Pup­pen­thea­ter „buba­les“ zu Gast im Lui20 in Bamberg

Am 8. März gastiert das Pup­pen­thea­ter „buba­les“ im Lui20 und führt dort das Stück „Isaak und der Ele­fant Abul Abbas“ auf

„Isaak und der Elefant Abul Abbas“

„Isaak und der Ele­fant Abul Abbas“

Die Hand­lung basiert auf einer wah­ren Geschich­te aus dem Mit­tel­al­ter: Der jüdi­sche Händ­ler Isaak soll ein Geschenk des Kali­fen Harun ar-Raschid an Karl den Gro­ßen von Bag­dad nach Aachen brin­gen. Das Geschenk ist ein wei­ßer Ele­fant namens Abul Abbas. Die gefähr­li­che Rei­se dau­ert zwei Jah­re. Isaak und Abul Abbas müs­sen vie­le Aben­teu­er bestehen und ent­decken dabei ihre kul­tu­rel­len Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten. Wäh­rend des Stücks steht die Fra­ge im Raum, ob es die bei­den in das Ter­ri­to­ri­um des heu­ti­gen Deutsch­lands schaf­fen wer­den und, wenn ja, was sie dort erwartet.

Zwei­spra­chi­ge Auf­füh­rung in Ara­bisch und Deutsch

Mit dem Stück von Shlo­mit Tul­gan will das inter­na­tio­na­le Ensem­ble auf unter­halt­sa­me und unbe­schwer­te Wei­se einen Ein­blick in die jüdi­sche Kul­tur ver­mit­teln. Dazu sind kei­ne beson­de­ren Vor­kennt­nis­se erfor­der­lich. Das Stück rich­tet sich an ein mul­ti­kul­tu­rel­les Publi­kum, ins­be­son­de­re aber auch an ara­bi­sche und geflüch­te­te Fami­li­en. Aus die­sem Grund fin­det die Auf­füh­rung in zwei Spra­chen statt: auf Ara­bisch und auf Deutsch. Und: Sie wur­de so kon­zi­piert, dass sie auch Erwach­se­ne ohne Kin­der anspricht.

Syrisch- jüdi­sches Projekt

Bei „Isaak und der Ele­fant Abul Abbas“ han­delt es sich um eine inter­na­tio­na­le Pro­duk­ti­on. Das Beson­de­re an dem Pro­jekt ist die Zusam­men­ar­beit zwi­schen syri­schen und jüdi­schen Künst­lern. Dabei flos­sen auch per­sön­li­che Flucht­er­fah­run­gen der Künst­ler in die Dra­ma­tur­gie ein, so dass das Stück zum Teil auch auto­bio­gra­fi­sche Ele­men­te enthält.

Gro­ßer Produktionsaufwand

Die Her­stel­lung des 90-minü­ti­gen Stücks wur­de von der Szlo­ma-Albam-Stif­tung geför­dert. Nur so war es mög­lich, ein pro­fes­sio­nel­les Pup­pen­thea­ter­stück mit einem hohen päd­ago­gi­schen und künst­le­ri­schen Anspruch umzu­set­zen. Dazu gehör­ten neben der musi­ka­li­schen Kon­zep­ti­on und den Ton­stu­dio-Auf­nah­men vor allem kom­pli­zier­te tech­ni­sche Kon­struk­tio­nen im Büh­nen­be­reich sowie an der Figur des Ele­fan­ten. Außer­dem arbei­te­ten drei Sprach­päd­ago­gin­nen und ‑päd­ago­gen an der ara­bi­schen Über­set­zung und der deut­schen Aus­spra­che der ara­bi­schen Künst­le­rin­nen und Künst­ler. An Büh­nen­bild und Kostü­mie­rung aller Pup­pen betei­lig­ten sich noch­mals ins­ge­samt vier Designerinnen.

Das Pup­pen­thea­ter „buba­les“ spielt:

„Isaak und der Ele­fant Abul Abbas“
von Shlo­mit Tulgan

  • am 8.3.2019, im Lui20, Raum für inter­kul­tu­rel­le Begegnung,
  • Luit­pold­stra­ße 20, 96052 Bamberg
  • Ein­lass: 17:15 Uhr, Beginn: 17:30 Uhr,
  • Der Ein­tritt ist frei! Es ist Platz für maxi­mal 50 Gäste.

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