Auf­ent­halt kann zeit­lich auf­ge­teilt wer­den.

Home­page von Pro­fes­sor Dr. James S. Clark an der Duke Uni­ver­si­ty:

https://​bio​lo​gy​.duke​.edu/​p​e​o​p​l​e​/​j​a​m​e​s​-​s​-​c​l​ark

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