Bezirk sucht zum 5. Mal das Ober­frän­ki­sche Wort des Jahres

Oberfränkisches Wort des Jahres 2015: Wischkästla
Oberfränkisches Wort des Jahres 2015: Wischkästla

Pünkt­lich zum Inter­na­tio­na­len Tag der Mut­ter­spra­che am Don­ners­tag (21. Febru­ar) sind alle Ober­fran­ken auf­ge­ru­fen, ihren Favo­ri­ten für das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res ein­zu­sen­den. Der Bezirk Ober­fran­ken kürt in Zusam­men­ar­beit mit dem Ober­frän­ki­schen Bau­ern­hof­mu­se­um Klein­los­nitz und Medi­en­part­ner extra-radio aus Hof in die­sem Jahr zum fünf­ten Mal ein ober­frän­ki­sches Dia­lekt­wort. Ver­kün­det wird es am 29. Sep­tem­ber in Klein­los­nitz von Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.

Das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res fei­ert ein klei­nes Jubi­lä­um. In die­sem Jahr fin­det der belieb­te Wett­be­werb bereits zum fünf­ten Mal statt. Über 1.500 Ein­sen­dun­gen sind seit dem Start im Jahr 2015 bei der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken ein­ge­gan­gen. Mit dem Wisch­käst­la (2015), a weng weng (2016), urigeln (2017) und der­schwit­zen (2018) beleuch­te­ten die Sie­ger­wör­ter bis­her immer einen ande­ren Aspekt der ober­frän­ki­schen Mund­art. „Das Wort soll den Sprach­schatz berei­chern und das Gemein­te beson­ders tref­fend, ori­gi­nell oder prä­zi­se benen­nen. Gesucht wer­den aber auch ober­frän­ki­sche Wör­ter, die einen bestimm­ten Aus­druck bes­ser wie­der­ge­ben als die hoch­deut­sche Ent­spre­chung oder die es im Hoch­deut­schen gar nicht gibt“, erklärt die Lei­te­rin der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks, Bar­ba­ra Christoph.

Zum Inter­na­tio­na­len Tag der Mut­ter­spra­che, der all­jähr­lich am 21. Febru­ar began­gen wird, ruft die Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken erneut dazu auf, Vor­schlä­ge für das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res ein­zu­sen­den. „Der Wett­be­werb zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass der ober­frän­ki­sche Dia­lekt alles ande­re als ver­staubt ist, er ist leben­dig und viel­fäl­tig“, stellt Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm fest. „Ich bin sehr gespannt, wel­ches Wort oder wel­cher typisch ober­frän­ki­sche Aus­druck 2019 das Ren­nen machen wird. Wir freu­en uns auf Ihre Ein­sen­dun­gen“, so der Bezirks­tags­prä­si­dent, der selbst einen Vor­schlag ein­rei­chen möch­te. „Bei uns zuhau­se im Fran­ken­wald haben wir immer gesagt, man lässt etwas ‚auf­leu­na‘, wenn wir etwas auf­ge­taut haben. Ein Wort, dass heu­te nur noch weni­ge Men­schen ken­nen. Wenn ich das ab und zu daheim ver­wen­de, dann muss mei­ne Frau immer schmun­zeln“, ver­rät Hen­ry Schramm sei­nen per­sön­li­chen Favoriten.

Wer einen Vor­schlag für das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res 2019 machen möch­te, kann sein Lieb­lings­wort auf der Home­page des Bezirks Ober­fran­ken unter www​.bezirk​-ober​fran​ken​.de/​o​wdj ein­ge­ben oder per Mail an kulturservicestelle@​bezirk-​oberfranken.​de schicken. Aus allen Ein­sen­dun­gen kürt eine vier­köp­fi­ge Jury bestehend aus der Lei­te­rin der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken, Bar­ba­ra Chri­stoph, Sabi­ne Knie­ling vom Medi­en­part­ner extra-radio aus Hof, Dr. Almut König vom Lehr­stuhl für Ger­ma­ni­sti­sche Sprach­wis­sen­schaft an der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen sowie dem Lei­ter des Bau­ern­hof­mu­se­ums Klein­los­nitz, Bert­ram Popp, den Sieger.

Die Ver­kün­dung des Ober­frän­ki­schen Wort des Jah­res 2019 fin­det am 29. Sep­tem­ber im Rah­men des Ten­na-Festes im Ober­frän­ki­schen Bau­ern­hof­mu­se­um Klein­los­nitz statt.

INFO Tag der Muttersprache

Auf Vor­schlag der UNESCO haben die Ver­ein­ten Natio­nen den 21. Febru­ar als Inter­na­tio­na­len Tag der Mut­ter­spra­che aus­ge­ru­fen. Er wird seit 2000 jähr­lich began­gen. Von den rund 6.000 Spra­chen, die heu­te welt­weit gespro­chen wer­den, sind nach Ein­schät­zung der UNESCO die Hälf­te vom Ver­schwin­den bedroht.

INFO Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Oberfranken

Die Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken hat ihren Sitz im Muse­um für bäu­er­li­che Arbeits­ge­rä­te in Bay­reuth. Sie ist zustän­dig für die Bera­tung von Pri­vat­per­so­nen, Ver­ei­nen, Kom­mu­nen und son­sti­gen Insti­tu­tio­nen in den Berei­chen Muse­ums­ar­beit, Thea­ter und Lite­ra­tur. Die Kul­tur­Ser­vice­Stel­le regt selbst Pro­jek­te an oder führt kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen durch, unter ande­rem den all­jähr­lich statt­fin­den­den Mund­art-Thea­ter-Tag in Zusam­men­ar­beit mit der Regio­nal­ver­tre­tung Ober­fran­ken der Arbeits­ge­mein­schaft Mund­art-Thea­ter Fran­ken e. V.

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