Der AK Jugend­ar­beits­lo­sig­keit des Stadt­ju­gend­ring Bam­berg hat­te MdB Lisa Badum zu Gast

Christel Bastian (Jugendkoordinatorin gfi/bfz, Herr Nürnberger (Kolping Bildungszentrum), Frau MdB Lisa Badum, Johannes Wicht (stellv. Vorsitzender SJR Bamberg), Ramona Löffler (Kolping Bildungszentrum), Bernd Schmidt (JaS Heidelsteigschule).
Christel Bastian (Jugendkoordinatorin gfi/bfz, Herr Nürnberger (Kolping Bildungszentrum), Frau MdB Lisa Badum, Johannes Wicht (stellv. Vorsitzender SJR Bamberg), Ramona Löffler (Kolping Bildungszentrum), Bernd Schmidt (JaS Heidelsteigschule).

Am 18.12. um 17 Uhr war der AK Jugend­ar­beits­lo­sig­keit bei Kol­ping zu Gast. Als Gast begrüß­te der Stv. Vor­sit­zen­de Johan­nes Wicht die neu­ge­wähl­te Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te von den Grü­nen Lisa Badum.

Ein­gangs beton­te Wicht, dass man die Poli­ti­ke­rin nicht „an die Ket­te legen wol­le“ mit beson­ders schwie­ri­gen Jugend­li­chen. Denn ein paar Tage vor­her war sie im Ebra­cher Forst an eine Buche geket­tet. Wicht gab einen Über­blick über die Arbeit des Netz­wer­kes und lei­te­te über zu einer kur­zen Vor­stel­lungs­run­de. Zur ver­meint­lich guten Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on im Raum Bam­berg wur­de ver­tieft angesprochen:
Nach wie vor sind vie­le Jugend­li­che in Über­gangs­maß­nah­men, die nicht von der Sta­ti­stik erfasst wer­den. JoA Klas­sen (Jugend ohne Aus­bil­dung) haben wöchent­lich nur einen Tag Schu­le, der oft „geschwänzt“ wird. Fol­ge sind Geld­auf­la­gen, Ablei­stung von Sozi­al­stun­den bis zum Jugend­ar­rest. Hier sind neue Kon­zep­te gefragt.

Im ersten Aus­bil­dungs­jahr gibt es nach wie vor 30% Abbre­cher laut IHK Bay­reuth. Das sind Fehl­ent­wick­lun­gen die poli­ti­sche Lösun­gen erfor­dern. Ein Ansatz wäre ein frei­wil­li­ges 10. Schul­jahr mit betriebs­na­her Ausbildung.

Im Frak­ti­ons­be­schluß der Grü­nen vom 31.05.2016 steht eine Berus­ju­gend­agen­tur die vor Ort alle Bera­tun­gen und Lei­stun­gen aus einer Hand, als zen­tra­ler Ansprech­part­ner für alle Jugend­li­chen im Über­gang von der Schu­le in den Beruf. Jeder jun­ge Mensch hat das Recht auf die Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit. Eine gute Aus­bil­dung trägt dazu bei, daß die­ses Grund­recht gewähr­lei­stet wird. Die Grü­nen wol­len alle Jugend­li­chen nach der Schu­le den Weg zu einer Aus­bil­dung mit aner­kann­tem Beruf­ab­schluß ebnen. Auch für die­je­ni­gen die die Schu­le ohne Abschluß verlassen.

Nur noch jeder 5. Betrieb bil­det noch aus. In der Fol­ge haben heu­te rund 1,5 Mil­lio­nen jun­ge Men­schen zwi­schen 25 und 35 Jah­ren kei­nen Berufs­ab­schluß. „Da gibt es noch viel zu tun“, resü­mier­te Wicht.

Für die Regi­on Bam­berg bat Herr Wicht um Unter­stüt­zung für ein „Azu­bi-Abo“. Wie der FT berich­te­te ist ein Rück­gang der Abo-Zah­len schon deut­lich zu spü­ren. Des­halb wäre das „Azu­bi-Abo“ als App für vier Mona­te eine inno­va­ti­ve Idee. Frau Badum will die­se Idee unter­stüt­zen. Eben­falls hat Wicht sie ein­ge­la­den zu den Aus­bil­dungs­mes­sen in Bam­berg und Forchheim.

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