Welt-Braille-Tag – Lei­stun­gen für blin­de und seh­be­hin­der­te Men­schen in Bay­ern

Die Lan­des­be­hör­de Zen­trum Bay­ern Fami­lie und Sozia­les (ZBFS, in Bay­reuth) gewährt blin­den und hoch­gra­dig seh­be­hin­der­ten Men­schen mit dem Baye­ri­schen Blin­den­geld finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Aktu­ell bekom­men mehr als 14.000 Men­schen zum Aus­gleich ihrer Mehr­auf­wen­dun­gen, die sie auf­grund ihrer Behin­de­rung haben, die­se Lei­stung. Das Baye­ri­sche Blin­den­geld beträgt aktu­ell 610 Euro im Monat.

Vom Schick­sal beson­ders hart getrof­fen sind taub­blin­de Men­schen. Sie erhal­ten das dop­pel­te Blin­den­geld, monat­lich 1.220 Euro. In Bay­ern sind rund 370 Men­schen taub­blind.

Seit 1. Janu­ar 2018 erhal­ten auch hoch­gra­dig seh­be­hin­der­te und taub­seh­be­hin­der­te Men­schen Hil­fe. Seh­be­hin­der­te Men­schen kön­nen 183 Euro, taub­seh­be­hin­der­te Men­schen 366 Euro pro Monat als Unter­stüt­zung erhal­ten.

„Die selbst­be­stimm­te Teil­ha­be am Leben in der Gemein­schaft wird mit dem Blin­den­geld wesent­lich geför­dert“, sagt Dr. Nor­bert Koll­mer, Prä­si­dent des ZBFS und ergänzt: „Gleich­zei­tig ist der Welt-Braille-Tag aber auch wich­tig, um auf die beson­de­re Situa­ti­on von Men­schen mit Seh­be­hin­de­rung auf­merk­sam zu machen.“

Der Welt-Braille-Tag am 4. Janu­ar erin­nert an den Erfin­der der nach ihm benann­ten ertast­ba­ren Punkt­schrift. Vor 210 Jah­ren war der Geburts­tag des Fran­zo­sen Lou­is Braille. Die Braille­schrift stellt einen Mei­len­stein für die Selb­stän­dig­keit bei Ver­lust des Seh­ver­mö­gens dar, denn mit ihrer Hil­fe kön­nen blin­de Men­schen selbst Tex­te erfas­sen und erstel­len.

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Baye­ri­schen Blin­den­geld fin­den Sie unter www​.zbfs​.bay​ern​.de/​m​e​n​s​c​h​e​n​-​b​e​h​i​n​d​e​r​u​n​g​/​b​l​i​n​d​e​n​g​eld.