Kuli­na­ri­scher Jah­res­auf­takt in der Muse­ums­kü­che und „Hier­nickels Bier­kränz­chen“ in Kulmbach

Beef & Beer
"Beef & Beer"

„Wild & Co“, „Beef & Beer“ oder „Frän­ki­sche Schäu­fer­la“ so hei­ßen die kuli­na­ri­schen Work­shops, die das Team der Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof und ihre Dozen­ten im Janu­ar und Febru­ar prä­sen­tie­ren. Im März lädt Bier­som­me­lier Georg Hier­nickel zum ersten Bier­kränz­chen ein.

Wild & Co

Los geht es am 18. Janu­ar, der Kulm­ba­cher Jäger Rüdi­ger Dop­pel berei­tet mit sei­nem Kol­le­gen Bern­hard Wag­ner Wild­ha­se und Fasan zu. Wer dabei sein möch­te, der kann sich schon mal auf ein ech­tes Genuss­erleb­nis freu­en. Denn die bei­den Jäger zei­gen nicht nur, wie man die Tie­re gerecht zer­legt und zube­rei­tet, son­dern lie­fert auch die Rezep­te für die pas­sen­den Bei­la­gen und Sau­cen. Unter­stützt wird er dabei vom Koch­team der Museen.

„Wild gehört zu den gesün­de­sten Lebens­mit­teln. Es ist fett­arm und reich an Ome­ga-Fett­säu­ren, die der mensch­li­che Kör­per selbst gar nicht bil­den kann, die aber abso­lut wich­tig sind. Und Wild ernährt sich selbst nur von dem was die Natur her­gibt, also kom­plett ohne Kraft­fut­ter!“, so Rüdi­ger Doppel.

Beginn ist um 18:30 Uhr in der Koch- und Back­schu­le im MUPÄZ in den Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchs­hof. Der Work­shop kostet 49,90 EUR inkl. aller Zuta­ten, Geträn­ke sind extra zu zahlen.

Beef & Beer

Wei­ter geht es am 31. Janu­ar mit Beef & Beer. Gemein­sam mit Bier­som­me­lier Georg Hier­nickel und den aus­ge­zeich­ne­ten Pro­duk­ten von „Auen­land Beef“ aus Hof­heim in Unterfranken.

Jona­than Eller sorgt mit Georg Hier­nickel für die Kom­bi­na­ti­on fein­ster Fleisch­sor­ten und ele­gan­ter Bie­re und garan­tiert somit einen kuli­na­risch abso­lut hoch­wer­ti­gen Abend. „Wir bie­ten an die­sem Abend eine Varia­ti­on von Pas­tra­mi. Auf dem Holz­koh­len­grill bra­ten wir Mini-Bur­ger, kre­ieren eine Rin­der­rou­la­de und bra­ten ein Flan-Steak,“ so Jona­than Eller.

Selbst­ver­ständ­lich gibt es zu jedem Gericht ent­spre­chen­de Bei­la­gen. Georg Hier­nickel schafft die Ver­bin­dung zum pas­sen­den Bier: „Wir begin­nen mit einem Bier aus der Bier­stadt, ein Pils, frisch ange­sto­chen aus dem Holz­fass. Ein Hel­les wird es zur Vor­spei­se geben. Die fruch­ti­gen Aro­men des Weiß­bie­res har­mo­nie­ren sehr gut mit dem Bur­ger und zum sous vide gegar­ten Fleisch ser­vie­ren wir sowohl ein Kel­ler­bier, als auch ein Zoigl. Das Flan-Steak bekommt ein Rauch­bier zur Sei­te gestellt und fürs Des­sert „sta­cheln“ wir einen Eis­bock!“ Kei­ne Fra­ge: Käse schließt den Magen und da gibt es einen sehr kräf­ti­gen Roque­fort, zusam­men mit dem stärk­sten Bier der Welt. Mehr Genüs­se an einem Abend gehen also gar nicht.

Eine Anmel­dung ist unbe­dingt erfor­der­lich. Die­se soll­te bis spä­te­stens 25. Janu­ar 2019 erfol­gen, da die Plät­ze begrenzt sind. Beginn ist um 18:30 Uhr im Vor­trags­saal der Adal­bert-Raps-Biblio­thek im MUPÄZ. Die Kosten für die hoch­wer­ti­gen Zuta­ten und Bie­re betra­gen pro Teil­neh­mer 69,00 EUR.

Schäu­fer­la & Co.

Abso­lut Frän­kisch geht es am 8. Febru­ar 2019 wei­ter. Koch Jens Bau­ern­feind lädt zur Zube­rei­tung eines ori­gi­nal frän­ki­schen Schäu­fer­la ein. „Wir zei­gen den Teil­neh­mern bei die­sem Work­shop wor­auf sie schon beim Ein­kauf ach­ten sol­len. In klei­nen Grup­pen berei­ten die „Mit­kö­che“ das Fleisch von Anfang bis zum Ende selbst zu,“ so Jens Bauernfeind.

Die Sau­ce ist ein beson­ders wich­ti­ger Beglei­ter zu die­sem Gericht. Wie man die­se mit den rich­ti­gen Zuta­ten her­stellt, erfah­ren die Teil­neh­mer natür­lich auch. Und fast ganz neben­bei ent­ste­hen die zuge­hö­ri­gen Bei­la­gen. Aus der Glä­ser­nen Braue­rei kommt das dazu pas­sen­de Bier: das mal­zaro­ma­ti­sche „Urtyp“.

Beginn ist um 18:30 Uhr, die Loca­ti­on ist die Koch- und Back­schu­le im MUPÄZ, die Kosten betra­gen 45,00 EUR, inkl. aller Zuta­ten. Die Geträn­ke sind sepa­rat zu begleichen.

Hier­nickels Bier­kränz­chen – nur für Mädels

„Bier brau­en Män­ner“ – das dies nicht stimmt, dass zei­gen die vie­len Brau­mei­ste­rin­nen die es mitt­ler­wei­le land­auf, land­ab gibt und das zeigt auch die Histo­rie. Seit Urzei­ten war Bier­brau­en eine von Frau­en aus­ge­üb­te haus­wirt­schaft­li­che Tätig­keit – einen Beleg dafür haben wir im Braue­rei­mu­se­um mit der 3.000 Jah­re alten Bieramphore.

Im frü­hen Mit­tel­al­ter ent­wickel­te sich mit der Grün­dung von Städ­ten ein­her­ge­hend das Hand­werk, so auch beim Brau­en. Es ent­stan­den Braue­rei­en, die durch­aus auch von kun­di­gen Frau­en gelei­tet wur­den. In Straß­burg wur­de 1358 eine von sie­ben Braue­rei­en von Frau­en betrie­ben und in Oxford über­wo­gen 1439 die im Brau­ge­wer­be arbei­ten­den Frau­en die Anzahl der Män­ner (Quel­le: Gert von Pacen­sky und Anna Dün­ne­bier: „Kul­tur­ge­schich­te des Essens“).

Und von Hil­de­gard von Bin­gen wis­sen wir, dass sie sich im Mit­tel­al­ter inten­siv mit dem The­ma Bier­brau­en aus­ein­an­der­ge­setzt hat – sie schrieb als erste über die Wir­kungs­wei­se des Hopfens.

Katha­ri­na von Bora, die Frau Mar­tin Luthers war für ihr köst­li­ches selbst­ge­brau­tes Bier bekannt. Die Kunst des Bier­brau­ens hat­te sie im Klo­ster erlernt und dafür eine „Brau­be­rech­ti­gung“ erlangt.

Dass ein Sud gelang war zur dama­li­gen Zeit kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, denn man kann­te die Wir­kung der Hefe noch nicht und ob die Gärung gelang war mehr oder weni­ger Glück­sa­che. Die Legen­de sagt, dass die Frau­en, die gera­de Bier gebraut hat­ten, ihre Nach­ba­rin­nen zu einem „Bier­kränz­chen“ ein­lu­den, sozu­sa­gen zur Qua­li­täts­kon­trol­le. Dar­aus ent­wickel­ten sich spä­ter wohl die „Kaf­fee­kränz­chen“.

Die­sen Gedan­ken hat das Team der Muse­en auf­ge­grif­fen und gemein­sam mit Bier­som­me­lier Georg Hier­nickel ein „Bier­kränz­chen“ ent­wickelt. „Zu die­sem Bier­kränz­chen laden wir ganz bewusst „Mädels“ ein, denn mitt­ler­wei­le ist das The­ma Bier längst auch bei den Frau­en ange­kom­men. Es gibt spe­zi­ell für Frau­en ein­ge­brau­te Bie­re und Frau­en haben ein sehr gutes Gespür und eine sehr genaue Vor­stel­lung davon, was sie von einem guten Bier erwar­ten.“, erzählt Georg Hier­nickel. Bier rie­chen, schmecken, hören, füh­len, Bier genie­ßen mit fein abge­stimm­ten Lebens­mit­teln, dar­um geht es beim Bierkränzchen.

Zum Gesamt­pro­gramm gehört eine kurz­wei­li­ge Füh­rung durchs Baye­ri­sche Braue­rei­mu­se­um, ver­bun­den mit span­nen­den, kurio­sen Geschich­ten rund ums Bier. Die Ver­an­stal­tung fin­det am Don­ners­tag, 28.03.2019 und 19:00 Uhr statt. Die Kosten inkl. aller Geträn­ke und Köst­lich­kei­ten betra­gen 39,00 EUR.

Anmel­dun­gen zu allen Ver­an­stal­tun­gen, tele­fo­nisch unter: 09221 – 805 14.

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