Bie­nen und Bau­ern ret­ten: Ver­lust von Höfen und Arten­viel­falt in Bay­ern gemein­sam stoppen

In den letz­ten 10 Jah­ren muss­ten über 12.000 Bau­ern­hö­fe in Bay­ern schlie­ßen. Der Zusam­men­hang zwi­schen dem Höfe­ster­ben und dem dra­ma­ti­schen Ver­lust der Arten­viel­falt ist klar erkenn­bar. Das Volks­be­geh­ren zur Ret­tung der Arten­viel­falt war in den letz­ten Tagen bestimmt durch die Debat­te um den schein­ba­ren Kon­flikt zwi­schen Arten­viel­falt und land­wirt­schaft­li­chen Exi­sten­zen. Tat­säch­lich ist im der­zei­ti­gen System auch der Land­wirt eine bedroh­te Spe­zi­es. Bis 2030 wird eine wei­te­re Hal­bie­rung der Zahl der Betrie­be für Bay­ern vor­her­ge­sagt. Die­se Ent­wick­lung geht ein­her mit besorg­nis­er­re­gen­den Trends in unse­ren Agrarökosystemen.

„Das Volks­be­geh­ren zur Ret­tung der Arten­viel­falt will die­sen die­se schlim­men Trends stop­pen und umkeh­ren. Bie­nen und Bau­ern kön­nen nur zusam­men geret­tet wer­den“, so BN Lan­des­vor­sit­zen­der Richard Mergner

Ulrich Buch­holz, BN-Kreis­vor­sit­zen­der Forch­heim: „Die Zeit des Redens muss vor­bei sein. Das Han­deln für die Umwelt und den Men­schen muss beginnen.“

Josef Braun, Frei­sin­ger Bio­land­bau­er: „Aus Ver­ant­wor­tung für unse­re Kin­der und Enkel­kin­der, aus Ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung müs­sen wir das Volks­be­geh­ren zum Erfolg führen.“

„Selbst wenn die hoch gesteck­ten Zie­le des Volks­be­geh­rens erreicht wür­den, blei­ben noch min­de­stens 70 % der Land­wirt­schaft kon­ven­tio­nell. Der Erfolg der zer­ti­fi­ziert bie­nen­freund­lich pro­du­zier­ten Pro­duk­te von uns zeigt, dass man auch kon­ven­tio­nel­le Land­wirt­schaft betrei­ben kann, dass sie Rück­halt aus der Gesell­schaft hat. Wenn man sich auf den durch­aus auch mal unbe­que­men Dia­log mit Imkern, Natur­schüt­zern und ande­ren Inter­es­sens­grup­pen ein­lässt, ent­steht gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en aus dem dann lang­fri­stig trag­fä­hi­ge Lösun­gen wach­sen kön­nen.“, Wal­ter Hae­fe­ker, Prä­si­dent euro­päi­scher Berufsimker.
„Seit 10 Jah­ren arbei­ten wir erfolg­reich gemein­sam mit den Berufs­im­kern und ande­ren Ver­bän­den zusam­men, um unse­re Pro­duk­ti­ons­wei­se sowohl bie­nen­freund­lich als auch wirt­schaft­lich für unse­re Betrie­be zu gestal­ten. Im glei­chen Zeit­raum hat fast ein Drit­tel der Milch­vieh­be­trie­be in Bay­ern auf­ge­ben müs­sen. Unse­re lang­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit zeigt, dass es mög­lich ist, Bie­nen und Bau­ern zu ret­ten, wenn man bereit ist, neue Wege zu gehen.“, so Jakob Nie­der­mai­er, Geschäfts­füh­rer ster­nen­fair Milch­ver­mark­tungs GmbH.

„Das Volks­be­geh­ren wird von einem brei­ten Bünd­nis aus der Land­wirt­schaft getra­gen. Vie­le Bäue­rin­nen und Bau­ern unter­stüt­zen das Volks­be­geh­ren aktiv, da bie­nen­freund­li­che Land­wirt­schaft einen Aus­weg aus der Wachs­tums­spi­ra­le ermög­licht. Eine intak­te Insek­ten­welt ist für die baye­ri­sche Land­wirt­schaft ein unver­zicht­ba­res Ret­tungs­netz. Wenn der Bau­ern­ver­band (BBV) und die Staats­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber Hor­ror­sze­na­ri­en ver­brei­ten, lenkt dies nur vom eige­nen Ver­sa­gen ab. Wir brau­chen eine ande­re Agrar­po­li­tik, damit bäu­er­li­che Betrie­be und die Arten­viel­falt geschützt wer­den.“, so Mar­tin Geil­hu­fe, Lan­des­be­auf­trag­ter des BUND Naturschutz.

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