Ernäh­rungs­team am Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz ach­tet auf Man­gel­er­näh­rung bei Patienten

Dominik Schrenker, Dr.  Michael Sturm, Dr. Elisabeth Dewald, Sabine Lamprecht, Nadine Abert, Geschäftsführer Sven Oelkers. (@Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz)

Domi­nik Schren­ker, Dr. Micha­el Sturm, Dr. Eli­sa­beth Dewald, Sabi­ne Lam­precht, Nadi­ne Abert, Geschäfts­füh­rer Sven Oel­kers. (@Klinikum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz)

Erneut wur­de das Ernäh­rungs­team am Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz von der ESPEN (Euro­pean Socie­ty of Par­en­te­ral and Ente­ral Nut­ri­ti­on) für die Teil­nah­me am „nut­ri­ti­on­Day“ am 15. Novem­ber 2018, einem Akti­ons­tag zu Erfas­sung ernäh­rungs­me­di­zi­ni­scher Situa­tio­nen in Kli­ni­ken und Pfle­ge­hei­men, aus­ge­zeich­net. Die Idee von nut­ri­ti­on­Day ist es, teil­neh­men­den Kran­ken­häu­sern nach Beant­wor­tung von Fra­ge­bö­gen ein struk­tu­rier­tes Feed­back über die Qua­li­tät der kli­ni­schen Ernäh­rungs­the­ra­pie zu geben. Mit die­ser Rück­mel­dung sol­len die Betei­lig­ten auch für das The­ma Man­gel­er­näh­rung sen­si­bi­li­siert werden.

Das Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz punk­te­te im welt­wei­ten Ver­gleich mit sei­nen The­ra­pie­maß­nah­men der Man­gel­er­näh­rung. Ernäh­rungs­me­di­zi­ne­rin Dr. Eli­sa­beth Dewald freut sich über die Aus­zeich­nung: „Die schnel­le Erfas­sung und Behand­lung der Man­gel­er­näh­rung ist ein wesent­li­cher Schwer­punkt der Ernäh­rungs­the­ra­pie am Kli­ni­kum in Forch­heim. Wir ver­su­chen, die kör­per­li­che Kon­sti­tu­ti­on unse­rer Pati­en­ten zu ver­bes­sern, das Immun­sy­stem zu stär­ken und den Mus­kel­ab­bau zu ver­hin­dern, wie es bei lan­gen Lie­ge­zei­ten oft der Fall ist.“ Die Behand­lung von Man­gel­er­näh­rung ist schon seit Jah­ren ein eta­blier­ter Schwer­punkt in Dia­gno­stik und The­ra­pie am Kli­ni­kum Forchheim.

Die Fol­gen einer Man­gel­er­näh­rung für sta­tio­nä­re Pati­en­ten sind schwer­wie­gend: signi­fi­kant erhöh­te Kom­pli­ka­ti­ons­ra­ten im The­ra­pie­ver­lauf der Grund­er­kran­kung, län­ge­re Lie­ge­dau­er im Kran­ken­haus, aber auch eine erhöh­te Rate für Leta­li­tät wur­den in Stu­di­en nachgewiesen.

Die Ursa­chen für eine Man­gel­er­näh­rung sind kom­plex: schwer­wie­gen­de, meist chro­ni­sche Erkran­kun­gen wie Tumor­lei­den, Schlag­an­fäl­le mit Schluck­stö­run­gen oder Demen­z­er­kran­kun­gen füh­ren dazu, dass die Betrof­fe­nen men­gen­mä­ßig nicht mehr genü­gend Nah­rung zu sich neh­men kön­nen, Gewicht ver­lie­ren und Mus­kel­mas­se abbau­en, was wie­der­um zu einer zuneh­men­den Schwä­chung des Kör­pers und des Immun­sy­stems führt. Erschwe­rend kom­men dann noch Fak­to­ren wie Appe­tit­ver­lust, schlech­ter Zahn­sta­tus vor allem bei älte­ren Pati­en­ten, sozia­le Iso­la­ti­on oder eine nöti­ge, kom­ple­xe Medi­ka­men­ten­ein­nah­me hinzu.

Um die­se Risi­ko­pa­ti­en­ten schnell und gezielt zu erfas­sen und die nöti­ge The­ra­pie ein­zu­lei­ten, gibt es am Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz schon seit Jah­ren ein eta­blier­tes Scree­ning-Ver­fah­ren zur Erfas­sung einer Man­gel­er­näh­rung. In der sich anschlie­ßen­den Ernäh­rungs­the­ra­pie für Risi­ko­pa­ti­en­ten arbei­ten Pfle­ge­kräf­te, Ärz­te, Kli­nik­kü­che und das Ernäh­rungs­team eng zusam­men, erstel­len Ernäh­rungs­plä­ne, spe­zi­el­le Kost­for­men wer­den ange­bo­ten, hoch­ka­lo­ri­sche Trink­nah­rung wird ein­ge­setzt, par­en­te­rale und ente­rale Ernäh­rung sind ein wei­te­rer Behand­lungs­schwer­punkt des Ernährungsteams.

Das Ernäh­rungs­team am Kli­ni­kum Forchheim:

  • Ober­ärz­tin Dr. Eli­sa­beth Dewald
    Inter­ni­stin, Dia­be­to­lo­gin, Ernäh­rungs­me­di­zin, Lei­tung des Ernährungsteams
  • Sabi­ne Lamprecht
    Ernäh­rungs­be­ra­te­rin DKL/DGE, Diät­as­si­sten­tin, Dia­be­tes­be­ra­te­rin DDG
  • Domi­nik Schrenker
    Dia­be­tes­be­ra­ter DDG, Diätassistent
  • Petra Tho­mas
    Sekretariat

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