Leser­brief: „Bleibt Fo Nord wei­ter­hin der unge­lieb­te Stadt­teil Forchheims?“

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In Forch­heim ent­schei­det die Him­mels­rich­tung nicht die Betrof­fen­heit und Anzahl der Bewoh­ner. Wie im FT vom 3. Janu­ar 18 im Arti­kel „Lau­te Stim­men über­tö­nen den Flü­ster­asphalt“ zu lesen war, genü­gen Im Westen der A 73 lau­te Stim­men, um poli­ti­sche Kräf­te auf­zu­schrecken und zum Han­deln anzu­re­gen. Dies hät­ten wir uns wir im Nor­den der Stadt schon lan­ge gewünscht.

Im Forch­hei­mer Nor­den, wo der Schie­nen­lärm ca. 9000 Bür­ger, dar­un­ter weit über 2000 Schü­ler belä­stigt und stört, zucken die­se Kräf­te nur die Schul­tern, geschwei­ge denn zei­gen sie Inter­es­se, wel­che Aus­wir­kun­gen der ICE-Aus­bau für die Anwoh­ner bereit hält.

Der Nor­den Forch­heims wur­de ja bereits bei ISEK 2011 schrift­lich als unbe­lieb­ter Stadt­teil gebrand­markt. Kurz­fri­sti­ge Flos­keln zu Wahl­zei­ten ändern dar­an rein gar nichts. Die Gering­schät­zung der Stadt­teil- Bewoh­ner ist unüber­seh­bar und zu ver­ur­tei­len, weil eigent­lich alle Forch­hei­mer gleich sein und im Rat­haus ver­tre­ten sein soll­ten. Oder gibt es doch Bür­ger erster und zwei­ter Klasse?

Poli­ti­sche Ver­tre­ter soll­ten sich für ganz Forch­heim und nicht nur für pri­vi­le­gier­te Stadt­tei­le ein­set­zen, wobei v.a. Forch­heim Nord die wirk­sam­ste Unter­stüt­zung bräuchte.

Für den „unbe­lieb­ten nörd­li­che Stadt­teil“ ist trotz des hart erkämpf­ten S- Bahn-Halts und des wach­sen­den Schul­zen­trums noch kei­ne kla­re Ziel­set­zung für eine Zukunfts­ent­wick­lung erkennbar.

Die rie­si­gen Chan­cen die­ses Stadt­teils wer­den negiert oder nicht gese­hen. Die jähr­li­che Bür­ger­ver­samm­lung in Forch­heim war die jeweils am besten besuch­te. Wur­de sie des­halb abgeschafft?

Man könn­te auf die Idee kom­men, die Ver­ant­wort­li­chen schä­men sich des nörd­li­chen Stadt­teils, weil sie sich trotz mehr­fa­cher Ein­la­dun­gen auch kaum sehen las­sen. Aber viel­leicht erschei­nen sie ja zur Ein­wei­hung des S- Bahn- Halts Forch­heim Nord und stel­len dabei selbst­lo­bend den Erfolg ihres Enga­ge­ments vor.

Mit freund­li­chen Grüßen
Mar­ga Sacher
Jean-Paul Stra­ße
91301 Forch­heim

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