Auf­takt Volks­be­geh­ren: Erst­un­ter­zeich­ner-Event in Bamberg

Oberbürgermeister Andreas Starke ist einer der Erstunterzeichner des Volksbegehrens

Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke ist einer der Erst­un­ter­zeich­ner des Volksbegehrens

Mit und nicht gegen die Bauern

Mit dem Lor­scher Bie­nen­se­gen aus dem 10. Jahr­hun­dert und der dar­in ent­hal­te­nen Bot­schaft, „die Bie­nen mögen gesund wie­der heim kom­men“, lei­te­te die Spre­che­rin des Akti­ons­krei­ses, Ilo­na Muni­que, die Auf­takt­ver­an­stal­tung zum ersten Tag des Volks­be­geh­rens Arten­viel­falt ein. „Und damit sei­en auch alle ande­ren Insek­ten mitgemeint.“

Die Lage sei dra­ma­tisch, warn­te Mar­tin Bücker als erster Red­ner vor rund 150 Anwe­sen­den auf dem Maxi­mi­li­ans­platz in Bam­berg. Der Kreis­grup­pen­vor­sit­zen­de des Bund Natur­schut­zes stell­te klar: „In den letz­ten 30 Jah­ren ist in Deutsch­land die Mas­se der Insek­ten um über 75% geschrumpft. Der Schwund hat mas­si­ve Aus­wir­kun­gen, denn Vögel fin­den ein­fach nicht mehr genug Insek­ten, um ihre Jun­gen aufzuziehen.“

Mit­ver­an­stal­ter und Fol­ge­red­ner Lucas Büch­ner, Vor­stands­mit­glied im Kreis­ver­band der ÖDP, ist sich aller­dings sicher, dass der gemein­sa­me Ein­satz zum Volks­be­geh­ren vom Erfolg gekrönt sein wird. „Damit lie­fern wir auch den ande­ren Bun­des­län­dern, der Bun­des­re­gie­rung und der EU Denk­an­stö­ße.“ Er weiß aber auch um den Gegen­wind aus dem land­wirt­schaft­li­chen Bereich und betont: „Das Volks­be­geh­ren ist nicht gegen die Bau­ern, son­dern mit den Bau­ern. Und sie soll­ten es als Mög­lich­keit wahr­neh­men, das Image der Land­wirt­schaft aufzubessern.“

Im Anschluss der bei­den Reden folg­ten sie­ben State­ments von nament­lich bekann­ten Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­gern aus Bür­ger­schaft, Poli­tik, Wirt­schaft, Kul­tur, Kir­che und Sport. “Sie stün­den dabei nicht in ihrer Funk­ti­on hier, son­dern tat­säch­lich „in per­so­na“ – als stimm­be­rech­tig­te, bei­spiel­ge­ben­de und moti­va­ti­ons­för­dern­de Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“, so Munique.

Mit den Schluss­wor­ten „Lasst uns mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren, aber lasst es uns nicht mehr beim Reden belas­sen. Wir müs­sen jetzt wirk­lich etwas tun!“ lei­te­te die Mode­ra­to­rin den Gang ins Rat­haus ein. Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke war einer der ersten Unter­zeich­ner und bedank­te sich bei den Anwe­sen­den nicht nur für deren Unter­stüt­zung, son­dern „… dass wir auch kon­kre­te Taten fol­gen lassen.“

Bis zum Ende der Ver­an­stal­tung konn­ten die State­ments von ins­ge­samt 20 Pro­mi­nen­ten auf­ge­zeich­net wer­den. Die Erst­un­ter­zeich­ner waren sich über die histo­ri­sche Chan­ce, über den Weg der direk­ten Demo­kra­tie das Ruder des Arten­ster­bens her­um­zu­rei­ßen, einig. Und dies trotz dis­ku­ta­bler Punk­te im Gesetz­ent­wurf, der manch einem noch nicht weit genug ging. Doch 1100 Listen­ein­tra­gun­gen am Ende des Tages stimm­ten die Ver­an­stal­ter zuver­sicht­lich in ihrem Bestre­ben, einen gang­ba­ren Weg zurück zur Arten­viel­falt ein­ge­schla­gen zu haben.

Die näch­ste Ver­an­stal­tung des Akti­ons­krei­ses zum Volks­be­geh­ren fin­det am 5.2. im Licht­spiel-Kino statt. Gezeigt wird der Film „Mikro­kos­mos – Das Volk der Grä­ser“, dem eine Gesprächs­run­de mit Gästen aus der Land­wirt­schaft und Imke­rei folgt.

Der Kino­film beginnt um 18.45 Uhr. Es wer­den vege­ta­ri­sche Häpp­chen gereicht. Der Ein­tritt ist frei, um Spen­den wird gebe­ten. 

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